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Halbtagsexkursion nach Hadamar

Führung durch die Gedenkstätte
»Von der Landesheil- und Erziehungsanstalt zur Euthanasie-Anstalt«

Eine Bahnfahrt am
Samstag, 11. April 2026
zwischen 13 und 19 Uhr

Teilnehmer*innenbeitrag:
• 25 Euro für Mitglieder beider Vereine
• 30 Euro für sonstige Interessierte

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem:

Hinweis:
Vor dieser Fahrt dient am Donnerstag zuvor, dem 09.04.2026, der Themenabend »Wege in die Vernichtung – zur Entstehung und Struktur der NS-»Euthanasie« mit Katharina Hruschka in der Alten Aula

Einzelheiten zu dieser Fahrt:
Gewünschtes Aufklappfeld per Mausklick öffnen

Die 1983 gegründete Gedenkstätte für die Opfer der NS-»Euthanasie«-Verbrechen befindet sich auf dem heutigen Gelände der Vitos Klinik Hadamar. Zwischen 1941 und 1945 wurden in der damaligen Landesheilanstalt etwa 15.000 Menschen ermordet.

In einer ersten Phase tötete man 1941 über 10.000 psychisch kranke und geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen in einer Gaskammer und äscherte ihre Leichen sofort ein.

Weitere Informationen auf der Website der Gedenkstätte

Zwischen 1942 und 1945 wurden in einer zweiten Phase neben Psychiatriepatienten und -patientinnen auch tuberkulosekranke Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern, »halbjüdische« Fürsorgezöglinge, durch Bomben im Luftkrieg Geschädigte sowie psychisch traumatisierte Wehrmachts- und SS-Soldaten ermordet. Die etwa 4.500 Opfer starben an überdosierten Medikamenten, Mangelernährung und vorenthaltener medizinischer Versorgung. Ihre Leichen begrub man ab 1942 auf einem neu eingerichteten Anstaltsfriedhof in Massengräbern.

Zum Gedenken an die NS-»Euthanasie«-Opfer wurde 1953 ein Relief in der Eingangshalle der damaligen Landesheilanstalt eingeweiht. Es handelt sich dabei um das älteste Mahnmal für diese Opfergruppe in Deutschland.

Zentrale Bereiche der Gedenkstätte sind heute die historische Busgarage als einziges noch erhaltenes Denkmal seiner Art, die historischen Kellerräume (mit der ehemaligen Gaskammer, dem Sezierraum und den Standorten der Krematorien aus der Zeit von 1941) und der Anstaltsfriedhof, der bereits seit 1964 in eine Gedenklandschaft umgewandelt wurde.

Eine Ausstellung über die NS-»Euthanasie«-Verbrechen berücksichtigt individuelle Opferschicksale ebenso wie Täterbiographien und schließt auch die Nachkriegsgeschichte mit ein.

Fahrt mit dem SPNV über Limburg nach Hadamar:

Hinfahrt mit der Bahn ab Wetzlar:

Treffpunkte an Stadtbushaltestellen auf dem Weg zum Bahnhof:

13:00 Uhr Altstadt/Stadthalle, 13:05 Uhr Leitzplatz 13:10 Uhr, Bahnhof/ZOB.

13:20 Uhr Treffpunkt am Bahnhof vor der Unterführung zu den Gleisen

13:36 Uhr ab Gl. 4 RB 45 —› Limburg, an: 14:37 Uhr. Gl. 5,
14:44 Uhr ab Gl. 8 RB 90 —› Siegen, bis Hadamar, an: 14:49 Uhr. Gl. 1.

Fußweg vom Bahnhof zur Gedenkstätte (7 – 10 Min.)

15:00 Uhr Führung durch die Gedenkstätte Hadamar

Auf dem Rückweg zum Bahnhof:
Besichtigung des Mahnmals in der Stadt

Rückfahrt mit der Bahn ab Hadamar:

18:00 Uhr ab Gl. 2 RB 90 —› Limburg, an: 18:15 Uhr. Gl. 8.
18:23 Uhr ab Gl. 5 RB 45 —› Fulda bis Wetzlar, an: 19:25 Uhr, Gl. 3.

Leitung der Fahrt: Dieter Kositschik (Schatzmeister des Wetzlarer Geschichtsvereins e.V.)

Kosten für Fahrt und Führung:

  • Vereinsmitglieder: 25,00 €,
  • Weitere Interessierte: 30,00 €

Verbindliche Anmeldung und Bezahlung bei der

Schnitzlersche Buchhandlung
Weißadlergasse 5 | D 35578 Wetzlar

Tel: +49 – 6441 – 45 101
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Öffnungszeiten:
Mo. – Fr.: 10:00 – 18:00 Uhr
Sa.: 10:00 – 14:00 Uhr