
Ehrung von Prof. Dr. Ulrich Mayer
13.05.2026 | 18:00 - 20:00
| KostenlosDer Lina-Muders-Preis
des SPD-Stadtverbandes Wetzlar
wird 2026 an
Prof. Dr. Ulrich Mayer
verliehen
Die Ausgezeichnung findet statt am
Mi., 13. Mai 2026, 18:00 Uhr
im Nachbarschaftszentrum Westend
Lucie-Kurlbaum-Beyer-Platz 2 | D 35578 Wetzlar
»Wetzlarer Bub«, Historiker, Geschichtsdidaktiker und Mitherausgeber zahlreicher repräsentativer geschichtsdidaktischer Werke.
Er hat mit seinen lokalen Studien wichtige Erkenntnisse zur jüngeren Stadtgeschichte und für die Demokratie beigetragen.
Anmeldungen nimmt gerne entgegen:
SPD-Stadtverband Wetzlar,
Bergstraße 60 35578 Wetzlar,
Tel. 06441 – 2 09 25 – 20
—› E-Mail senden?
Informationen zum Preisträger
(gewünschtes zum öffnen anklicken)
Ulrich Mayer wurde 1941 in Wetzlar geboren. Nach dem Abitur 1961 an der Goetheschule in Wetzlar absolvierte er das Studium für das Lehramt an Volksschulen mit dem Wahlfach Geschichte an der Universität Gießen.
Von 1964 bis 1969 unterrichtete er an den Volksschulen Erbach/Taunus und Rodheim-Bieber. Von 1970 bis 1976 war er Pädagogischer Mitarbeiter für Didaktik der Geschichte an der Universität Gießen.
Sein Studium der Geschichte, Didaktik der Geschichte, Religionswissenschaften und Politikwissenschaft schloss er 1977 mit dem M.A. ab. 1976 bis 1995 arbeitete er als Realschullehrer an den Gesamtschulen Biebertal und Freiherr-vom-Stein-Schule in Wetzlar sowie zugleich als Fachleiter für Geschichte und Sozialkunde am Studienseminar Wetzlar. Während seiner Mitarbeit in der hessischen Lehrerfortbildung beteiligte er sich an wichtigen bildungspolitischen Initiativen und curricularen Anstößen.
1985 wurde Mayer an der Universität Gießen mit einer Untersuchung zur Entwicklung der Geschichtsdidaktik und des Geschichtsunterrichts in der Zeit von 1945 bis 1952 promoviert. Von 1995 bis 2006 übte er die Professur für Didaktik der Geschichte an der Universität Kassel aus.
Ulrich Mayer war langjähriger Mitherausgeber der Zeitschrift »Geschichte lernen« und mehrerer geschichtsdidaktischer Buchreihen sowie Mitherausgeber und Autor anerkannter Lehrwerke für den Geschichtsunterricht. Publikationen erfolgten in den Arbeitsschwerpunkten Grundfragen, Methoden und Medien des historischen Lernens, Geschichte des Geschichtsunterrichts und Materialien für das historische Lernen.
Unter den 180 Veröffentlichungen erscheint 1970 als erste Schrift die hier wieder aufgelegte Untersuchung »Das Eindringen des Nationalsozialismus in die Stadt Wetzlar«.
Mayer lebt in seiner Heimatstadt Wetzlar und widmet sich seit mehreren Jahren verstärkt der Erforschung lokaler und regionaler zeitgeschichtlicher Probleme. Dazu gehören Untersuchungen und Veröffentlichungen zur Instrumentalisierung des Ochsenfestes für die nationalsozialistische Machtergreifung, zur Geschichte des Wetzlarer »Wandervogels« anfangs des 20. Jahrhunderts, zu einer Schülerzeitschrift namens »Heimatlicher Brunnquell« in den 1950 er Jahren und zur Geschichte des Wetzlarer Stadtteils Büblingshausen anlässlich seines 100-jährigen Bestehens im Jahr 2021.
Bilder von Prof. Dr. Ulrich Mayers Vortrag am 15.07.2023 über das Ochsenfest 1933 anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel Nr. 16 zum »Ochsenfest 1933« zu den Ereignissen der Nazi-Zeit in Wetzlar an der Bachweide zwischen Lahn und Dill : Ernst Richter© Wetzlar erinnert e.V.
Details über den Lina-Muders-Preis
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Die Mehrheit der Menschen wünscht sich ein friedliches, gutes Miteinander, ohne Hass, Ausgrenzung und Gewalt. Für die meisten ist die Menschenwürde, unsere Demokratie und unser Rechtsstaat nicht verhandelbar. Das erstarken Rechtsextremer Kräfte macht vielen Angst.
Um dem etwas entgegen zu setzen hat die Wetzlarer SPD den »Lina-Muders-Preis« zur Anerkennung und Unterstützung für den Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung und zum Zwecke der Stärkung des demokratischen Engagements gestiftet.
Auch heutzutage gibt es viele Personen, Gruppen, Kirchengemeinden, Vereine und Initiativen, die sich für Demokratieförderung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unser Stadt einsetzen.
Die Namensgeberin unseres Preises Lina Muders, war eine in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgte und inhaftierte Sozialdemokratin. Sie engagierte sich in der Nachkriegszeit für den Aufbau demokratischer Strukturen im heimischen Raum.
Mit dem mit 500 € dotierten Preis, will die SPD »vorbildliche Projekte und Handlungen zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins und des bürgerschaftlichen Engagements für die Werte unserer Gesellschaft aber auch zivilcouragiertes Handeln anerkennen und unterstützen«.
Der proes kann auch gesplittet an mehrere Personen bzw. Gruppen vergeben werden.
Der Preis wird sowohl an Gruppen, Organisationen, als auch Einzelpersonen vergeben werden.
Eine von der SPD eingesetzte Jury entscheidet darüber, wer den Preis erhält.
Möchten Sie einen Vorschlag für die Preisvergabe unterbreiten, melden Sie sich im SPD Büro unter:
06441 – 209 25 20
oder per Mail: buero.wetzlar@spd.de























