»Rettet wenigstens die Kinder«
Kindertransporte aus Frankfurt  a.M.

Eine Lesung mit Angelika Rieber
am 29.01.2019 in der Stadtbibliothek Wetzlar

Kindertransporte aus Frankfurt am Main
Lebenswege von geretteten Kindern

In Zusammenarbeit mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt am Main e.V. hat ein Team von sieben Autorinnen zahlreiche Biographien von Kindertransportkindern erforscht, aufgeschrieben und zusammengestellt. Diese Lebensgeschichten zeigen anschaulich, wie sich die Politik der Nationalsozialisten auf das Leben der Kinder auswirkte und wie die erzwungene Flucht aus Deutschland, die meist auch die endgültige Trennung von den Angehörigen bedeutete, ihr weiteres Leben prägte.

Neben den Lebensgeschichten der Kinder ist den Autorinnen auch die Würdigung von Helfern und Hilfsorganisationen ein Anliegen.

Angelika Rieber und Till Lieberz-Groß (Herausgeberinnen): »Rettet wenigstens die Kinder. Kindertransporte aus Frankfurt am Main – Lebenswege von geretteten Kindern«; Fachhochschulverlag Frankfurt 2018.

Rettet wenigstens die Kinder
Kindertransporte aus Frankfurt a.M.
Lebenswege von geretteten Kindern

Herausgeben von Angelika Rieber und Till Lieberz-Groß
In Zusammenarbeit mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt
Spurensuche • Begegnung • Erinnerung

Fachhochschulverlag Frankfurt 2018
www.fhverlag.de
ISBN: 978-3-947273-11-9

Buccover »Rettet die Kinder«

Hintergrundinformationen zur Kinderverschickung 1938

Passendes Kapitel im nachfolgenden Akkordeon anklicken:

Im Dezember 1938 begannen die als »Kindertransporte« bekannten Evakuierungen jüdischer Kinder aus Deutschland.

Diese Rettungsaktion war eine direkte Reaktion auf die Novemberpogrome 1938, denn spätestens jetzt war deutlich geworden, dass die vorhandenen Auswanderungsmöglichkeiten angesichts des Vertreibungsdruckes, den das NS-Regime auf die deutschen Juden ausübte, in keinster Weise ausreichten.

Die Situation erforderte ein außergewöhnliches Handeln, wie eben die Kindertransporte der Jahre 1938–1940 in deren Verlauf etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach Großbritannien und in andere Länder gebracht und so gerettet wurden.

Rettet wenigstens die Kinder – Kindertransporte aus Frankfurt am Main – Lebenswege von geretteten Kindern

In Zusammenarbeit mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt am Main e.V. hat ein Team von sieben Autorinnen zahlreiche Biographien von Kindertransportkindern erforscht, aufgeschrieben und zusammengestellt.

Diese Lebensgeschichten zeigen anschaulich, wie sich die Politik der Nationalsozialisten auf das Leben der Kinder auswirkte und wie die erzwungene Flucht aus Deutschland, die meist auch die endgültige Trennung von den Angehörigen bedeutete, ihr weiteres Leben prägte.

Neben den Lebensgeschichten der Kinder ist den Autorinnen auch die Würdigung von Helfern und Hilfsorganisationen ein Anliegen.

Angelika Rieber und Till Lieberz-Groß(Herausgeberinnen): „Rettet wenigstens die Kinder. Kindertransporte aus Frankfurt am Main-Lebenswege von geretteten Kindern“; Fachhochschulverlag Frankfurt 2018.

Jüdisches Leben in Frankfurt Spurensuche, Begegnung, Erinnerung e.V.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Projektes Jüdisches Leben in Frankfurt e.V. stehen die Erinnerung an das frühere jüdische Leben in Frankfurt und die Begegnung mit Zeitzeugen und ihren Kindern.

Die Projektgruppe forscht über die Schicksale ehemaliger Frankfurterinnen und Frankfurter jüdischer Herkunft, organisiert Zeitzeugengespräche in Schulen und hat ein methodisches Konzept für die  Vor- und Nachbereitung solcher Begegnungen entwickelt.

Seit 1984 beteiligt sich das Projekt an dem jährlichen Besuchsprogramm der Stadt für ehemalige Frankfurterinnen und Frankfurter jüdischer Herkunft, das seit  2012 auch für die Angehörigen der Zweiten Generation  geöffnet ist.

Die Begegnungen und Gespräche mit Kindertransport-Kindern gaben den Impuls, dass die Kindertransporte zu einem Schwerpunktthema wurden. Der Verein setzt sich für ein »Denkmal zur Erinnerung an die Kindertransporte« in Frankfurt ein und forscht über die Lebenswege der Kinder, die durch diese Rettungsaktion fliehen konnten.

Angelika Rieber

gehörte Ende der 1970er Jahre zu der Arbeitsgruppe von Lehrerinnen und Lehrern, die das Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt e. V. gründeten und aufbauten.

Ihre persönlichen Forschungsschwerpunkte sind die Lebensgeschichten jüdischer Emigranten und Überlebender, Christen jüdischer Herkunft sowie die Themen Emigration in die Türkei und Kindertransporte.

Als Lehrerin an einer interkulturell geprägten gymnasialen Oberstufe in Frankfurt begegnete Angelika Rieber Kindern, die wie die Kindertransport-Kinder Erfahrungen von Emigration und Flucht gemacht hatten. Diese Erfahrungen sind aktuelle Themen, gerade heute besonders auch junge Menschen berühren.

Aus der Forschungsarbeit von Angelika Rieber gingen zahlreiche Veröffentlichungen hervor, sie ist Autorin und Mitherausgeberin des Buches »Rettet wenigstens die Kinde – Kindertransporte aus Frankfurt am Main – Lebenswege geretteter Kinder«.

WNZ-Aufmacher im Veranstaltungskalender am 29.01.2019
Ausfsatz von Andrea Neischwander in der WNZ vom 25.01.2019
WNZ-Aufmacher im Veranstaltungskalender am 29.01.2019
Zurück zur Übersicht »Jüdisches Leben«

Zum Thema
Gehe direkt zu …

Gedenktafeln zu Ereignissen der NS-Zeit in Wetzlar
Führung Porezag 15.11.2015
Besuch der Enfields am 16.06.2019
Erzählcafè zum Schicksal Wetzlarer Juden
Teaser Reichspogrome Gedenken
Gedenken zu Reichspogromen 1938
Holocaustgedenken 2017 im Rosengärtchen
Holocaustgedenken in Wetzlar
Geschichte jüdischen Lebens in Wetzlar
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015 durch Gunter Demnig
Stolpersteinverlegung am 22.10.2009
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015