WETZLAR ERINNERT e.V.
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Dritte Stolpersteinverlegung in Wetzlar

Zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen, deportierten oder ermordeten Wetzlarer Bürgerinnen und Bürger wird der Künstler Gunter Demnig am

Mo., 13. April 2026

in Wetzlar 28 neue Stolpersteine vor den Wohnhäusern verlegen, in denen die Opfer der NS-Zeit zuletzt freiwillig lebten. Im Rahmen einer Gedenkfeier werden die ersten sieben Steine

Ab 10:00 Uhr
Am Ende Bahnhofstraße/Ecke Bannstraße 1,
D 35576 Wetzlar
(Fußgängerüberweg Richtung Forum)

verlegt.

Detaillierter Ablaufplan der Steinverlegung, ab 10.00 Uhr
(gewünschte Details durch Mausklick öffnen)

Zusammenkunft
Alle Gäste treffen sich um 10.00 Uhr am ersten Verlegeort am Ende der Bahnhofstraße / Ecke Bannstraße 1, (Fußgängerüberweg Richtung Forum) 35576 Wetzlar.

Der Verlegung der ersten sieben Stolpersteine geht eine kurze Gedenkfeier voran:

  • Begrüßung durch Oberbürgermeister Manfred Wagner
    Redebeiträge der Tafelstifter aus der Goetheschule und des Künstlers Gunter Demnig
  • Gebet durch Rabbiner Shimon Grossberg
  • Musikbeitrag von Jörn Martens (Musikschule Wetzlar)

Verlegung von sieben Stolpersteinen für die Familien Rosenthal:

Theodor Rosenthal
*
1881 | 1938 in Frankfurt a.M.

Hertha Rosenthal (geb. Landau)
* 1888 | 1942 in der Region Lublin

Sohn: Erich Rosenthal
* 1912 | 1995 in New York

Bernhard Rosenthal
*
1883 | 1942 in der Region Lublin

Minna Rosenthal (geb. Landau)
* 1896 | 1942 in der Region Lublin

Sohn: Ernst Rosenthal
* 1923 | † 1942 in Majdanek

Tochter: Gerda Rosenthal
*
1930 | † 1942 in der Region Lublin

Stifter der Steine:
Goetheschule Wetzlar

Verlegung von vier Stolpersteinen für die Familie Stern:

  • Heinrich Stern
    * 1876 | † 1937 in Frankfurt a.M.
  • Klara Stern (geb. Jessel)
    * 1885 | † 1941 in Kaunas Fort IX
  • Sohn: Ernst Stern
    *
    1910 | † 1989 in Frankfurt a.M.
  • Sohn Hans Stern
    *
    1919 | † 1997 in London

Stifter*innen der Steine:
Barbara und Hans Joachim Deiker, Wetzlarer Geschichtsverein e.V., Luisa Goldstein

Verlegung von drei Stolpersteinen für die Familie Jessel:

  • Moritz Jessel
    *
    1882 | † 1944 in Auschwitz
  • Christine Jessel (geb. Büttner)
    *
    1891 | 1966 in Erbach
  • Lore Brück (geb. Jessel)
    *
    1924 | überlebte

Stifterinnen der Steine:
Omas gegen Rechts, Wetzlar

Verlegung von sieben Stolpersteinen für die Familie Rabow

  • Georg Rabow
    * 1891 | 1942 in Frankfurt a.M.
  • Margarethe Rabow (geb. Staaden)
    * 1895 | Ü 1990 in Wetzlar
    und den fünf Söhnen:
  • Heinrich Georg Rabow
    * 1920 | 1998 in NRW
  • Oskar Emil Rabow
    * 1922 | 1949 in Gießen
  • Walter Friedrich Rabow
    * 1923 | 2004 in Wetzlar
  • Hans Joachim Rabow
    * 1924 | verstorben
  • Ernst Ludwig Rabow
    * 1926 | verstorben

Stifter*innen der Steine: Sybille Weißschädel, Margarete Rabow, Kerstin Inga und Prof. Dr. Michael Böcher mit Jan Moritz Böcher und Nick Jari Böcher, Dagmar Beyer und Andrea Neischwander, Cornelia Sieber

Verlegung von fünf Stolpersteinen für die Familie Davidsohn:

  • Georg Davidsohn
    * 1876 | überlebte in Argentinien
  • Agnes Davidsohn (geb. Rabow)
    * 1881 | 1962 in Buenos Aires
  • Kurt Davidsohn
    * 1905 | 1987 in Buenos Aires
  • Heinz Davidsohn
    * 1912 | 2001 in Buenos Aires
  • Lotte Rosenberg (geb. Davidsohn)
    * 1912 | 2006 in Argentinien

Stifter der Steine: Wetzlarer Geschichtsverein e.V.

Verlegung von zwei Stolpersteinen für das Ehepaar Sauer:

  • Ernst Jakob Sauer
    * 1880 | † 1945 in Wetzlar
  • Bertha Sauer (geb. Walter)
    * 1884 | drangsaliert, überlebt

Tafelstifter*innen: Klaus und Sigrid Kirdorf, Irmtrude und Ernst Richter

Anmerkungen

Der Künstler, Herr Gunter Demnig, wird die Verlegungen an den ersten drei Orten mit einem Mitarbeiter selbst durchführen. Da er leider nur ein Zeitfenster von 10:00 – 12:00 Uhr in Wetzlar hat, werden alle weiteren Stolpersteine durch Mitarbeiter des Stadtbetriebsamtes/Tiefbauamtes verlegt.

Hinweis:
Rot markierte Todesdaten bedeuten, dass diese Menschen nachweislich durch den NS-Staat ermordet worden sind.

Schriftband »Stolpersteine in Wetzlar«

Diese Broschüre spiegelt die dramatischen Schicksale von 53 Menschen wider, die – ein gutes Menschenleben ist es her – in Wetzlar wohnten. Ganz unterschiedliche Menschen, Frauen, Männer, aber auch Kinder, die während der NS-Zeit als »Volksschädlinge« oder »Volksfeinde« bezeichnet und deren Daseinsberechtigung in Abrede gestellt wurde.

Das DIN A4-große Heft umfasst 76 Seiten mit Widmungen für diese 53 Menschen, von denen die meisten während der NS-Zeit ermordet wurden, Es eignet sich auch dazu, anhand der Straßenkarten sich selbst auf den Weg zu machen, um die Stolpersteine in Wetzlar zu erkunden.

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