WETZLAR ERINNERT e.V.
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Bewerbung des Projekts vor der Stadtbibliothek

am Sa. 7. März 2026
zwischen 11:00 und 15:00 Uhr

Am Kulturhaus (Stadtbibliothek)
Bahnhofstraße 6

Die Gruppe VivaVittoria Wetzlar bewirbt an einem Aktionsstand ihr Projekt und fordert zum Mitmachen auf

Gewalt gegen Frauen darf nicht stillschweigend toleriert werden
»Gewalt gegen Frauen ist die vielleicht schändlichste aller Menschenrechtsverletzungen. Sie kennt keine Grenzen, weder geografisch noch kulturell noch im Hinblick auf materiellen Wohlstand. Solange sie anhält, können wir nicht behaupten, dass wir Fortschritte in Richtung Gleichstellung der Geschlechter, Entwicklung und Frieden machen.«

(Kofi Annan, der 7. Generalsekretär der Vereinten Nationen)

Einzelheiten erfahren Sie nachfolgend:
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Am Sa., 7. März werden die Initiatorinnen von »VivaVittoria in Wetzlar« vor und in der Stadtbibliothek ihr Projekt bewerben mit dem Ziel, dass am 8. November auf dem Domplatz ein riesengroßer, bunter Teppich entsteht, zusammengelegt aus den 50x50cm großen gehäkelten oder gestrickten Mustern von vielen Menschen, die aus der Stadt Wetzlar oder dem Umland

Bei Kaffee und Kuchen kann man/frau sich in der Stadtbibliothek über das Projekt und die Mitmachmöglichkeiten informieren und – bei Bedarf – lernen, wie man/frau selbst stricken kann. Die Aktion findet zwischen 11:00 und 15:00 Uhr in und vor dem Kulturhaus (Bahnhofstraße 6) statt. Je nach Wetterlage werden auf der Freifläche vor der Bibliothek schon entstandene Exponate ausgestellt und die Aktion beworben.

Um 13:10 Uhr wird der Demonstrationszug des Demokratiebündnisses Lahn Dill an der Bibliothek in Richtung Buderusplatz vorbeiziehen und Regina Gehring, (Geschäftsführerin des »Vereins Wetzlarer Frauenhaus e. V.«) die Demonstrationsteilnehmer*innen über den Lautsprecherwagen über das Projekt informieren.

Gewalt gegen Frauen darf nicht stillschweigend toleriert werden. Sie muss Thema in der Öffentlichkeit sein, damit wir etwas zum Besseren verändern können. Die Mitmach-Projekt »VivaVittoria« sollen erfreuen und für ein Zusammenleben ohne Gewalt sensibilisieren.

Unter dieser Prämisse hat Regina Gehring, Geschäftsführerin des »Vereins Wetzlarer Frauenhaus e. V.«, zusammen mit einem Team von engagierten Helferinnen und Helfern das Projekt »VivaVittoria« nach Wetzlar geholt.

VivaVittoria Emblem Projekt Wetzlar

Das internationale Logo von »Viva Vittoria« mit der Aktion am 08.11.2026 in Wetzlar

Im Rahmen dieses Mitmachprojektes sind alle Handarbeit-Fans – Frauen und Männer aus Wetzlar, aus der Region, aus Nah und Fern aufgerufen, bunte Wollquadrate (50 x 50 cm) nach eigenem Gusto zu stricken oder zu häkeln.

»Machen Sie mit, stricken und häkeln Sie mit, machen Sie Werbung.
Und kommen Sie am 8. November auf den Domplatz, unterstützen Sie bitte die Arbeit des ›Wetzlarer Frauenhauses‹!«

bitten Regina Gehring und Irmgard Mende von der Initiative

VivaVittoria Emblem Projekt Wetzlar

V.l.: Vizelandrat Frank Inderthal, OB Manfred Wagner, mit Regina Gehring und Christine Begni bei der Vorstellung des Projekts »Viva Vittoria« für das Frauenhaus Wetzlar

Am 8. November 2026 soll jedes Stück Teil einer farbenprächtigen Installation auf dem Domplatz werden. Zusammengesetzt aus hunderten von bunten Wolldecken, die den gesamten Platz bedecken, die Sinne erfreuen und für ein Zusammenleben ohne Gewalt sensibilisieren.

Benefizveranstaltung für das ›Frauenhaus‹
Die Aktion ist als Benefiz-Veranstaltung geplant, die Besucher und Besucherinnen können die bunten, handgearbeiteten Decken gegen eine Spende mit nach Hause nehmen. Wolldecken sind ein Sinnbild für Schutz und Geborgenheit – sie stehen für das, was Frauen und Kinder in einem ›Frauenhaus‹ suchen.

»Gemeinsames Handarbeiten und solidarisches Sich-Engagieren ist der rote Faden, der sich durch ›VivaVittoria‹ zieht«,

unterstreicht Regina Gehring. Deshalb werden auch die einzelnen Strick- und Häkelteile mit einem roten Faden zu größeren Decken verbunden.

VivaVittoria Emblem Projekt Wetzlar

Möglichst viele solcher Waben sollen in Form eines riesigen Teppichs sollen am 08.11.2026 den Domplatz bedecken.

Das Projekt wurde von Cristina Begni in Italien ins Leben gerufen; es wurde in vielen italienischen und einigen deutschen Städten, zum Beispiel in Kassel und Darmstadt, mit einem begeisterten Publikum erfolgreich durchgeführt.

Die Aktion hat überall eine überregionale mediale Beachtung gefunden – in Rundfunk, Fernsehen und Presse. In Wetzlar unterstützen die Stadt und der Landkreis, die beide die Schirmherrschaft übernehmen, den Verein »Wetzlarer Frauenhaus e.V.«, hofft am 8. November auf möglichst viele Spenden. Denn in den Jahren 2026 und 2027 wird der Umzug des ›Frauenhauses‹ in ein größeres Haus stattfinden.

Mit den Spendengeldern werden der Umzug, das Mobiliar und Kinderspielgeräte finanziert, alles, was unbedingt gebraucht wird. Der Erlös fließt auch in den Ausbau der Beratungs- und Interventionsstelle, deren Arbeit derzeit durch Zuschüsse der öffentlichen Hand nicht ausreichend abgedeckt ist.

Im Frühjahr 1985 haben Wetzlarer Frauen den Verein »Wetzlarer Frauenhaus e.V.« gegründet mit dem Ziel, Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, im ›Frauenhaus‹ Hilfe und Zuflucht zu bieten.

Heute im Jahr 2026 sind Frauenhäuser notwendiger denn je, denn — leider — ist die Gewalt gegen Frauen in Deutschland weiter gestiegen.

Die Zahlen des BKA zeigen:
Der gefährlichste Ort für eine Frau ist das eigene Zuhause. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Entsprechend haben auch die Aufgaben, die der Verein wahrnimmt, zugenommen:

  • Die Zahl der Hilfe suchenden Frauen wächst ständig.
  • Die Kinder der Frauen brauchen Spielräume, Betreuung und (psychologische) Unterstützung.

Des Weiteren ist zusätzlich eine Beratungs- und Interventionsstelle eingerichtet worden, in der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses mit Polizei und Behörden zusammenarbeiten.

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