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SUMMARY:Wege in die Vernichtung
DESCRIPTION:Ein Themenabend zur\nEntstehung und Struktur der NS-»Euthanasie«\nmit Katharina Hruschka\nDonnerstag\, 9. April 2026\, 19:30 Uhr\nin der Alten Aula\nObertorstr. 20 | D 35578 Wetzlar\nEintritt frei\nEine Kooperationsveranstaltung mit dem \n \nHinweis:\nDieser Themenabend dient auch zur inhaltlichen Vorbereitung der zwei Tage später stattfindenden Exkursion am 11.04.2026 in die Gedenkstätte Hadamar. \nEinzelheiten zur Gedenkstättenfahrt nach Hadamar am 11.04.2026\nZum Thema Euthanasie\nGewünschtes Aufklappfeld per Mausklick öffnen \nZur Referentin: \nBild © Stadt Wetzlar / Katharina Hruschka \nKatharina Hruschka\nist Museumspädagogin im Team der Städtischen Museen in Wetzlar. Sie wird die Einführung in das Thema leisten.Euthanasie • Eine Begriffserklärung \nDieses Wort kommt aus dem Alt-Griechischen und meint eigentlich »Sterbehilfe«.\nIn Deutschland wird der Begriff »Euthanasie« aber nicht im Zusammenhang mit »Sterbehilfe« genutzt. \nMan bezeichnet damit vielmehr ein Verbrechen während der NS-Zeit.\nWährend der Herrschaft der Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 wurden viele Schwerstkranke\, behinderte oder unheilbar kranke Menschen\, darunter auch Kinder und alte Menschen\, auf staatlichen Befehl hin getötet. In der verbrecherischen\, völkischen Sicht der deutschen Faschisten handelte es sich bei diesen Menschen um »unwertes Leben«. \nDie Faschisten haben diese Verbrechen als »Euthanasie« bezeichnet. \nDie NS-Hetze vom »unwerten« Leben«\nIm Menschenbild der Nazis – einer Mischung aus rassistischer Ideologie\, Anti-Humanismus und zynischer Menschenverachtung – wird das Leben nach ökonomischen Kriterien beurteilt. \nWer den Normen und Werten des NS-Staates nicht entspricht\, läuft Gefahr\, nicht mehr als nützlich für die Volksgemeinschaft – als Volksschädling – eingestuft zu werden. Psychisch Kranke und Anstaltsinsassen gelten zunehmend als »Ballastexistenzen«\, die zu beseitigen sind. \nAuf Anordnung Hitlers wurde die Ausrottung »lebensunwerten Lebens« im Oktober 1939 offiziell verfügt. Vom »Gnadentod« ist zynisch die Rede\, tatsächlich jedoch werden zigtausend Menschen ermordet – durch Medikamente\, Nahrungsentzug oder quälende medizinische Tests. Auch in Wetzlar fallen Kinder und Erwachsene der »Euthanasie« zum Opfer. \nÜber die in der Berliner Tiergartenstraße 4 („T4“) eingerichtete Zentralverwaltung wird die Selektion der Opfer per Meldebogen und ihr Abtransport in eine der berüchtigten Vernichtungsanstalten Hadamar\, Grafeneck\, Sonnenstein\, Brandenburg\, Bernburg und Hartheim koordiniert. \nHetzpropaganda in den NS-Schulbüchern\nUm das völkische Menschen- und Gesellschaftsbild in der Bevölkerung zu verankern\, wurden vor allem die Jüngsten der NS-Propaganda schon in den Schulen ausgesetzt. \nIn den NS-Mathematik-Büchern wurden nun z.B. Dreisatz-Aufgaben als Textaufgaben wie folgt gestellt: »Ein Erbkranker kostet bis Erreichung des 60. Lebensjahres im Durchschnitt 50.000 RM. Wie viel Wohnungen kann man von diesem Geld für Deutsche Familien bauen\, die im Schnitt 6.000 RM kosten?« \n\nQuelle: Bundesarchiv Berlin • Montage verschiedener Bilder durch Wetzlar erinnert e.V.  \nTodesfabriken im 3. Reich\nDie »Todesfabriken der Euthanasie« während der NS-Zeit waren zentrale Tötungsanstalten im Rahmen der euphemistisch als »Aktion T4« bezeichneten systematischen Massenmorde an Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen. \nEs gab sechs Hauptanstalten im damaligen Reichsgebiet\, in denen die Opfer durch Gas ermordet und anschließend verbrannt wurden\, um die Spuren der Verbrechen zu verwischen: \n\nBernburg (Sachsen-Anhalt)\nBrandenburg a.d. Havel (Brandenburg)\nGrafeneck (Baden-Württemberg)\nHadamar (Hessen)\nHartheim (Österreich\, damals Reichsgau Oberdonau)\nPirna-Sonnenstein (Sachsen)\n\nDie »Patienten« wurden in den grauen T4-Bussen abgeholt\, in diese Vernichtungsanstalten fuhren und dort – noch in den Bussen – getötet wurden\, in dem man die Autoabgase bei laufendem Motor in den luftdichtversiegelten Innenraum der Busse leitete. Später ließ man die Menschen in den Tötungsanstalten aussteigen und tötete sie nach Ihrer Registratur in als Duschräume getarnte Gaskammern. Die Leichname wurden anschließend in Krematorien verbrannt. Diese Tötungsmaschinerie verlief wie am Fließband. \nEuthanasieopfer aus Wetzlar\nHierüber ist bisher wenig bekannt und ein weiteres Forschungsgebiet unseres Vereins. \n2025 wurde einer von insgesamt 19 Stolpersteinen für Elisabeth Debus verlegt\, die zunächst in die Anstalt Scheuern und von dort am 01.07.41 nach Hadamar verlegt wurde\, wo sie am 01.07.1941 ermordet worden ist. \nAm 13.04.2024 werden in Wetzlar 29 weitere Stolpersteine verlegt. Hierunter einer zu Ehren von Emilie Theiß\, geb. Hahn\, die am 7. April 1866 in Löhnberg geboren wurde. Ihr letzter frei bestimmter Wohnort war in der Gürtlergasse \, Wetzlar. Sie ist ein weiteres Opfer der Euthanasie-Verbrechen\, wurde wegen »Wahnideen« am 26. September 1933 in die Landesheilanstalt Herborn eingeliefert\, wo sie bis zu ihrem Tode am 16. Dezember 1936 war. Laut ihrer Patientenakte ist sie an »Grippe-Pneumonie« am 16.12.1936 verstorben. Ihre Patientenakte wurde auffällig mit einem großen »E« versehen\, welches unter der Überschrift »Landesheil- und Pflegeanstalt Herborn« gestempelt worden war. Das »E« steht für Euthanasie. \nWetzlar erinnert e.V. wird sich darum bemühen\, dass für weitere Opfer der Euthanasieverbrechen aus unserer Stadt Stolpersteine verlegt werden.
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SUMMARY:Gedenkstättenfahrt 2026 nach Hadamar
DESCRIPTION:Halbtagsexkursion nach Hadamar\nFührung durch die Gedenkstätte\n»Von der Landesheil- und Erziehungsanstalt zur Euthanasie-Anstalt«\nEine Busfahrt am\nSamstag\, 11. April 2026\nzwischen 13 und 19 Uhr\nTeilnehmer*innenbeitrag:\n• 25 Euro für Mitglieder beider Vereine\n• 30 Euro für sonstige Interessierte \nEine Kooperationsveranstaltung mit dem: \n \nHinweis:\nVor dieser Fahrt dient am Donnerstag zuvor\, dem 09.04.2026\, der Themenabend »Wege in die Vernichtung – zur Entstehung und Struktur der NS-»Euthanasie« mit Katharina Hruschka in der Alten Aula. \nVortrag: »Wege der Vernichtung« am Do.\, 09.04.2026Einzelheiten zu dieser Fahrt:\nGewünschtes Aufklappfeld per Mausklick öffnen \nDie Gedenkstätte\nDie 1983 gegründete Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen befindet sich auf dem heutigen Gelände der Vitos Klinik Hadamar. Zwischen 1941 und 1945 wurden in der damaligen Landesheilanstalt etwa 15.000 Menschen ermordet. \nIn einer ersten Phase tötete man 1941 über 10.000 psychisch kranke und geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen in einer Gaskammer und äscherte ihre Leichen sofort ein. \nZwischen 1942 und 1945 wurden in einer zweiten Phase neben Psychiatriepatienten und -patientinnen auch tuberkulosekranke Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern\, »halbjüdische« Fürsorgezöglinge\, durch Bomben im Luftkrieg Geschädigte sowie psychisch traumatisierte Wehrmachts- und SS-Soldaten ermordet. Die etwa 4.500 Opfer starben an überdosierten Medikamenten\, Mangelernährung und vorenthaltener medizinischer Versorgung. Ihre Leichen begrub man ab 1942 auf einem neu eingerichteten Anstaltsfriedhof in Massengräbern. \nZum Gedenken an die NS-»Euthanasie«-Opfer wurde 1953 ein Relief in der Eingangshalle der damaligen Landesheilanstalt eingeweiht. Es handelt sich dabei um das älteste Mahnmal für diese Opfergruppe in Deutschland. \nZentrale Bereiche der Gedenkstätte sind heute die historische Busgarage als einziges noch erhaltenes Denkmal seiner Art\, die historischen Kellerräume (mit der ehemaligen Gaskammer\, dem Sezierraum und den Standorten der Krematorien aus der Zeit von 1941) und der Anstaltsfriedhof\, der bereits seit 1964 in eine Gedenklandschaft umgewandelt wurde. \nEine Ausstellung über die NS-»Euthanasie«-Verbrechen berücksichtigt individuelle Opferschicksale ebenso wie Täterbiographien und schließt auch die Nachkriegsgeschichte mit ein. \nWeitere Informationen auf der Website der Gedenkstätte: \nWebsite der Gedenkstätte Hadamar\nProgramm\nFahrt mit einem Reisebus nach Hadamar\nZustiege in den Reisbus bei der Hinfahrt ab Wetzlar: \n\n13:00 Uhr Altstadt/Stadthalle\,\n13:05 Uhr Leitzplatz\n13:10 Uhr Bahnhof/Zentraler Omnibbus Bahnhof (ZOB)\n\n14:00 Uhr Führung durch die Gedenkstätte Hadamar \nVor derRückfahrt nach Wetzlar: \nBesichtigung des Mahnmals in der Stadt  \nRückfahrt mit dem Reisebus nach Wetzlar: \n18:00 voraussichtliche Rückkehr am ZOB. \nLeitung der Fahrt:\nDieter Kositschik (Schatzmeister des Wetzlarer Geschichtsvereins e.V.) \nTeilnahmebedingungen\nKosten für Fahrt und Führung:  \n\nVereinsmitglieder: 25\,00 €\,\nWeitere Interessierte: 30\,00 €\n\nFür die verbindliche Anmeldung und Bezahlung zur Mitfahrt gibt es wzei Möglichkeiten: \n1. Entweder bei der  \nSchnitzlersche Buchhandlung\nWeißadlergasse 5 | D 35578 Wetzlar \nTel: +49 – 6441 – 45 101\n—› Mail senden? \nÖffnungszeiten:\nMo. – Fr.: 10:00 – 18:00 Uhr\nSa.: 10:00 – 14:00 Uhr \nWebsite der Buchhandlung\n2. Mit Hilfe des nachfolgenden Online-Forumlars:  \n Anmeldeformular für die Gedenkstättenfahrt:\nBitte aktiviere JavaScript in deinem Browser\, um dieses Formular fertigzustellen.Gedenkstättenfahrten / Datum *Sa.\, 11. April 2026 zur Gedenkstätte HadamarZustieg in den Reisbus um13:00 Uhr Haltestelle Wetzlar Altstadt/Stadthalle13:05 Uhr Haltestelle Leitzplatz13:10 Uhr Bahnhof/Zentraler Omnibbus Bahnhof (ZOB)Anrede *Vorname *Nachname *Vereinsmitgliedschaft zur PreisbetimmungIch bin Mitglied des Wetzlarer Geschichtsvereins und bringe die 25€ abgezählt mitIch bin Mitglied des Vereins Wetzlar erinnert e.V. und bringe die 25€ abgezählt mitIch bin in beiden Vereinen Mitglied und bringe die 25€ abgezählt mitIch bin NICHT Mitglied in einem der beiden Vereine und bringe die 30€ abgezählt mitE-Mail-Adresse *Mobil-Nummer *BeeinträchtigungenBei Bedarf: Besondere Interessen\, Hinweise\, Anliegen usw::DSGVO-Einverständnis *Ja\, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden\, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage genutzt.Pflichtfelder müssen vor dem Absenden ausgefüllt werden und sind mit einem * gegenzeichnet.EmailAbsenden  \nÜbersicht zu Gedenkstättenfahrten
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SUMMARY:Neue Stolpersteinverlegung
DESCRIPTION:Stolpersteinverlegungen in Wetzlar\n3. Verlegung am Mo.\, 13. April 2026\nTrotz des schlechten Wetters haben sich am 13.04.2026 über 100 Menschen am Anfang der Fußgängerzone der Bahnhofstraße\, gegenüber dem Forum in Wetzlar versammelt. Sie möchten mit dabei sein\, wenn die ersten sieben der insgesamt an diesem Tag zu verlegenden 28 neuen Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer der Nazifaschisten in Wetzlar verlegt werden. Danach wurden weitere vier Standorte in der Innenstadt angesteuert\, um die Steine in das Gehwegpflaster einzufügen. \nOberbürgermeister Manfred Wagner begrüßte neben dem Kölner Künstler Gunter Demnig alle Anwesenden und erläuterte\, warum zum dritten mal in unserer Stadt Stolpersteine verlegt wurden. Außerdem begrüßte er den aus New York angereisten Jazzmusiker Ted Rosenthal\, der mit seiner Frau Lesley der Steineverlegung in der Bahnhofstraße beiwohnt. Es geht um seine Familienangehörige von denen\, bis auf seinen Vater Erich\, alle ermordet wurden sind. Wagner begrüßt auch die Goetheschüler*innen und deren Schulleitung\, die die neue Stolpersteinverlegung bei einem Gespräch vor neun Monaten mit dem OB in Gang gesetzt hatten. \nDie Veranstaltung endet am Geilberg gegen 14:30 Uhr\, nachdem dort die letzten beiden Steine für das Ehepaar Sauer verlegt worden sind. \nDen ganzen Ablauf\, Presseberichte und eine Fotostrecke von der Verlegung finden Sie in den nachfolgenden: \nDetaillierter Ablaufplan der Steinverlegung:\n(gewünschte Details durch Mausklick öffnen) \n10:00 Uhr: Bahnhof-/Ecke Bannstraße • Verlegung Familien Rosenthal\nZusammenkunft\nAlle Gäste trafen sich um 10.00 Uhr am ersten Verlegeort\,\nam Ende der Bahnhofstraße / Ecke Bannstraße 1\, (Fußgängerüberweg Richtung Forum) 35576 Wetzlar.\nNach einer kruzen Einführung fand dort die Verlegung der ersten sieben Stolpersteine statt: \n\nBegrüßung durch Oberbürgermeister Manfred Wagner\nRedebeiträge der Tafelstifter aus der Goetheschule und des Künstlers Gunter Demnig\nGebet durch Rabbiner Shimon Grossberg\nMusikbeitrag von Jörn Martens (Musikschule Wetzlar)\n\nVerlegung von sieben Stolpersteinen für die Familien Rosenthal: \nTheodor Rosenthal\n* 1881 | † 1938 in Frankfurt a.M. \nHertha Rosenthal (geb. Landau)\n* 1888 | † 1942 in der Region Lublin \nSohn: Erich Rosenthal\n* 1912 | † 1995 in New York \nBernhard Rosenthal\n* 1883 | † 1942 in der Region Lublin \nMinna Rosenthal (geb. Landau)\n* 1896 | † 1942 in der Region Lublin \nSohn: Ernst Rosenthal\n* 1923 | † 1942 in Majdanek \nTochter: Gerda Rosenthal\n* 1930 | † 1942 in der Region Lublin \n\nStifter der Steine:\nGoetheschule Wetzlar \nEinleitende Worte durch OB Manfred Wagner\nRede zu Beginn der 3. Stolpersteinverlegung am 13.04.2026 \nEs gilt das gesprochene Wort \nSehr geehrte Damen und Herren\,\nnach der musikalischen Einstimmung durch Herrn Jörn Martens darf ich Sie alle zur Verlegung weiterer Stolpersteine in Wetzlar willkommen heißen. Ich freue mich\, dass wir diesen besonderen Moment miteinander teilen. \nGerne spreche ich einzelne Persönlichkeiten ganz besonders an: \n\nVerehrte Nachfahren und Angehörige der Persönlichkeiten\, für die wir heute weitere Stolpersteine verlegen\, namentlich nenne ich die Angehörigen der Familien Rabow und Rosenthal. Besonders ansprechen möchte ich Herrn Ted Rosenthal\, der die weiteste Anreise aus den Vereinigten Staaten hatte und den ich mit seiner Gattin herzlich begrüße.\nSehr geehrter Herr Deming mit dem Team der Stolperstein-Initiative\,\nliebe Mitwirkende an der heutigen Verlegung von Stolpersteinen und verehrte Patinnen und Paten für die einzelnen Steine\, allen voran die Schülerinnen und Schüler der Goetheschule mit den Vertreterinnen und Vertretern der Schulleitung\,\nwerte Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrates der Stadt Wetzlar\,\nsehr geehrte Damen und Herren\, liebe Wetzlarerinnen und Wetzlarer\,\n\nwir stehen heute zusammen\, um 28 weitere Stolpersteine in unserer Stadt zu verlegen. \nWir machen sichtbar\, was andere unsichtbar machen wollen. \nEs ist die dritte Aktion dieser Art in Wetzlar. \n2009 wurden die ersten sechs Steine auch ob der Initiative von Karsten Porezag gesetzt\, 2015 folgten weitere 19 Steine. \nHeute führen wir diese Linie fort\, schließen wir weitere Lücken – mit Ernsthaftigkeit\, mit Achtung und mit der klaren Botschaft gegenüber den Menschen\, die aus unserer Stadt vertrieben wurden\, die ermordet wurden und die verschollen sind. \nVor Ihnen verneigen wir uns in Demut: Ihr gehört zu uns. Eure Geschichte ist ein Teil unserer Stadtgeschichte\, die niemals in Vergessenheit geraten darf. \nMit den Stolpersteinen – in der Regel eingelassen vor den Wohnhäusern\, in denen die Menschen vor ihrer Festnahme\, Flucht oder Deportation gelebt haben – holen wir Schicksale zurück an die Orte\, von denen die Menschen durch Gewalt\, Verfolgung und Mord schonungslos getrennt wurden. \nWir machen Lebensgeschichten sichtbar und spürbar. \nIndem wir ihre Namen verlesen\, indem wir ihre Lebensgeschichten in Erinnerung rufen\, indem wir innehalten\, indem wir nachdenken – und uns aufgefordert fühlen\, uns mit unserer Geschichte weiter zu befassen\, verweigern wir dem Vergessen den Raum. \nDass wir heute zum dritten Mal Stolpersteine in unserer Stadt verlegen können\, ist Ausdruck einer gewachsenen Erinnerungskultur und eines starken bürgerschaftlichen Engagements. \nDieser Weg war nicht immer fadengerade. \nSich für die Verlegung von Stolpersteinen als besondere Form des Wachhaltens der Erinnerung an jeden einzelnen Menschen zu öffnen\, der in der Zeit der NS-Diktatur gedemütigt\, entrechtet oder ermordet wurde\, war anfänglich auch in der Stadtpolitik nicht unumstritten. \nDas zeigt schon die Zahl Sechs – die Zahl der 2009 erstmalig verlegten Steine. \nDamals setzte man die ausdrückliche Zustimmung der Angehörigen und Nachfahren voraus. Damit blieben die Menschen außen vor\, für die keine Angehörigen ermittelt werden konnten. \nIn meinen Augen durfte man jedoch\, in den Fällen\, in denen Angehörige nicht ermittelt werden konnten\, nicht unterstellen\, dass sie -wären sie noch zu kontaktieren gewesen – einer Verlegung ablehnend gegenübergestanden hätten. \nMit dieser veränderten Betrachtungsweise konnten wir 2015 weitere Steine verlegen – darunter auch einen Stolperstein für ein Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde. \nBesonders hervorheben möchte ich heute die Recherchearbeiten der Goetheschule Wetzlar über ihre früheren Schüler\, so auch über  Erich und Ernst Rosenthal sowie über Hans Stern. \nAus dieser Arbeit erwuchs u.a. die Initiative\, die Verlegung weiterer Stolpersteine anzuregen. \nDiese Anregung haben wir gerne aufgegriffen und auch jene Fälle erneut betrachtet\, in denen es bei den vorangegangenen Verlegungen nicht möglich war\, einen Stein zu legen. \nHeute setzen wir 28 weitere Steine. \nIn diese Verlegung binden wir auch Ernst Jakob Sauer und seine Ehefrau Bertha Sauer ein. \nErnst Jakob Sauer wurde am 27. März 1945\, also zwei Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner in unserer Stadt verhaftet\, weil er an seinem Haus ein Schild mit der Aufschrift angebracht hatte: „Schütze mein Haus. Wir sind keine Nazis. Wir begrüßen die Befreier.“ \nAuf Befehl des Kreisleiters der NSDAP\, Wilhelm Haus\, wurde Ernst Jakob Sauer am Tag seiner Verhaftung am alten Friedhof erhängt. Sein Name\, sein Mut und sein Schicksal mahnen uns. \nAnrede \n\n»Zukunft braucht Herkunft.« \n\nSo hat es Odo Marquardt ausgedrückt\, der an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Philosophie lehrte. \nMit dieser Verlegung weiterer Stolpersteine und mit Ihrer aller Unterstützung bauen Sie – bauen wir alle – mit an dem Denkmal\, das Gunter Demnig seit 1992 in Deutschland und in nahezu 30 Ländern Europas mit der Verlegung von Stolpersteinen als Teil der europäischen Erinnerungskultur geschaffen hat und fortwährend – so wie heute in Wetzlar – erweitert. \nGemeinsam stiften wir Bewusstsein für unsere Herkunft – ein Bewusstsein\, das für die Gestaltung unserer Zukunft unverzichtbar ist\, wenn wir Artikel 1 unseres Grundgesetzes \n\n»Die Würde des Menschen ist unantastbar« – \n\nnicht nur bewahren\, sondern nachhaltig gewährleisten wollen. \nUnser Grundgesetz ist als Gegenentwurf zum Nationalsozialismus konzipiert und es gilt mehr denn je dafür einzustehen\, dass die Achtung des Menschen und nicht eines bestimmten Volkes\, Landes oder Weltbildes\, so wie im Nationalsozialismus im Zentrum steht. \nJeder Mensch hat einen Eigenwert\, den er sich gerade nicht erst durch bestimmte Leistungen oder Eigenschaften verdienen muss. Damit stellt sich das Grundgesetz gleich zu Beginn mit Artikel 1 gegen die Entmenschlichung\, der vor allem jüdische Menschen\, aber auch andere Minderheiten zwischen 1933 und 1945 ausgesetzt waren. \nAn dieser Stelle möchte ich danken: \n\nGunter Demnig\, dessen künstlerische Idee der Stolpersteine der dezenteste und zugleich eindringlichste Erinnerungsort Europas geworden ist – ein Denkmal\, das zu uns spricht\, indem es uns innehalten lässt.\nRabbiner Shimon Grossberg\, der gleich zu uns sprechen und an jeder Verlegestelle ein Gebet rezitieren wird und damit dem Gedenken eine geistliche und tröstliche Dimension geben wird.\nJörn Martens\, der den Auftakt der heutigen Stolpersteinverlegung musikalisch umrahmt und dem Erinnern eine klingende Sprache schenkt.\nallen\, die uns die Vita der Persönlichkeiten vortragen\, für die wir heute Steine verlegen\, und deren Stimmen das Leben\, die Biografien und die Würde hörbar machen.\nall denjenigen\, die Patenschaften für die Stolpersteine übernommen haben und damit Verantwortung und Verbundenheit zeigen.\n\nGanz besonders danke ich dem Verein »Wetzlar erinnert e.V.«\, stellvertretend nenne ich Irmi und Ernst Richter\, der diese und andere Aktivitäten einer gelebten Erinnerungskultur immer wieder initiiert und mit großem Engagement begleitet. \nDer Verein legt zur heutigen Verlegung ein Kompendium vor\, in dem die Lebensgeschichten all derer dargestellt sind\, für die in ihrer Heimatstadt Wetzlar Stolpersteine als kleine Denkmäler verlegt sind. \nDiese Schrift ist kostbar – für unsere Stadt\, für unsere Schulen\, für Familien\, für alle\, die fragen\, wer wir sind und woher wir kommen. \nMein Dank gilt auch dem Historischen Archiv unserer Stadt\, das von Anbeginn an die Verlegung der Stolpersteine fachlich begleitet hat\, dem Team des Magistratsbüros der Stadt Wetzlar\, ohne dessen Engagement die Verlegung von weiteren 28 Steinen am heutigen Tage nicht möglich gewesen wäre\, sowie dem Team des Stadtbetriebsamtes\, das die Setzung der Steine tatkräftig begleitet. \nLiebe Anwesende\,\ndie Stolpersteine sind klein an Gestalt – und groß in ihrer Wirkung. \nSie fordern uns auf\, den Blick zu senken\, um das Herz zu öffnen. Sie erinnern uns daran\, dass Geschichte nicht anonym ist. Sie trägt Namen. Sie hatte Wohnungen\, Nachbarinnen und Nachbarn\, Schulwege\, Hoffnungen und Träume. Indem wir diese Namen bewahren\, geben wir den Menschen ein Stück ihrer Würde zurück – und wir stärken zugleich unsere eigene. \nIch wünsche mir\, dass wir auch in Zukunft noch weitere Opfer der NS-Zeit aus Wetzlar und unseren Stadtteilen würdigen und ihre besondere Geschichte im Gedächtnis unserer Stadt lebendig halten können. \nDenn unsere Stadtgesellschaft wächst\, wenn sie erinnert. Und sie wird wehrhaft\, wenn sie aus der Erinnerung handelt. \nMöge jeder einzelne Stein\, den wir heute verlegen\, uns mahnen – zu Mitmenschlichkeit\, Zivilcourage und zur Verteidigung der unantastbaren Würde eines jeden Menschen. \nIch danke Ihnen. \nCa. 10:50 Uhr Verlegung für Familie Stern • Brückenstraße 5\nVerlegung von vier Stolpersteinen für die Familie Stern: \n\nHeinrich Stern\n* 1876 | † 1937 in Frankfurt a.M.\nKlara Stern (geb. Jessel)\n* 1885 | † 1941 in Kaunas Fort IX\nSohn: Ernst Stern\n* 1910 | † 1989 in Frankfurt a.M.\nSohn Hans Stern\n* 1919 | † 1997 in London\n\nBeschreibung der Schicksale der Familienmitglieder durch die Stifter der Steine; \nStifter*innen der Steine:\nBarbara und Hans Joachim Deiker\, Wetzlarer Geschichtsverein e.V.\, Luisa Goldstein \nca. 11:30 Uhr Verlegung für Familie Jessel • Langgasse 44\nVerlegung von drei Stolpersteinen für die Familie Jessel: \n\nMoritz Jessel\n* 1882 | † 1944 in Auschwitz\nChristine Jessel (geb. Büttner)\n* 1891 | † 1966 in Erbach\nLore Brück (geb. Jessel)\n* 1924 | überlebte\n\nBeschreibung der Schicksale der Familienmitglieder durch die Stifter der Steine \nStifterinnen der Steine:\nOmas gegen Rechts\, Wetzlar \nca. 12:00 Uhr Verlegung für Familie Rabow • Lahnstraße 34\nVerlegung von sieben Stolpersteinen für die Familie Rabow \n\nGeorg Rabow\n* 1891 | † 1942 in Frankfurt a.M.\nMargarethe Rabow (geb. Staaden)\n* 1895 | Ü 1990 in Wetzlar\nund den fünf Söhnen:\nHeinrich Georg Rabow\n* 1920 | † 1998 in NRW\nOskar Emil Rabow\n* 1922 | † 1949 in Gießen\nWalter Friedrich Rabow\n* 1923 | † 2004 in Wetzlar\nHans Joachim Rabow\n* 1924 | † verstorben\nErnst Ludwig Rabow\n* 1926 | † verstorben\n\nStifter*innen der Steine: Sybille Weißschädel\, Margarete Rabow\, Kerstin Inga und Prof. Dr. Michael Böcher mit Jan Moritz Böcher und Nick Jari Böcher\, Dagmar Beyer und Andrea Neischwander\, Cornelia Sieber \nca. 12:30 Uhr Verlegung für Familie Davidsohn • Weißadlergasse 1\nVerlegung von fünf Stolpersteinen für die Familie Davidsohn: \n\nGeorg Davidsohn\n* 1876 | überlebte in Argentinien\nAgnes Davidsohn (geb. Rabow)\n* 1881 | † 1962 in Buenos Aires\nKurt Davidsohn\n* 1905 | † 1987 in Buenos Aires\nHeinz Davidsohn\n* 1912 | † 2001 in Buenos Aires\nLotte Rosenberg (geb. Davidsohn)\n* 1912 | † 2006 in Argentinien\n\nStifter der Steine: Wetzlarer Geschichtsverein e.V. \nca. 13:30 Uhr Verlegung für das Ehepaar Sauer • Am Geilberg 4\nVerlegung von zwei Stolpersteinen für das Ehepaar Sauer: \n\nErnst Jakob Sauer\n* 1880 | † 1945 in Wetzlar\nBertha Sauer (geb. Walter)\n* 1884 | drangsaliert\, überlebt\n\nTafelstifter*innen: Klaus und Sigrid Kirdorf\, Irmtrude und Ernst Richter \nAbschließende Worte des OB Manfred Wagner\nEs gilt das gesprochene Wort \nLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger\, liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt\,\nheute haben wir 28 weitere Stolpersteine in den Straßen unserer Stadt verlegt. \nIch möchte – nachdem wir nun die letzten Steine der diesjährigen Aktion gesetzt haben – meinen tief empfundenen Dank zum Ausdruck bringen. \nDank an alle\, die an der Verlegung teilgenommen haben und die sie möglich gemacht haben: den Initiativen und Vereinen\, den Schulen\, den städtischen Ämtern\, den Archiven\, den Spenderinnen und Spendern\, den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen\, den Familienangehörigen\, allen Engagierten\, die mit Geduld\, Sorgfalt und Herzblut zu diesem Tag beigetragen haben. \nSie alle haben geholfen\, das sichtbar zu machen\, was andere unsichtbar machen wollten und wollen. \nJeder einzelne Stein ist mehr als Messing und Beton. \nEr ist ein leuchtendes Erinnerungszeichen im Alltag\, eine namentliche Unterbrechung der Gewohnheit\, ein Innehalten auf dem Weg zur Arbeit\, zur Schule\, zum Einkauf. \nEr sagt uns: Hier lebte ein Mensch. Hier wurden Träume geträumt\, hier gab es Liebe\, Arbeit\, Streit\, Hoffnung – und auch hier begann das Unrecht\, das Vertreibung\, Entrechtung und Mord zur Folge hatte. \nIndem wir diese Namen in den Straßen unserer Stadt verankern\, verankern wir auch unsere Verantwortung für unsere Gegenwart und für das\, was aus ihr für unsere Zukunft erwächst. \nDie Stolpersteine sind Steine des Gedenkens – und zugleich Steine des Gewissens. Sie fordern uns heraus\, Fragen zu stellen: Wer war dieser Mensch? Was hat ihm die Nachbarschaft bedeutet? Wer schaute zu\, wer half\, wer schwieg? \nUnd sie geben uns die Möglichkeit zu antworten:\nmit Respekt\, mit Anteilnahme\, mit dem Versprechen\, aus der Geschichte Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten. \nMein Dank gilt allen\, die Recherche betrieben\, Anträge geschrieben\, Gespräche geführt\, Genehmigungen eingeholt\, Spenden gesammelt\, Unterricht gestaltet\, Biografien aufgeschrieben und heute mit uns die Steine verlegt haben. \nSie alle haben daran mitgewirkt\, dass Erinnerung nicht abstrakt bleibt\, sondern einen Ort hat – direkt vor unseren Türen. \nMöge diese Reihe von 28 weiteren Steinen nicht nur ein Kapitel in der Geschichte unserer Stadt sein\, sondern ein lebendiger Auftrag: für Zivilcourage\, für Respekt\, für das Hinsehen statt dem Wegsehen. \nMögen unsere Straßen zu Wegen der Erinnerung werden\, auf denen wir lernen\, einander in unserer Vielfalt zu achten. \nIch danke Ihnen von Herzen – für Ihren Einsatz\, für Ihre Zeit\, für Ihre Haltung. \nLassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen\, dass diese auf den Stolpersteinen verzeichneten Namen klingen\, dass ihre Biografien erzählt werden\, dass aus Erinnerung Haltung wächst. \nDanke. \nAnmerkungen\nAnmerkungen \nDer Künstler\, Herr Gunter Demnig\, hat die Verlegungen an den ersten drei Orten mit einem Mitarbeiter selbst durchgeführt. Da er leider nur ein Zeitfenster von 10:00 – 12:00 Uhr in Wetzlar hatte\, wurden alle weiteren Stolpersteine durch Mitarbeiter des Stadtbetriebsamtes/Tiefbauamtes verlegt. \nHinweis:Rot markierte Todesdaten bedeuten\, dass diese Menschen nachweislich durch den NS-Staat ermordet worden sind. \nFotostrecke von der Verlegung am 13.04.2026\nWNZ-Ankündigung der Stolperstein-Verlegung am 13.04.2026 WNZ-Bericht von der Stolperstein-Verlegung am 13.04.2026 Zurück zu »Stolpersteine in Wetzlar«
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SUMMARY:Ted Rosenthal Trio • Konzert in Gießen
DESCRIPTION:Ted Rosenthal-Trio \nder New Yorker Jazz-Pianist gibt mit seinem Trio ein Konzert \nAm Di. 14.04.2026\, 20:00 Uhr\nKonzertsaal des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik\nder Justus-Liebig-Universität Gießen\nKarl-Glöckner-Straße 21D | 38390 Gießen\nDer Eintritt ist frei\nDer Jazz-Pianist und Komponist Ted Rosenthal aus New York City gibt am Dienstag\, 14.04.2026 mit seinem Trio ein Konzert in Gießen. Rosenthal ist zu Gast auf Einladung des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik. Beide verbindet eine mehrjährige Kooperation in den Bereichen Erinnerungskulturen\, Demokratiebildung und Musikpädagogik. \nSein Vater Erich war Student an der Gießener Universität und wurde 1933 von dort verwiesen\, weil er Jude war. Über seine Familiengeschichte hat Ted Rosenthal für die New York City Opera die Jazz-Oper »Dear Erich« komponiert. Im Konzert zu hören sind Trio-Bearbeitungen von Titeln aus der Oper. Diese sind Teil seines aktuellen Albums »The Ted Rosenthal Songbook«\, das der Pianist in Gießen vorstellt. Außerdem präsentiert Ted Rosenthal bei seinem Auftritt Musik aus zwei weiteren soeben erschienen Aufnahmen: Das Album »Classics Reimagined:Impromp2« widmet sich mit eindrucksvoller Kreativität klassischen Werken in jazziger Interpretation und die Platte »The Good Old Days« belebt mit großer Eigenständigkeit die Frühzeit des Jazz. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch Unterstützung der JLU. \nEinzeleheiten zum Trio: \nTed Rosenthal aus New York City\nTed Rosenthal aus New York City \nzählt zu den international angesehensten Jazz-Pianisten seiner Generation. Seine Karriere umfasst die Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten Persönlichkeiten des Jazz\, wie Ron Carter und Gerry Mulligan. Er verfügt über zwanzig Alben unter eigenem Namen\, von Solo bis zu großen Ensembles und erhielt als Leader eine Grammy-Nominierung. Mit ihm zu hören sind Martin Gjakonovski am Bass und Berthold Möller am Schlagzeug. \nMartin Gjakonovski\nMartin Gjakonovski \ngilt als einer der profiliertesten Jazzbassisten Europas. Mit seinem authentischen und vielseitigen Spiel bewegt er sich in verschiedensten Jazz-Szenen von Avantgarde über Mainstream bis World Music. Er wirkt mit auf 200 CD-Produktionen und teilte die Bühne mit Dusko Goykovich\, Bob Berg\, Antonio Farao\, Lynne Arriale\, Bireli Lagrene\, Richie Beirach\, Benny Golson und vielen anderen. \nBerthold Möller\nDen Schlagzeuger Berthold Möller führten sein facettenreiches und prägnantes Spiel auf Bühnen Europas und der USA und zur Zusammenarbeit mit so unterschiedlichen Künstlern wie Michael Wollny\, Ingolf Burkhardt\, Marc Secara und John Lee Hooker Jr.. Sein großes Gestaltungsvermögen ist aktuell zu hören auf dem Bigband-Album „The Planets Jazz“\, das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. \nBerthold Möller ist Dozent am Musikinstitut der Justus-Liebig-Universität Gießen. \nTed Rosenthals Familie kommt aus Wetzlar\nTeds Familie lebte bis 1942 in Wetzlar. Sie wurden als jüdische Familie während der NS-Zeit schrittweise ihrer Lebensgrundlagen beraubt. \nTesds Großvater Theodor wurde am Tag nach den Reichspogromen am 10.11.1938 wurde Theodor Rosenthal verhaftet\, in das Wetzlarer Gefängnis eingeliefert und am 11.11.1938 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Mit bald 60 Jahren konnte er die körperlichen Erniedrigungen und das damit verbundene seelische Trauma des KZ-Aufenthalts nicht verkraften. Er verstarb am 02.12.1938 im Jüdischen Krankenhaus\, Frankfurt. \nTeds Vater Erich studierte von 1931 bis 1933 in Gießen und Bonn. Im März 1933 zwangen ihn die Nazi-Studenten\, die Justus-Liebig-Universität zu verlassen. Ihm gelang es\, in die USA zu fliehen. Nach Fortsetzung und erfolgreichem Abschluss seines Studiums erhielt Erich Rosenthal eine Professur in Soziologie am Queens College der City University of New York\, die er bis zu seiner Pensionierung 1979 innehatte. Das Ansinnen seiner Familie\, zu ihm in die USA zu ziehen\, scheiterte. \nSeine Mutter Hertha\, Großonkel Theodor und Großtante Herta und deren Kinder Ernst und Gerda wurden 1942 in den NS-Vernichtungslager im Osten ermordet. \nTeds Vater Erich musste aus seinem Exil in den USA erleben\, wie seine Eltern\, Geschwister\, seine Tante und deren beide Kinder den immer schlimmer werdenden Exzessen der Nazis ausgesetzt waren und ihre Sehnsucht\, ebenfalls aus Deutschland ausreisen zu können\, sich nicht realisieren ließ. Ihn überfiel ein Schuldgefühl\, als Retter versagt zu haben. Er benötigte professionelle ärztliche Hilfe gegen seine schweren Depressionen. Seinen Kindern gegenüber verschwieg er dieses Leiden\, das seine Kinder Barbara und Ted aber dennoch verspürten. Die Kinder konnten sich jedoch nicht erklären\, was ihrem Vater derartige Sorgen bereitete. Ted Rosenthal hat hierzu eine Oper »Dear Erich!« komponiert. \nFür die Familie Rosenthal werde am 13.04.2026 Stolpersteine verlegt\nDie Verlegung der Steine durch den Kölner Künstler Demnig findet statt am \nMo.\, den 13. April 2026\, ab 10 Uhr\nBahnhfostraße\, Ecke Bannstraße\,\nvor dem Überweg zum Einkaufs-Center Forum. \nDie Steine werden gewidment: \n\nTheodor Rosenthal (* 1881 | † 1938 in Frankfurt a.M.)\nHertha Rosenthal (geb. Landau\, * 1888 | † 1942 in der Region Lublin)\nBernhard Rosenthal (* 1883 | † 1942 in der Region Lublin)\nMinna Rosenthal (* 1896 | † 1942 in der Region Lublin)\nErnst Rosenthal (* 1923 | † 1942 in Majdanek)\nGerda Rosenthal (* 1930 | † 1942 in der Region Lublin)\n\nDetails zur Stolpersteinverlegung am 13.04.2026 in WetzlarDetails zum Schicksale von Erich RosenthalDetails zum Schicksale von Ernst RosenthalInformationen des Veranstalters
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DESCRIPTION:Wie Eliten die Demokratie gefährden.\nMit Prof. Dr. Michael Hartmann\nSoziologe und Elitenforscher an der TU Darmstadt\nKostenbeitrag 5 Euro pro Person\nZum Thema\n\nWas sind und wie rekrutieren sich „Eliten“? \nWarum bleiben Leute in Spitzenpositionen von Wirtschaft\, Politik\, Justiz u. Wissenschaft so häufig „unter sich“?\nWelche Mechanismen der Rekrutierung und Karriere prägen den Zugang zu Machtpositionen?\nWerden Eliten immer homogener und exklusiver\, agieren sie immer abgekoppelter von demokratischen Entscheidungsprozessen?\nFinden die Interessen der Eliten und Reichen besonderes Gehör in der Regierungspolitik? \nNehmen sie Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse? \nZahlen Reiche daher z.B. besonders geringe Steuern? \nGibt es in westlichen Demokratien generell die Tendenz in Richtung Plutokratie? \nWelche Reformerfordernisse ergeben sich aus den Trends für Politik und Zivilgesellschaft?\nWelche Auswirkungen haben soziale Rekrutierung und Handeln der Eliten auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Polarisierung?\nWelche Folgen hat das für Chancengleichheit\, Demokratie und soziale Kohäsion? \n….\n\nZum ReferentenProfessor DoktorMichael Hartmann\nHartmann war bis 2014 Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Elitesoziologie\, Industrie- und Betriebssoziologie sowie Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt. \nEr gilt seit langem als Experte zur Elitenforschung\, Globalisierung und nationale Wirtschaftskulturen\, bekannt durch zahlreiche Publikationen wie: »Die Abgehobenen – wie die Eliten die Demokratie gefährden« und »Eliten und Macht in Europa« und als häufig gefragter kritischer Gast in den Medien.  \nNeben zahlreichen Publikationen (Die Abgehobenen: Wie die Eliten die Demokratie gefährden) nimmt er auch oft in tagespolitischen Medien kritisch Stellung (Die Zeit\, Deutschlandfunk\, Süddeutsche Zeitung). Nach Bekanntwerden der Epstein Files mischte er sich in zahlreichen Interviews und Fernsehdebatten kritisch in die nicht selten oberflächlich geführte Diskussion ein. \nÜber die Veranstalter\npro KulturStation Wetzlar e. V.\nStefan M. Eckert\n1. Vorsitzender \nProf. Dr. Philip Hardt\nstellv. Vorsitzender \nProf. Dr. Dr. Helge Peukert\nVorstandsmitglied \nAnschrift und Kontakt: \npro KulturStation Wetzlar e. V.\nc/o Kulturzentrum Franzis\nFranziskanerstraße 4-6\nD 35578 Wetzlar \n—› Mailkontakt \nDownlod des Plakat des Veranstalters (305 KB)Button Text
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