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Gedenkorte in Wetzlar
Übersicht zu Gedenkorten
mit Bezug zur NS-Zeit

Stolpersteine in Wetzlar

Insgesamt wurden bisher 25 Stolpersteine in Wetzlar verlegt. Am Donnerstag, 22.10.2009 wurden erstmals sechs Stolpersteine verlegt. In Wetzlar wurden bisher von dem Künstler Gunter Demnig nachfolgende Stolpersteine verlegt: Am 22.10.2009: 6 Stolpersteine an 5 Stellen in der Altstadt, die an verfolgte und ermordete jüdische Mitbürger erinnern sollen. Am 08.09.2015: 19 weitere Steine, hiervon 18 in der Innen- bzw. Altstadt, die an verfolgte und ermordete jüdische Mitbürger erinnern sollen, einer an ein Opfer der NS-Euthanasie im [...]

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VdK-Gräberstätte im Friedhof Niedergirmes

Auf diesem Friedhof wurden Wetzlarer Zwangsarbeiter*innen begraben Dazu gehören die Gräber von Kindern » ›In gebührender Entfernung‹ beerdigte man die Zwangsarbeiter/-innen. In den Boden eingelassene Steinplatten zeugen von den Opfern, die die Zwangsarbeit in Wetzlar nicht überlebten«, beschreibt Klaus Petri in einem Artikel die Gräberstätte auf dem Friedhof in Niedergirmes. Im Juli 1942 wurde auf dem Gelände des Friedhofes Wetzlar-Niedergirmes eine Begräbnisstätte für Ausländer angelegt; hier wurden 276 nach Deutschland dienstverpflichtete, ausländische Arbeiter (also Zwangsarbeiter*innen) [...]

Gedenktafel im Landratsamt

Gedenktafel zur NS-Zwangsarbeit im Foyer des neuen Kreishauses Am 31.03.2016 wurde im Neubau der Kreisverwaltung eine Tafel zum Gedenken an die Zwangsarbeit enthüllt. Denn das Gebäude steht auf einem Grund, auf dem sich während des NS-Staates von 1939–1945 Zwangsarbeiterbaracken befanden. Auf Anregung von WETZLAR ERINNERT e.V. hatte der Kreistag des Lahn-Dill-Kreis vor einem Jahr einstimmig beschlossen, zu Ehren der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während der NS-Zeit zu Tausenden aus ihrer Heimat in den heutigen [...]

Gedenkstein im neuen jüdischen Friedhof

»Aus der Stadt vertrieben – umgebracht – verschollen« Seit August 1989 erinnert auf dem Friedhof ein Gedenkstein an 55 einstige jüdische Einwohner Wetzlars, die »aus der Stadt vertrieben – umgebracht – verschollen sind«. Der neue Friedhof an der Bergstraße (früher Wohlgrabenstraße) wurde 1882 angelegt. Bis 1940 fanden hier 115 Beerdigungen statt (1940 noch Gerson Thalberg, geb. 1861). Auf dem Friedhof liegen auch einige jüdische Kriegsgefangene aus Polen und Russland aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. [...]

Gedenktafel für Henrich Mootz

Gedenktafel am Wohnhaus des Antifaschisten in der Rosengasse 13 »Man sieht nur die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.« Diese Lebensweisheit aus Bert Brechts Mackie Messer-Moritat (Dreigroschenoper, 1930) gilt auch für den bundesdeutschen Umgang mit Gegnern des Hitlerfaschismus. Während der von ranghohen Militärs ausgehende Attentats- und Putschversuch vom 20. Juli 1944 jedem Schulkind bekannt ist, wurde dem Widerstand aus den Reihen der Arbeiterbewegung wenig Aufmerksamkeit und Ehrung zuteil. In Hessen stehen immerhin die [...]

Gedenktafel für Tomasz Kyrillow

Tafel zu Ehren des als Zwangsarbeiter verschleppten 17-jährigen am Hessenkolleg Den aus Polen stammenden Tomasz Kiryllow, der 17-jährig nach Wetzlar verschleppt worden war, hatten die Nazis wegen Sabotage ins KZ Buchenwald überstellt. Er wurde nach Westfrankreich zu Bunkerbauarbeiten (Westwall) abkommandiert und konnte dort – mit Unterstützung der französischen »Resistance« – fliehen. Im August 1944 nahm er an der Befreiung von Paris teil. In Wetzlar hielt er 1987 einen Vortrag an seiner früheren Arbeitsstätte – dem [...]

Jüdisches Ghetto

In der Jahnstraße wurden 1942 die noch in Wetzlar lebenden jüdischen Menschen ghettoisiert, bevor sie in Konzentrationslager deportiert und dort ermordet wurden. 1939 konzentrierte man die nach den Nürnberger Rassegesetzen als »Volljuden« bezeichneten Menschen auf mehrere »Judenhäuser« in der Stadt. Im März 1942 existierten in Wetzlar fünf davon. Dennoch lebten viele Juden auch noch in Einzelhäusern im Stadtgebiet verteilt. Von den 34 verbliebenen Juden wurden 25 im April 1942 in einer Baracke im Vorort Niedergirmes [...]

Gedenkplatz an der ehemaligen Synagoge

Gedenkplatz in der Pfannenstielsgasse Zusammenstellung vom 28.03.2016 Die Wetzlarer Synagoge wurde in der Reichspogromnacht nicht niedergebrannt, aber geschändet. Der benachbarte Brauereibesitzer Waldschmidt hatte Angst, dass die Flammen übergreifen könnten. Dennoch existiert die Synagoge heute nicht mehr. Die jüdische Gemeinde sah sich gezwungen, das Grundstück zu verkaufen. Das Gebäude wurde anschließend von der Brauerei als Getränkelager benutzt. 1958 wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. Am 31.08.1295 wird erstmals eine Synagoge erwähnt. Sie befand sich im Bereich Steingasse [...]

Gedenkstein in Nauborn

Gedenkstein für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Nauborn Am 1.10.2016 wurde in der Ortsmitte von Nauborn ein Gedenkstein enthüllt, der an die während der NS-Gewaltherrschaft in Konzentrationslagern ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Nauborn erinnern soll. Bei der Enthüllung des Gedenksteins erklärte OB Manfred Wagner: »Mit diesem Gedenkstein geben wir den Opfern einen Platz in Nauborn, der es ermöglicht, sich vor den Opfern zu verneigen.« Es handelt sich um Berthold Seligmann, Ida Seligmann und Walter [...]

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2.500ste Besucherin auf dem Weg der Erinnerung

Die 26jährige Juristin Katarina Markovic nahm am 27.12.2019 an der antifaschistischen Stadtführung in Wetzlar teil Am Freitag, den 27. Dezember 2019, begrüßten Irmtrude und Ernst Richter von WETZLAR ERINNERT e.V. die 2.500te Teilnehmerin auf dem »Weg der Erinnerung« zum Einführungsvortrag im Franzis mit einem kleinen Gastgeschenk. Die 26-jährige Juristin Katarina Marcovic aus Belgrad war eine der zwanzig Teilnehmer*innen aus neun Ländern, die über Weihnachten und Neujahr an einem internationalen Workcamp von Pro International e.V. in [...]

Gedenktafel am Domportal

Gedenktafel zur judenfeindlichen Symbolik am Domportal Der Antisemitismus wurde von den Nazis nicht erfunden, sondern hat eine lange Tradition im christlichen Abendland. Das kann man am Südportal des Wetzlarer Doms betrachten. Über Jahrhunderte wurden Juden von Christen bis in die Neuzeit gedemütigt, herabgesetzt und verfolgt. Viele Pogrome zeugen von einem in der christlichen Bevölkerung fest verankerten Antisemitismus. Hiervon gibt es auch Spuren in Wetzlar. Dies können wir am Südportal des Wetzlarer Doms aus dem 13. [...]

Zum Thema
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Führung Porezag 15.11.2015
Besuch der Enfields am 16.06.2019
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015
Erzählcafè zum Schicksal Wetzlarer Juden
Teaser Reichspogrome Gedenken
Gedenken zu Reichspogromen 1938
Holocaustgedenken 2017 im Rosengärtchen
Holocaustgedenken in Wetzlar
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015 durch Gunter Demnig
Stolpersteineverlegung am 22.10.2009
Stolpersteinverlegung am 08.09.2015
Stolpersteineverlegung am 08.09.2015
Geschichte jüdischen Lebens in Wetzlar
Präsentation Geschichtsprojekt Humboldt-Schule 10R1 am 09.12.2019
»Ich bin ganz Ohr für meinen Ort«