WETZLAR ERINNERT e.V.
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NS-Zwangsarbeit
Gräberfeld auf dem Niedergirmeser Friedhof

Verschleppt • Entrechtet • Ausgebeutet
Gräberfeld für in Wetzlar zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter*innen

Zwischen 1941 und 45 übernahmen mehr als 10.000 Zivilist*innen aus den von der Wehrmacht besetzten europäischen Ländern die Arbeit der deutschen Männer, die als Soldaten für den Krieg rekrutiert worden waren. Diese Zwangsarbeiter*innen wurden in Wetzlar zumeist in der feinoptischen Industrie und den Werken der Stahlerzeugung und -verarbeitung eingesetzt.

Mehr als 250 von ihnen sind in dieser Zeit ums Leben gekommen. Die Gründe hierfür waren zumeist

  • tödliche Arbeitsunfälle
    die Menschen erhielten meist keine Schutzkleidung, Arbeitsschuhe und -helme;
  • Todesfolge von Verletzungen
    die nicht fachgerecht behandelt worden waren;
  • Krankheiten
    infolge der mangelnden Ernährung und Hygiene:
  • Tötungen während der Luftangriffe der Alliierten
    weil diesen Menschen oft der Zugang zu den Schutzbunkern verwehrt wurde.

Einzelheiten zu dem Gräberfeld und zum Ausmaß der NS-Zwangsarbeit in Wetzlar erfahren sie in den nachfolgenden Aufklappmenüs.

»In gebührender Entfernung« beerdigt
ZWANGSARBEITER Nicht-deutsche Gräber auf dem Friedhof in Niedergirmes

Von Klaus Petri
WETZLAR Nach Schätzung von Historikern lebten und schufteten während des Zweiten Weltkrieges im Deutschen Reich und den von der Hitler-Wehrmacht eroberten Gebieten rund 26 Millionen Männer, Frauen und Jugendliche als Zwangsarbeiter.

Für den heutigen Lahn-Dill-Kreis betrug deren Zahl etwa 17.000. Es gab magere oder gar keine Löhne und eine elende Verpflegung für diese Menschen. Die Ersten wurden sogar regulär-freiwillig als Arbeitskräfte angeworben. Diejenigen, die das im Altkreis Wetzlar nicht überlebten, wurden auf einer eigens dafür hergerichteten Begräbnisstätte auf dem Friedhof in Niedergirmes beigesetzt.

Mit fortschreitendem Krieg deportierten die deutschen Besatzungsbehörden schließlich ganze Schulabschlussjahrgänge aus Polen, Weißrussland oder der Ukraine ins Deutsche Reich.

Für die Unterbringung wurden geschlossene Barackenlager errichtet, gegenüber den einheimischen Arbeitskräften gab es ein Kontaktverbot. Ältere Wetzlarer wie die in 2002 verstorbene Edith Z. geb. Marquart erinnerten sich noch an »die schöne Musik«, die aus den Unterkünften der Zwangsarbeiter nach außen drang.

Die Wetzlarer Historikerin Marianne Peter hat Forschungen darüber angestellt, was im Todesfall mit diesen Menschen geschah, die fernab der eigenen Heimat in der Rüstungsindustrie, bei Aufräumarbeiten, in der Landwirtschaft oder in Privathaushalten eingesetzt waren.

Ein Verwaltungsbericht aus dem Jahr 1956 nimmt Bezug auf den Friedhof des stark industriell geprägten Wetzlarer Stadtteils Niedergirmes:

»Im Juli 1942 wurde auf dem Gelände des Friedhofes Wetzlar-Niedergirmes eine Begräbnisstätte für Ausländer angelegt; hier wurden 276 nach Deutschland dienstverpflichtete, ausländische Arbeiter beigesetzt, von denen in den letzten Jahren 19 Franzosen, Belgier und Holländer ausgegraben und in ihre Heimat überführt wurden. Die Gräber der Ausländer erhielten im Frühjahr 1951 Eichenholzkreuze.«

—› Informationsseite zum Ausmaß der NS Zwangsarbeit in Wetzlar und Zwangsarbeiterlagern

Neubelegungen auf dem Soldatenfriedhof im Stadtteil Büblingshausen aus dem Ersten Weltkrieg
Die Adresse auf Google-Maps Hauptsächlich sind laut Wikipedia auf diesem Friedhof die Leichname von rund 15.000 Russen, Ukrainern und wahrscheinlich auch Gefangenen anderer Nationalitäten vergraben worden. Im Jahre 1925 waren zahlreiche Gräber des Kriegsgefangenen-Friedhofes Wetzlar-Büblingshausen durch Überführungen ehemaliger französischer Kriegsgefangener in ihre Heimat freigeworden.

Diese Gräber wurden im Laufe des Zweiten Weltkrieges mit 45 Kriegsgefangenen neu belegt. Bei Röchling-Buderus wurden auch Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter eingesetzt. 1943, 1944 und 1945 wurden bei Luftangriffen auf Wetzlar umgekommene bzw. schwer verwundete Kriegsgefangene dort in den Bereichen beigesetzt, die durch die Umbettung der oben genannten Franzosen frei geworden waren.

—› Siehe auch Gedenkorte | Soldatenfriedhof Büblingshausen

Namenstafeln seit 1965
Laut international gültigen Kriegsgräbergesetzen und entsprechenden bilateralen Abkommen verpflichten sich frühere Kriegsgegner zum Erhalt und zur Pflege von Grabstellen. Die heute in Niedergirmes sichtbaren Namenstafeln wurden einheitlich vermutlich erst mit dem 1. Kriegsgräbergesetz aus 1965 hergestellt.

Ein schlichter Grabstein ist einer 23-jährig verstorbenen Ukrainerin namens Maria Gulowata gewidmet, die mit vielen Gleichaltrigen aus dem ukrainischen Dorf Mervin bei Winiza ins Deutsche Reich verschleppt worden war. Ihr Schicksal findet Erwähnung in den Lebenserinnerungen der Fabrikanten-Tochter und Wetzlarer Ehrenbürgerin Elsie Kühn-Leitz »Mut zur Menschlichkeit«, 1994:

»In der Frühe des 10.9.1943 um halb 7 Uhr wurde ich von einem Wächter des Ostarbeiterlagers angeklingelt, ich möchte sofort herunterkommen, die Ostarbeiterführerin Maria Gulowata läge im Sterben. (…) Sie lag in ihrer kleinen Stube auf dem Bett und war schon tot als ich herunterkam. (…) Als Todesursache wurde Gehirnschlag festgestellt, was bei einer so jungen Frau kaum glaubhaft erscheint. (…) Lange Zeit später erfuhr ich von unserem Lagerleiter, dass Maria Gulowata wohl als Spitzelin ihrer eigenen Volksgenossen für die deutsche Gestapo gearbeitet haben soll. (…) Jedenfalls lag und liegt noch heute ein Rätsel über diesem frühen Tod.«

Besuch von Schicksalsgenossen 1995
1995 besuchte eine 15-köpfige Gruppe überlebender ukrainischer Schicksalsgenossen auf Einladung der Wetzlarer Geschichtswerkstatt und einer Evangelischen Kirchengemeinde die Zivilarbeitergräber auf dem Niedergirmeser Friedhof. Darunter auch Filip Gulowatij, ein Cousin von Maria G.

Ein Wachmann über das todkranke Baby:
»Pack es und schmeiß es in die Toilette«

Als seine Cousine 23-jährig starb, hatte die etwa gleich alte Lidia Jatschinowna ein todkrankes zwei Monate altes Söhnchen. »Pack es und schmeiß es in die Toilette!«, lautete die barsche Order des Wachmannes, als der Säugling an Entkräftung verstorben war. Nach Angaben der Ukrainerin, die sie während ihres Besuches in Wetzlar vor 20 Jahren machte, hat sich Elsie Kühn-Leitz dann darum gekümmert, dass der kleine Leichnam mit ins Grab von Maria Gulowata kam.

NS-Richtline für Beisetzungen:
Mit den verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern wurde im braunen Reich nicht viel Federlesens gemacht. Bei deren Beerdigung galt die Richtlinie, auf einen Sarg zu verzichten und die Leiche »mit starkem Papier (möglichst Öl-, Teer- oder Asphaltpapier) oder sonst geeignetem Material vollständig einzuhüllen […]. Bei gleichzeitigem Anfall mehrerer Leichen ist die Bestattung in einem Gemeinschaftsgrab vorzunehmen«. In einem Rundschreiben der Gestapo vom 18. Dezember 1942 zur Beerdigung von ›Ostarbeitern‹ heißt es:

  1. »Die Beerdigung eines Ostarbeiters stellt lediglich eine gesundheitspolitische Maßnahme dar, so dass alle Vorbereitungen für die Beerdigung und diese selbst möglichst einfach und unter Vermeidung jeglichen Aufsehens in der Öffentlichkeit vorzunehmen ist.
  2. Als Begräbnisplatz ist ein Ort an einer entlegenen Stelle des Friedhofs in gebührender Entfernung von deutschen Gräbern auszusuchen.
  3. Eine Mitwirkung von Geistlichen bei der Beerdigung hat nicht stattzufinden, da die Beerdigung lediglich eine gesundheitspolitische Maßnahme ist. Dementsprechend hat auch das Glockenläuten zu unterbleiben.
  4. Es ist nicht erwünscht, daß außer etwa vorhandenen Verwandten und Arbeitskameraden andere Personen an der Bestattung teilnehmen.«

Auf einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion am Gräberfeld für die Zwangsarbeiter*innen hatten Schüler*innen der Aufgust-Bebel-Gesamtschule vom Schicksal einzelner ZwangsarbeiterInnen berichtet. hessencam hat diese Schilderungen gefilmt:

Schüler*innen der August-Bebel-Schule Wetzlar berichten exemplarisch über das Leben und Sterben der Zwangsarbeiter*innen in Wetzlar.

Mit Erlaubnis von © hessencam eingebettet

Pflege-Patenschaften gesucht
Die heute gängige Kennzeichnung »unbekannte(r) Ostarbeiter/-in« auf den kleinen Grabplatten ist so gesehen noch ein später Nachklang des damaligen »arischen« Herrenmenschendünkels und der rassistischen Perspektive auf »slawische Untermenschen«.

Der Wetzlarer Magistrat sucht derzeit Pflege-Patenschaften für verwaiste, aber erhaltenswerte Gräber auf den Wetzlarer Friedhöfen. Der abgelegene Flecken mit den Zivilarbeiter-Gräbern sollte dabei nicht außen vor bleiben.

Die vor 75 Jahren verschleppten jungen Europäerinnen und Europäer waren niemandes Feind, als sie für die Wahnidee eines Großgermanischen Reiches um ihre besten Jahre betrogen wurden.

Die Ausstellung »Hebammen in Hessen – Gestern und Heute« beschäftigt sich mit der Tatsache, dass die Zahl der Hebammen auf dem Land ab drastisch abnimmt. Dies hängt vorrangig mit den extrem hohen Versicherungssummen für diese Berufsgruppe zusammen, die freiberufliche Tätigkeit und einen Lebensunterhalt fast unmöglich machen. Durch Kosteneinsparungen und s.g. Fallpauschalen im Gesundheitswesen, hier vor allem der Krankenhäuser, werden zudem immer mehr Geburtsstationen in Kliniken, vor allem auf dem Land, geschlossen, so dass schwangere Frauen genötigt sind, immer längere Wege in ein Krankenhaus zurücklegen zu müssen, was nicht ganz ohne Gefährdung der Schwangeren und ihres ungeborenen Kindes verbunden ist. In manchen Landkreisen in Hessen gibt es keine Geburtsstationen mehr.

Die Ausstellung möchte über die Geschichte eines der ältesten Berufe der Menschheit informieren, über die Entwicklung der Ausbildung im Laufe der Geschichte bis zum Studiengang heute, über Hebammen auf dem Land in Hessen, über ihre aktuelle berufliche Situation und über Möglichkeiten und Hilfsangebote für Hebammen und Schwangere/Wöchnerinnen. Die  Ausstellung in Wiesbaden beleuchtet dabei auch die Geschichte von Frauen, die in Deutschland während des Nationalsozialismus Zwangsarbeit leisten mussten – und die deren Kinder.

Maßgeblich beteiligt an der Erforschung des Themas und der Gestaltung der Ausstellung war der Volksbund für Kriegsgräberfürsorge Hessen. Dessen Historiker Dr. Goetz Hartmann gab der Frankfurter Rundschau ein Interview zu dem Teilaspekt Zwangsarbeit, das die FR am 4. März 2022 veröffentlichte:

»Schnell sterben lassen«
Historiker Götz Hartmann über Kinder von Zwangsarbeiterinnen

FR-Interview von Peter Hanack
FR: Herr Hartmann, warum beteiligt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Hessen an einer Ausstellung über den Beruf der Hebammen?

Hartmann: Wir stoßen bei unserer Arbeit immer wieder auf eine Gruppe, die bei der Aufarbeitung der Geschichte bislang wenig Beachtung gefunden hat: die Kinder von Zwangsarbeiterinnen im Nationalsozialismus. Es geht also um Kinderschicksale, das ist die inhaltliche Brücke zur Hebammen-Ausstellung.

FR: Welche Rolle spielten Hebammen unter der Nazi-Herrschaft?

Hartmann: Es gehörte zur rassistischen Bevölkerungspolitik der Nationalsozialisten, dass der Beruf aufgewertet und professionalisiert wurde. Es ging um die Fürsorge für die sogenannten arischen Mütter und deren Kinder. Müttern, die man nicht zur „Volksgemeinschaft“ zählte, wurde diese Fürsorge vorenthalten.

FR: Wie haben sich die Hebammen verhalten?

Hartmann: Das ist ganz schwer zu sagen. Wir haben jedenfalls keine schriftlichen Belege dafür gefunden, dass Hebammen die Kinder von Zwangsarbeiterinnen zur Welt gebracht haben. Man kann spekulieren, ob sie das nicht getan haben, weil es untersagt war, oder ob sie es heimlich taten, ohne die Geburten offiziell anzuzeigen. Wenn es eine offiziell genehmigte Geburtsbegleitung gab, dann erfolgte diese auf Anordnung der Nationalsozialisten als Anschauungsunterricht für deutsche Hebammenschülerinnen.

FR: Um wie viele Kinder geht es?

Hartmann: Auf jeden Fall viele Tausende. 1944 waren im Deutschen Reich mehr als siebeneinhalb Millionen ausländische Arbeitskräfte gemeldet, davon viereinhalb Millionen aus Polen und der Sowjetunion, die Hälfte Frauen.

FR: Diese Frauen mussten Zwangsdienste leisten, oft unter sehr schwierigen Bedingungen. Wieso haben sie überhaupt Kinder bekommen?

Hartmann: Manche haben Kinder nach Deutschland mitgebracht, aber viele haben sie auch hier geboren, weil sie schwanger waren oder wurden. Sexuelle Beziehungen gab es, wenn Macht und Abhängigkeitsverhältnisse durch deutsche Chefs oder Arbeitgeber ausgenutzt wurden, aber es gab auch Beziehungen von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen. Zunächst wurden schwangere Frauen noch in ihre Heimatländer abgeschoben. Weil dadurch aber der Kriegswirtschaft Arbeitskraft verlorenging, sollten sie ihre Kinder ab 1943 in Deutschland zur Welt bringen und dann weiterarbeiten.

FR: Wie erging es den Kindern?

Hartmann: Die Zwangsarbeiterinnen sollten ihre Kinder unter besonders schlechten Bedingungen zur Welt bringen, so dass diese möglichst schnell starben. In Hessen gab es dafür beispielsweise das Lager Pfaffenwald bei Bad Hersfeld. War der Vater Deutscher, sollten die Kinder in Heimen aufgezogen werden. Die anderen wurden in spezielle Einrichtungen gebracht, wo man sie sterben ließ. Diese „Ausländerkinder-Pflegestätten“ wurden vor allem in Industriegebieten eingerichtet. Auf dem Land war es öfter so, dass die Frauen ihre Kinder entgegen den Vorstellungen des Regimes behalten konnten. Aber auch dort gab es eine hohe Sterblichkeit.

FR: Wie viele Grabstätten dieser Kinder kennt man?

Hartmann: Es sind sicher ebenfalls noch Tausende. Allerdings sind viele nicht erhalten geblieben. In der Ausstellung zeigen wir auch, wie wechselnde rechtliche Vorgaben und Verwaltungsvorschriften das Schicksal der Kindergräber in Westdeutschland bestimmt haben. Nachdem die Alliierten zunächst alle Gräber unter Schutz gestellt hatten, ging 1952 die Hoheit über die Kriegsgräberfürsorge auf die deutschen Behörden über. Wenn Kinder von Zwangsarbeiterinnen nicht unmittelbar durch kriegerische Handlungen wie Bombardements ums Leben gekommen waren, war es nach damaliger Rechtslage möglich, ihre Gräber nach einer Ruhezeit von 15 Jahren zu beseitigen. Diese Frist ging mit den 50er Jahren zu Ende.

FR: Was geschah dann?

Hartmann: Damals wurden viele Kindergräber beseitigt, weil sie als Kostenfaktoren gesehen wurden. Erhalten blieben sie mitunter, weil sich Privatleute um die Pflege kümmerten. Zeitzeugen erinnern sich beispielsweise daran, dass in Niederselters ein katholischer Geistlicher in den 50er Jahren mit Schulkindern solche Gräber gepflegt hat. Jedenfalls gab es sie damals noch, und später wurden sie von der Kriegsgräberfürsorge auf die 1968 eingeweihte Kriegsgräberstätte Runkel verlegt. Auf dem Friedhof von Niederselters erinnert heute eine Tafel an die toten Kinder.

ZUR PERSON
Götz Hartmann
(51) ist Historiker. Er betreut beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Hessen das Forschungsprojekt zur Geschichte der hessischen Kriegsgräberstätten.

Quelle: FR vom 04.03.2022

Tafel 9: »Gräberfeld Zwangsarbeiter*innen« • Ansicht + Download als PDF
Gräberliste für das Gräberfeld auf dem Niedergirmeser Friedhof
Statistische Erfassung der Fremdarbeiter nach Herkunftsländern
Karte der Lagerstandorte in Wetzlar, mit Daten der Insassen nach Nationalität
Hintergrundinformationsseite zur NS-Zwangsarbeit und Zwangsarbeiterlager
Informationen zum Tafelstandort
Der Bericht vom 04.11.2015 in der WNZ als PDF zum Download

Die Tafelstifter:

Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge • Hessen

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