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SUMMARY:Filmabend zum Antikriegstag
DESCRIPTION:DIE LIEBE ZUM LEBEN\nEin Film von Annette Ortlieb\nÜber den Mut zu Desertieren\,\ndie Kraft des sich-Treu-Bleibens und eine Vision\,\ndie die Bundesrepublik verändert hat.\nam Mo.\, 01.09.2025\, 19.00 Uhr\nStadtbibliothek Wetzlar\nEintritt frei\nmit \n\ndem Deserteur Ludwig Baumann\nseiner Lebensbegleiterin Ursula Prahm\ndem Historiker  Dr. Detlef Garbe\nder Justizministerin a.D. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD)\n\n\nEs geht um den Mut zu desertieren.\nDie Kraft\, des sich treu bleiben\nUnd eine Vision\, die die Bundesrepublik verändert hat.\nEine Hommage an die Menschlichkeit und gegen den Krieg. \n\nDer Film behandelt Deserteure unter den deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Von den 30.000 damals zum Tode Verurteilten haben nur wenige überlebt\, und ihnen wurde in der Bundesrepublik weiter Unrecht angetan\, weil sie nicht rehabilitiert wurden\, weiter als vorbestraft galten und ihnen kaum Entschädigungsgelder zugesprochen wurden. Erst im Jahr 2020 wurden sie rehabilitiert. \nDer Film wurde mit dem Prädikat »Besonders wertvoll« ausgezeichnet.  \nDie Filmemacherin Annette Ortlieb steht nach dem Film als Gesprächspartnerin zur Verfügung. \nEinzelheiten können Sie durch Mausklick den nachfolgenden Aufklappfeldern oder dem downloadbaren Veranstaltungsflyer entnehmen. \nDas Schicksal der Deserteure im 2. WK\n30.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht\, die im Zweiten Weltkrieg desertierten\, wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt. Die wenigen\, die überlebten\, wurden im Nachkriegsdeutschland nicht rehabilitiert\, auch eine Entschädigung für das ertragene Leid gab es nie. Einer von ihnen war Ludwig Baumann\, selbst ehemaliger Soldat der Wehrmacht\, der 1942 desertiert und zum Tode verurteilt worden war. Als späterer Aktivist setzte er sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und es ist ihm zu verdanken\, dass im Jahr 2002 die Urteile der NS-Militärjustiz gegen die Wehrmachtsdeserteure aufgehoben wurden. \nAnnette Ortlieb widmet sich in ihrem Dokumentarfilm »DIE LIEBE ZUM LEBEN» einem Thema\, das in der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit bisher kaum beleuchtet wurde. Dabei stehen die Lebensgeschichte und das Schicksal des ehemaligen Soldaten Ludwig Baumann (1921-2018) beispielhaft für die ca. 3.000 bis 4.000 Menschen\, die ihr Todesurteil als Deserteur überlebten\, dieses Urteil aber ihr Leben lang mit sich herumtragen mussten\, ohne dass sich jemand – auch nicht der Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland – für die Aufhebung der Urteile oder deren Aufhebung eingesetzt hat. \nDie intensive Recherche von Annette Ortlieb\nDass der Film so eindrucksvoll wirken kann\, liegt auch und vor allem in der gründlichen Recherche\, die Annette Ortlieb durchgeführt hat und in dem vertrauensvollen Verhältnis zwischen der Filmemacherin und dem Protagonisten begründet. Erst diese Verbindung macht es möglich\, einen solchen persönlichen Einblick in ein Leben zu geben. \nLudwig Baumann erzählt klug\, reflektiert\, energisch und mitreißend von seinem dramatischen Leben\, von seinen Traumata\, von seinen Ängsten und von seinem Kampf um Gerechtigkeit: die Aufhebung aller Urteile der NS-Militärjustiz. \nMit Ursula Prahm kommt eine langjährige Wegbegleiterin Baumanns ebenso zu Wort wie etwa die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Die Aussagen Baumanns und der Einblick in dieses komplexe Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte machen betroffen. \nDoch am Ende bleibt das\, was dem Film seinen Titel verleiht: DIE LIEBE ZUM LEBEN. Eine Liebe\, die man in Baumanns Worten und seinem Handeln spürt. Und die dank Annette Ortliebs filmischer Aufarbeitung eine lehrreiche und mutmachende Inspiration für heutige und nachkommende Generationen sein kann. \nDie Auszeichnung »Prädikat besonders wertvoll«\nDie Jury der deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat »DIE LIEBE ZUM LEBEN« mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: \n\n»Mit ihrem Dokumentarfilm macht Annette Ortlieb auf einen Aspekt der bundesdeutschen Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit aufmerksam\, um den kaum jemand weiß. Es geht um Deserteure unter den deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Von den 30.000 damals zum Tode Verurteilten haben nur wenige überlebt\, und ihnen wurde in der Bundesrepublik weiter Unrecht angetan\, weil sie nicht rehabilitiert wurden\, weiter als vorbestraft galten und ihnen kaum Entschädigungsgelder zugesprochen wurden. \nDie Filmemacherin begann 2012 mit den Aufnahmen zu diesem Film\, die sie 2018 kurz vor seinem Tod beendete. Es ist ihr gelungen\, diese Geschichte aus einer sehr persönlichen und dadurch immer konkreten Perspektive heraus zu erzählen\, denn Baumann selber spricht hier von seiner Jugend in Hamburg\, von seiner Desertion und Verurteilung\, von den 10 Monaten in der Todeszelle\, den Anfeindungen\, die er in der jungen Bundesrepublik erdulden musste\, und von seinem politischen Kampf. Denn dieser hatte eine komplexe\, gebrochene Persönlichkeit\, die sich zum Beispiel in einem ausgeprägten Kontrollzwang zeigte. Davon erzählt im Film Baumanns langjährige Wegbegleiterin Ursula Prahm\, die vor der Kamera über das private Leben von Baumann berichtet. Über seinen politischen Kampf erzählen der Historiker Detlef Garbe und die ehemalige SPD-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Und so ist es Ortlieb gelungen\, ein komplexes Porträt dieses streitbaren Menschen zu zeichnen\, und zugleich auf ein Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte aufmerksam zu machen.« \n\nQuelle: deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) \nLudwig Baumann (1921 in Hamburg; † 5. Juli 2018 in Bremen)\nDer Sohn eines Tabakgroßhändlers trat nach der Machtübertragung an die Nazis weder der HJ noch anderen Organisationen der NSDAP bei. Mit 19 Jahren wurde er zur Kriegsmarine eingezogen und desertierte am 03.06.1942 zusammen mit Kurt Oldenburg bei Bordeaux. »Ich hatte erkannt\, dass es ein verbrecherischer\, völkermörderischer Krieg war.« \nAm Tag nach der Desertion wurden die beiden an der Grenze zum unbesetzten Teil Frankreichs von einer deutschen Zollstreife gestellt. Obgleich Baumann und Oldenburg bei ihrer Festnahme bewaffnet waren\, ließen sie sich – aufgrund ihrer gewaltfreien Gesinnung – widerstandslos festnehmen. Am 30.06.1942 wurde Baumann wegen »Fahnenflucht im Felde« zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde in eine 12-jährige Zuchthausstrafe umgewandelt\, was er erst nach Monaten Todesangst in der Todeszelle eines Wehrmachtsgefängnisses erfuhr. Baumann wurde ins KZ Esterwegen verschleppt\, später in das Wehrmachtgefängnis Torgau. Dort erlebte er\, wie andere Deserteure hingerichtet wurden. \nSeinem beharrlichen Engagement ist es zu verdanken\, dass die überlebenden Deserteure – die ihre Urteile ein Leben lang mit sich herumtragen mussten\, ohne dass sich jemand (auch nicht der Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland) für die Aufhebung der Urteile eingesetzt hatte – 2002 mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen rehabilitiert wurden. \n—› Weitere Informationen auf Wikipedia \n\nDer Deserteur Ludwig Baumann galt über 60 Jahre lang als vorbestraft und konnte sich nie eine Existenz aufbauen. © Foto: Annette Ortlieb \nSeine Wegbegleiterin & andere kommen im Film zu Wort\nWas die Arbeit für die Filmemacherin Annette Ortlieb nicht eben leicht machte war\, dass Ludwig Baumann »keine Nähe zulassen konnte« und sich nur selten zu Dreharbeiten bereit erklärte. Und das war wohl ein Grund dafür\, dass sie den Film erst fünf Jahre nach Baumanns Tod fertiggestellt hat: Sie musste mit den relativ wenigen Aufnahmen\, die Baumann von sich machen ließ\, sowohl ihm wie auch seinem Lebenswerk gerecht werden. \nDies gelang Ortlieb\, indem sie etwa Menschen zu Wort kommen lässt\, die Baumann kannten und begleitet haben: Seine langjährige Wegbegleiterin Ursula Prahm etwa\, den Historiker Detlef Garbe\, ehemals Leiter der Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Oder die ehemalige SPD-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin\, die davon erzählt\, dass Baumann auch mit ihr\, die ja grundsätzlich auf seiner Seite war\, manchmal die Geduld verlor – und das sehr deutlich zum Ausdruck bringen konnte\, wie die TAZ am 19.11.2023 berichtete. \n\nVon links nach rechts:\n1.) Ludwig Baumanns Wegbegleiterin Ursula Prahm\n2.) Historiker Prof. Dr. Detlef Garbe (Gedenkstättenleiter KZ Neuengamme)\n3.) Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Justizministerin a.D.\, SPD).\n© Fotos: Annette Ortlieb \nVeranstaltungsflyer als PDF zur Einsicht Handlungsanleitung für Ausdruck und Falzung des Flyers\nDie Druckvorlage ist ein PDF-Dokument\, folgende Schritte bei der Einstellung im Druckermenü beachten: \n\nGewünschte Kopierauflage eingeben\nDIN A 4 Querformat auswählen\nAutomatische Seitenanpassung abwählen bzw: Originalgröße auswählen\nBeidseitiger Druck auswählen\nAn der kurzen Seite spiegeln auswählen (wichtig\, damit die Rückseite nicht auf dem Kopf steht)\n\nUnd erst jetzt Drucken aktivieren\, dann gelingt der Ausdruck bestens. Die Ränder auf der Kopiervorlage sind so gewählt\, dass vom Inhalt nichts verloren geht. \nFür die Falzung nach dem Ausdruck: \n\nim Zickzack-Modus falten. Das rechte Drittel der Vorderseite als Deckblatt/Titelseite des Flyers wählen.\nBeim manuellen falten dient der linke Rand vom rechten Bild und vom roten Balken auf der Vorderseite dazu\, die Falzung exakt in drei gleiche Teile hinzubekommen.\ndann wird das rechte Drittel von der zweiten Seite mit den Veranstalter-Logos die Rückseite des Flyers\nund der Rest in dem sechsseitigen Zickzack-Flyer sinnig platziert.\n\nVeranstaltungsplakat (DIN A4) als PDF zur Einsicht Die Veranstalter:\n\nZurück zur Veranstaltungsübersicht »Antikriegstag«
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SUMMARY:1945: »Dass ein gutes Deutschland blühe …«
DESCRIPTION: … das Leben nach dem Kriegsende\n1945 – 1949\nmit dem Schwerpunkt Wetzlar\nKammerkonzert und Lesung von:\nRoman Knizka & OPUS 45\nFr.\, 12. September 2025\, 19:00 Uhr\nIm Atrium der Werner-Von-Siemens-Schule \nDammstraße 62 | D 35576 Wetzlar\nKartenvorverkauf bei EventimEintritt: 20\,00 € | Ermäßigt: 15\,00 €\nKarten erhältlich bei eventim.\n\nMit Texten von Bertolt Brecht\, Wolfgang Borchert\, Margaret Bourke-White\, Ruth Andreas-Friedrich\, Stig Dagerman und Nelly Sachs.\nMusik u.a. von Ludwig van Beethoven\, Hanns Eisler\, Jean Françaix\, Karl Amadeus Hartmann\, Charles Koechlin\, György Ligeti\, Dmitri Schostakowitsch und Richard Strauss\nRezitation: Roman Knižka\n\n\nGenauere Informationen: \nKlicken Sie bitte auf das gewünschte Aufklappfeld: \n\n1945 - 2025: Achzig Jahre nach Kriegsende\n8. Mai 2025:\nDas Ende des von Hitler-Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus jähren sich zum achtzigsten Mal. Aus diesem Anlass versetzen sich Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 in ihrem neuen Programm zurück in die frühe Nachkriegszeit der Jahre 1945 bis 1949. \n8. Mai 1945: Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht war Hitler-Deutschland offiziell besiegt. Fast sechs Jahre hatte der Zweite Weltkrieg gedauert und unvorstellbare 60 Millionen Opfer gekostet. In Deutschland lagen die Großstädte in Schutt und Asche. Unzählige Menschen waren obdachlos\, auf der Flucht oder in Kriegsgefangenschaft. Das Sagen im Land hatten nun die Siegermächte. \nZum Thema der Veranstaltung:\n„Dass ein gutes Deutschland blühe …“ erzählt in literarischen Texten\, Reportagen und Zeitzeugnissen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch\, von der Ankunft der Sieger\, von der Konfrontation der Deutschen mit den Gräueltaten des NS-Regimes\, dem Schicksal jüdischer KZ-Überlebender\, die nach ihrer Befreiung als „Displaced persons“ durch das Land der Täter irrten\, von Hungerwintern\, Vertriebenen und Kriegsheimkehrern. Politische Zäsuren wie die Potsdamer Konferenz\, die Nürnberger Prozesse\, die Währungsreform oder die Berlin-Blockade werden ebenso thematisiert wie die im Alltag häufig fragwürdige Praxis der Entnazifizierungsverfahren. Literatur und Musik nach 1945:\nDoch auch von kulturellen Aufbrüchen und Neuanfängen handelt das Programm. Ob oder wie man nach den Verbrechen der NS-Diktatur und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs noch schreiben sollte\, wurde von Schriftsteller:innen der Zeit heftig diskutiert. Roman Knižka rezitiert aus Werken der Nachkriegsliteratur von Wolfgang Borchert\, Bertolt Brecht und Nelly Sachs. \nBereits kurz nach Kriegsende entstanden in völlig zerbombten Städten wie Darmstadt und München Foren für Neue Musik. OPUS 45 interpretiert Werke der Nachkriegsavantgardisten György Ligeti und Karl Amadeus Hartmann sowie weitere Kompositionen am Puls der Zeit von Dmitri Schostakowitsch und Hanns Eisler. Außerdem erklingt Musik von Ludwig van Beethoven\, Richard Strauss\, Charles Koechlin und Jean Françaix. Wie sich besonders in der jungen Nachkriegsgeneration ein oft kaum zu stillendes Verlangen nach Unterhaltung und Tanz bahnbrach\, vermitteln Swing und zeitgenössische Schlager\, die das musikalische Porträt der Epoche abrunden. »Dass ein gutes Deutschland blühe …« erzählt in literarischen Texten\, Reportagen und Zeitzeugnissen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch\, von der Ankunft der Sieger\, von der Konfrontation der Deutschen mit den Gräueltaten des NS-Regimes\, dem Schicksal jüdischer KZ-Überlebender\, die nach ihrer Befreiung als „Displaced persons“ durch das Land der Täter irrten\, von Hungerwintern\, Vertriebenen und Kriegsheimkehrern. Politische Zäsuren wie die Potsdamer Konferenz\, die Nürnberger Prozesse\, die Währungsreform oder die Berlin-Blockade werden ebenso thematisiert wie die im Alltag häufig fragwürdige Praxis der Entnazifizierungsverfahren. \n8. Mai 1945? \n8. Mai 1945?\nDas offizielle Kriegsende war für viele Deutsche ein unspektakulärer Tag im anhaltenden Chaos. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebten die Menschen im Land oft zu unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedliche Weise. \nWie es sich konkret in Wetzlar abspielte\, davon berichtet Roman Knižka ausführlich im ersten Teil des Programms. „Dass ein gutes Deutschland blühe …“ – Leben nach Kriegsende 1945-1949 erinnert an die verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur. Schüler*innen der Werner-von-Siemens-Schule haben zuvor Wetzlarer Zeitzeugen befragt und über die lokalen Ereignisse recherchiert. Diese Kenntnisse und Dokumente fließen in diese Lesung ein. \nAusgehend von der epochalen Zäsur des Jahres 1945 beleuchten Roman Knižka und OPUS 45 eine ambivalente und spannungsreiche Übergangszeit zwischen Zerstörung und Neubeginn. Diese endete mit der Gründung zweier deutscher Staaten und damit der Teilung Deutschlands\, deren Folgen bis heute spürbar sind. \nBefreiung Wetzlars am 29. März 1945\nUS-Amerikanischer Film von der Befreiung Wetzlars am 29. März 1945\n﻿ \nMit Kommentaren zur Erläuterung der Szenen durch Wetzlar erinnert e.V.\nDie Eroberung Wetzlars durch die US-Amerikanischen Truppen am 29. März 1945. US-Panzer überqueren die alte Bahnhofsüberführung von Niedergirmes zur Bahnhofstraße © Wetzlar erinnert e.V.\, Quelle: Film aus dem US-Nationalarchiv\, DC Washington.\nZm Schauspieler Roman Knižka\nRoman Knižka\nwurde 1970 in Bautzen geboren\, erlernte an der Dresdener Semperoper zunächst den Beruf des Theatertischlers und verließ die DDR noch vor dem Mauerfall über die Grüne Grenze. Nach seinem Studium an der Bochumer Schauspielschule spielte er zunächst am dortigen Schauspielhaus und begann dann\, sich einen Namen in TV-Dramen\, Liebesfilmen\, „Tatorten“ und diversen Kinoproduktionen zu machen. \nDaneben spricht er regelmäßig Hörbücher ein und ist mit großem Erfolg auf der Bühne aktiv. Seine markante\, wandlungsfähige und einnehmende Stimme begeistert sowohl Kinder als auch Erwachsene. \n\nDas Bläserquintett OPUS 45\nDas Bläserquintett OPUS 45 gründete sich bei einem Berliner Orchesterprojekt: Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ (opus 45) stand auf dem Programm und ist seither namensgebend. Das Bläserquintett\, bestehend u. a. aus Musiker:innen der Hamburgischen Staatsoper\, Beethoven Orchester Bonn\, NDR Radiophilharmonie Hannover und BBC Symphony Orchestra Glasgow\, beschreitet seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Schauspieler Roman Knižka neue\, disziplinübergreifende Wege. So entstanden literarische Kammermusikabende\, die in der deutschsprachigen Konzertlandschaft einmalig sind\, etwa das Programm zum NS-Widerstand („Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“) oder die szenische Lesung zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland\, die das Ensemble mit dem Primo-Levi-Zitat „Es ist geschehen\, und folglich kann es wieder geschehen …“ betitelte. Im Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ blicken Roman Knižka und die fünf Musiker:innen auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zurück. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden\, berichten von der Entrechtung\, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime und gewähren Einblicke\, wie sich jüdisches Leben in Deutschland heute\, 80 Jahre nach Kriegsende\, gestaltet. \nVeranstalter:\nKulturamt Wetzlar\nDomplatz 8 | D 35578 Wetzlar\nTelefon: +496441 994101\nFax: +496441 994104\nmichaela.daniel@wetzlar.de\nwww.wetzlar.de
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SUMMARY:Die Vermessung der Demokratie
DESCRIPTION:Eine Lesung über das Leben und Wirken\nvon Wilhelm Leuschner\nMo.\, 15. September 2025\nBeginn: 19:00 Uhr\nKulturzentrum Waggonhalle\nRudolf-Bultmann-Straße 2A | D 35039 Marburg\nEintritt frei!\n—› Anmeldung obligatorisch!\n—› Mitfahrgemeinschaften von Wetzlar (siehe unten)\nDie Wilhelm-Leuschner-Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen\, die vom Ministerpräsidenten persönlich überreicht wird. Auch Straßen und Schulen sind nach Wilhelm Leuschner benannt. \nDoch wer war dieser Mann?\nWilhelm Leuschner war ein bedeutender Gewerkschafter\, Politiker\, hessische Innenminister und später Widerstandkämpfer gegen die Terrorherrschaft der Nazis. \nAls solcher war er Teil der Gruppe\, die das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 plante. \nIn einer neuen Regierung nach Hitlers Tod war Leuschner als Vizekanzler vorgesehen. Leuschner wurde jedoch gefangen genommen und am 29. September 1944 hingerichtet. \nWeitere Informationen zu W. Leuschner auf Wikipedia\nDie Akteure des Abends\nUm die Erinnerung an Wilhelm Leuschner und sein mutiges Wirken im Kampf für die Demokratie wachzuhalten\, hat der Schauspieler Jan Uplegger eine szenische Inszenierung seiner Biographie entwickelt. \n\n»Die zahlreich erschienene Hörerschaft erlebt historisch-politische Aufklärung auf hohem künstlerischen Niveau. Uplegger holt den todesmutigen Mann vom hohen Sockel einer in öffentlichen Ansprachen und Feiern vielbeschworenen Lichtgestalt\, lässt ihn zum Menschen aus Fleisch und Blut werden. Am Pult zitiert er aus Reden Leuschners der Jahre 1924 bis 1933. Nein\, Uplegger zitiert nicht\, spielt nicht: Er ist dieser Wilhelm Leuschner in seinem Pathos\, seiner Leidenschaft\, wie sie heutigen Politikern nicht mehr zur Verfügung stehen.Mit langanhaltendem Applaus endet die im besten Sinn bewegende Aufführung.« Quelle: Wetterauer Zeitung\, 12.11.2024 \n\nBild © Jan Upplegger \n\nUnterstützt wird Jan Uplegger dabei von Yumiko Tsubaki an der Violine und Maria Hinze am Klavier. \nDie Veranstalter:\n\nDGB-Kreis Marburg-Biedenkopf\nDGB-Region Mittelhessen\nMail: mittelhessen@dgb.de\nTel. in Gießen: +49-(0)641 – 9 32 78 – 0\nTel. in Marburg: 06421 – 2 30 60\nFriedrich-Ebert-Stiftung Hessen\n\nBei Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung wenden Sie sich gerne im Vorfeld an einen der Veranstalter oder an den Veranstaltungsort. \nDownload des Veranstaltungsposters [DIN A 4\, PDF]Download des Sharepics der Veranstalter [JPG-Grafik] \nMitfahrgelegenheiten von Wetzlar nach Marburg:\nLeider lässt das ÖPNV-Angebot in Mittelhessen keine gute Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr abends von Wetzlar nach Marburg und zurück zu. Deshalb bietet Wetzlar erinnert e.V. die Vermittlung von Fahrgemeinschaften an\, wenn jemand \n\nin seinem Wagen anderen die Mitfahrt anbieten\nkein eigenen Wagen hat und von jemand Anderen mitgenommen werden\n\nmöchte. Treffpunkt für alle:  \nAm ZOB in Wetzlar vorm Bahnhof an den Kurzzeitparkplätzen\nTreffpunkt 18:00 Uhr Abfahrt: 18:10 Uhr  \nHierzu bitte das nachfolgende Formular bis zum 14.09.2025 nutzen: \nBitte aktiviere JavaScript in deinem Browser\, um dieses Formular fertigzustellen.		\n			viel Für Mehrfachauswahl\n			\n		\n		Mehrfachauswahl *Ich kann andere Personen in meinem Wagen mitnehmenich habe keinen Wagen und möchte mitgenommen werdenFür Anbieter von MitfahrtenBitte Angaben dazu schreiben:\nKFZ-Kennzeichen:\nWie viel Personen kann ich noch mitnehmenRaucherautoNichtraucherautoRaucherautoFür nachfragende MitfahrerIch bin Nichtraucher*inIch bin Raucher*inGeschlecht *MännlichWeiblichDiversVorname *Nachname *E-Mail-Adresse *E-Mail-AdresseE-Mail bestätigenMobil-Nummer *Absenden
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SUMMARY:Aktion von wetzlar.solidarisch
DESCRIPTION:Die Geschichte von der Hyperinflation nach dem Ersten Weltkrieg\nPlünderungen in der Wetzlarer Altstadt Nov. 1923\nDie Intitiative wetzlar.solidarisch bot Gruppen\, Vereinen\, Organisationen und Ladengeschäften an\, am  \nSa.\, dem 27. September 2025\nzwischen 11:00 und 14:30 Uhr\nihre Geschichten zu erzählen:\nDie Idee dahiner: \n\nMitmachen und Geschichten teilen\nGeschichten erzählen- Geschichten hören\nMiteinander ins Gespräch kommen\nNach den gelungenen Aktionen »Gemeinsam durch die Krise(n)«\, »Junge Altstadt« und »Wetzlar isst bunt« bildeten am 27. September »Geschichten« das verbindende Element beim Altstadtfest. Um miteinander ins Gespräch zu kommen\, neugierig-interessiert und vorurteilsfrei zuhören zu können\, offen zu erzählen und dazu einzuladen\, erzählten Menschen und Gruppen von ihren Schicksalen\, Anliegen und Träumen. Hierdurch wurde die bunte Vielfalt unserer Stadtgesellschaft veranschaulicht und die Geschichten der Gruppen und Menschen geteilt. Ein gelungener Beitrag\, sich besser verstehen zu können\, Verständnis für Andere aufbringen zu können\, neue Perspektiven zu erkennen und Brücken zu bauen. \n\nIn den nachfolgenden Aufklappfeldern wird per Bild\, Wort und Film dokumentiert\, wie bereichernd es war\,  am 27. September 2025 durch die Altstadt von Wetzlar zu spazieren:  \nPer Mausklick eines der nachfolgenden Felder wählen: \nDokumentation durch hessencam (Video)\n\nDie Idee von wetzlar.solidarisch\nMitmachen und Geschichten teilen\nGeschichten erzählen- Geschichten hören\nMiteinander ins Gespräch kommen\nNach den gelungenen Aktionen »Gemeinsam durch die Krise(n)«\, »Junge Altstadt« und »Wetzlar isst bunt« bilden diesmal Geschichten das verbindende Element beim Altstadtfest. Wer miteinander ins Gespräch kommt\, neugierig-interessiert und vorurteilsfrei zuhört\, offen erzählt und dazu einlädt\, der erlebt die bunte Vielfalt unserer Stadtgesellschaft unmittelbar. Indem wir unsere Geschichten teilen\, tragen wir alle dazu bei\, uns besser zu verstehen\, Verständnis aufzubringen\, neue Perspektiven zu erkennen und Brücken zu bauen. \nWetzlar ist reich an Historie -Geschichte\, die unsere Stadt und unser Leben prägt. Und Wetzlar ist reich an Geschichten\, die Menschen mit dieser Stadt verbindet. Beim Altstadtfest 2025 haben Sie als Verein\, Unternehmen\, Gruppe\, Bürgerin und Bürger Gelegenheit\, Geschichten aus Ihrem Leben\, aus dem Leben Ihrer Organisation zu erzählen. Kleine und große Erlebnisse wollen wir gemeinsam beim Altstadtfest hörbar\, sichtbar und erlebbar machen. Erzählrunden sind dabei genauso willkommen wie die Performance durch Musik\, Theater\, Kunst\, Sport\, Literatur. Damit laden Sie die sicherlich wieder große Zahl der Gäste in der\nAltstadt ein\, sich auszutauschen\, eigene Geschichten beizusteuern\, nachzufragen und Wetzlar vielleicht mit anderen Augen zu sehen. \nWZ erinnert: »Die Hyperinflation und die Plünderungen 1923«\nIn Folge der Aufhebung des Brot- und Milchpreises bei der Geldentwertung 1923 wurde die Deutsche Mark so drastisch entwertet\, dass die Menschen sich nichts mehr von ihrem ausgezahlten Lohn kaufen konnten. In der Verzweiflung\, nicht mehr zu wissen\, wie die Menschen ihre Kinder ernähren können\, haben sie in der letzten Oktobernacht auf den 1. November die Lebensmittelgeschäfte in Wetzlars Altstadt geplündert. \nDer Verein Wetzlar erinnert e.V. verfügt über Bilder\, die die zerstörten Fassaden der Wetzlarer Ladengeschäfte und eine aufgebrachte Menschenmenge zeigen. Großformatig werden diese Bilder vor die heute dort befindlichen Geschäfte am Eisenmarkt und in der Silhöferstraße gestellt. Zudem gibt es ein Ratespiel zur Frage\, warum die Fensterläden mit Bretterverschlägen verdeckt wurden. \n\nWZ erinnert: Das Schicksal von Rosa Best\n1943 erhielt Rosa Best eine Vorladung von den NS-Behörden in Frankfurt. Sie war die Tochter von Josef und Berta Lyon und wie Wilhelm Best – wie auch ihre Kinder Gisela und Ilse – evangelisch getauft. Nach den NS-Rassegesetzen galt Rosa Best aber als Jüdin und wurde nach den Beschlüssen der Wannsee-Konferenz ermordet. Ihre Eltern wurden schon 1942 nach Theresienstadt verschleppt und dort ermordet. Sie selbst blieb zunächst verschont\, weil sie nach den Rassengesetzen in einer »priveligierten Mischehe« lebte. Ihr Mann erhielt wenige Wochen später aus dem KZ Auschwitz per Brief die Nachricht\, dass seine Frau an Lungenentzündung gestorben sei. Die Kinder sollten Ende März 1945 auch in ein Vernichtungslager gebracht werden. Die Amerikaner\, die am 29. März Wetzlar besetzten\, fanden in der NSDAP-Kreisleitung (Sitz: Buderus-Villa) den Befehl zum Abtransport von Gisela (11 Jahre) und Ilse (7 Jahre). \nDie Tochter von Rosa Best\, Gisela Jäckel\, wird vom Schicksal ihrer Mutter erzählen. Sie geht heute in Schulen und Konfirmandenstunden\, um von dem Schicksal ihrer Großeltern und ihrer Mutter zu erzählen. Und davon\, wie sie selbst als »Judenmädchen« beschimpft und ausgegrenzt wurde. Sie ist Ehrenmitglied von Wetzlar erinnert e.V.. Sie wird am Mikrophon auf dem Eisenmarkt um 12:30 Uhr ihre Geschichte erzählen. Danach erfolgt eine Blumenniederlegung am Stolperstein\, der zu Ehren von Gisela Best vor dem Haus Krämerstraße 17 liegt. \n\nWNZ-Bericht von Lothar Rühl über das AltstadtfestFlyer der Aktion »Wetzlar – erzähl – Deine Geschichten« PDF DIN A-5Handzettel zum Ratespiel »Hyperinflation 1923« WZ-solidarischAusschreibung der Aktion »Wetzlar – erzähl – Deine Geschichten«
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