WETZLAR ERINNERT e.V.
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  • »Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln« (Artikel 28, Abs. 2 GG)

Wetzlar hält zusammen:
Für Demokratie und Menschenwürde

AKTUELL:

Demonstration • Kultur • Kundgebung
Maehr als 300 Bürger*innen beteiligten sich an der Demonstration und Kundgebung

am Sa., 7. März 2026
in der Innenstadt von Wetzlar

und gingen gemeinsam auf die Straße. Sie wollten damit deutlcih machen: Am 15. März zur anstehenden Kommunalwahlen in Hessen muss klar sein, das »Wählen gehen« eine Pflicht ist. Denn:

Unsere Demokratie braucht starke Demokrat*innen
denn die Kommune ist die Keimzelle der Demokratie!

Vor dem Herkules-Center in der Fußgängerzone Bahnhofstraße ging es los_

13 Uhr: Demonstration durch Wetzlar

über die Bahnhofstraße zum Buderusplatz,
an der Aktion Viva Vittoria vor der Stadtbibliothek vorbei,
danach durch die Straßen und Gassen der Altstadt.

14 Uhr: Kundgebung und Kulturprogramm
in der Avignon-Anlage vor dem Kulturzentrum Franzis

Mit Musik und Reden

Per Mausklick können Sie nachfolgend wählen, um die gehaltenen Reden auf der Kundgebung nach zu lesen oder die Fotostrecken von der Demonstration und Kundgebung einzusehen.

Ablauf Der Demonstration und Kundgebung

Ab 12:30 Uhr:
Treffpunkt in der Bahnhofstraße vor dem Herkules-Center
als Versammlungsort vor dem Start der Demonstration
• Informationen zur Orientierung der Teilnehmenden
• Kurze Begrüßungsrede durch Gila Gertz
• Kurzweiligkeit durch Kulturbeiträge und Musik geplant

Ab 13:00 Uhr:
Demonstrationszug durch die Innen- und Altstadt von Wetzlar
Bahnhofstraße, Buderusplatz, Brückenstraße, Hausertorbrücke, Hausertorstraße, Hausergasse, Weißadlergasse, Krämerstraße, Eisenmarkt, Silhöferstraße bis zur Zuckergasse, dort links durch die Zuckergasse zur Franziskanerstraße bis zum Parkplatz Avignonstraße. An der Spitze des Zuges fährt ein Lautsprecherwagen.

Gegen 13:10 Uhr:
Zwischenhalt vor der Stadtbibliothek bei der Initiative »Viva Vittoria«
während der Demonstration

14:00 bis 16:00 Uhr:
Kundgebung in der Avignon-Anlage vor dem Kulturzentrum Franzis
mit Kulturprogramm • Info- und Verpflegungsständen

Siehe auch nachfolgende Fotostrecken

Bilder @ Ernst Richter

Die Route unserer Demonstration und die Standorte für Auftakt und Kundgebung:

Orientierungsplan für Demonstration und Kundgebung zur Kommunalwahl am Sa., 07.03.2026 in Wetzlar

Am Sa., 7. März werden die Initiatorinnen von »Viva Vitoria« in Wetzlar vor und in der Stadtbibliothek ihr Projekt bewerben mit dem Ziel, dass am 8. November auf dem Domplatz ein riesengroßer, bunter Teppich entsteht, zusammengelegt aus den 50 x 50 cm großen gehäkelten oder gestrickten Mustern von vielen Menschen, aus der Stadt Wetzlar oder dem Umland.

Bei Kaffee und Kuchen kann man/frau sich in der Stadtbibliothek über das Projekt und die Mitmachmöglichkeiten von Viva Vittoria informieren. Man / frau kann – bei Bedarf – lernen, wie man/frau selbst stricken und die Aktion unterstützen kann.

Die Aktion findet zwischen 11:00 und 15:00 Uhr in und vor dem Kulturhaus (Bahnhofstraße 6) statt. Je nach Wetterlage werden auf der Freifläche vor der Bibliothek schon entstandene Exponate ausgestellt.

Um 13:10 Wird der Demonstrationszug des Demokratiebündnisses Lahn Dill an der Bibliothek in Richtung Buderusplatz vorbeiziehen und Regina Gehring, (Geschäftsführerin des »Vereins Wetzlarer Frauenhaus e. V.«) wird die Demonstrationsteilnehmer*innen über den Lautsprecherwagen über das Projekt informieren.

 Redebeiträge:

  • 14:00 Uhr Begrüßung
    Renèe Herrnkind
  • 14:30 Uhr Kurze Rede:
    Gila Gerz

    (Sprecher*innenkreis des Demokratiebündnisses Lahn Dill)
  • 14:40 Uhr Zumba:
    Valentina Di Falco-Benner
    Zumba-Gruppe aus Gießen
  • 15:00 Uhr Grußwort:
    Pfarrer Hofacker
    (katholische Dompfarrei »Unsere liebe Frau«)
  • 15:10 Uhr
    Grußwort Thomas Bauer
    Von der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg
  • 15:15 Uhr Zumba:
    Valentina Di Falco-Benner
    Ensemble aus Gießen
  • 15.30 Uhr Musik:
    »Jetzt oder Nie«
    Großes Orchester der Wetzlarer Musikschule
    (nur bei schönem Wetter möglich, aber die Sonne wird scheinen)
  • 16:00 Grußwort:
    Andrea Theiß oder Robin Mastronardi
    Deutscher Gewerkschaftsbund
  • 16:10 Uhr Musik
    Daria Bilenko
    Ukrainische Sängerinnen
  • 16:30 Uhr Rezitation
    Renate Schetzken
    rezitiert das Demokratie-Gedicht

Moderation:
Renée Herrnkind und Christel Streubel-Piepkorn

Es gilt das gesprochene Wort

Hallo Wetzlar

Hallo Lahn-Dill

Ich freue mich riesig, dass ihr so zahlreich unserem Aufruf: »Demokratie stärken – wählen gehen« gefolgt seid. Ihr alle habt heute und hier deutlich gemacht, was Demokratie braucht: Bürgerinnen und Bürger, die »machen«, starke Demokratinnen und Demokraten – Demokratievertrauen auch in Krisenzeiten.

Demokratie lebt vom Mitmachen, war diese Woche eine Überschrift in einer Online-Zeitung und ihr habt das heute mit eurem Dabeisein eurer Abstimmung mit den Füßen gezeigt, dafür meinen herzlichen Dank und meine Hochachtung.

Ich bin Gila Gertz und stehe heute hier als Vertreterin des Demokratiebündnisses Lahn-Dill.

Das Demokratiebündnis ist ein Bündnis unterschiedlicher zivilgesellschatlicher Organisationen. Zum ersten Mal wurde das Bündnis im Februar 2024 aktiv, 5.000 Menschen haben gegen »Remigrationspläne« von AfD, Werteunion und Identitärer Bewegung ein deutliches Zeichen gesetzt. Es folgten ein Demokratiefest zum 75. Jahrestag des Grundgesetzes und im Februar 2025 zur Bundestagswahl ein Aufruf und eine Menschenkette von der Bahnhofstraße bis zur Alten Lahnbrücke. Sicher waren viele von ihnen da auch schon dabei.

»Demokratie lebt vom Mitmachen«, aber auch »Demokratie steht unter Druck«, »Unzufriedenheit mit der Demokratie«, waren Überschriften in Zeitungen der letzten Woche. Was steckt dahinter?

Bundesweit sind 40%, in den Ostbundesländern sogar 49% der Bevölkerung unzufrieden mit der Demokratie, so das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Sozialforschung Halle, der Universität Jena und des Leibniz-Instituts der Sozialwissenschaften Mannheim. Eine mehrheitlich pessimistische Sicht auf die Entwicklung der Demokratie wird laut der Umfrage in allen Bevölkerungsschichten, unabhängig von der demografischen, sozioökonomischen und politischen Gruppenzugehörigkeit, geteilt. In einer Studie zur Demokratieförderung, die das Land Hessen in Auftrag gegeben hat, haben knapp mehr als die Hälfte der befragten angegeben, dass die Demokratie in Deutschland nicht oder eher weniger funktioniert.

Der eine oder die andere von ihnen werden jetzt sagen oder denken, ja da fühle ich mich angesprochen oder das habe ich auch schon gedacht.

Ja und dennoch oder gerade deshalb sind sie/wir ja heute hier und das ist gut so.

Demokratie ist kein Selbstbedienungsladen. Sie macht sich nicht von selbst. Sie entsteht nicht mal so auf Bundesebene, nein, sie entsteht hier vor Ort in der Kommune. Die Kommune ist somit die Keimzelle der Demokratie. Hier wird gelebt und umgesetzt, was häufig an anderen Orten beschlossen oder in Gesetze gegossen ist.

Was ist das mit der Demokratie, fragen viele? Mehr als jedes andere politische System lebt Demokratie von Beteiligung. Sie ist anspruchsvoll, aber auch anfällig und sie braucht uns als ihre Akteure. Sie braucht dich, dich und dich, uns alle.

Ja und ich gestehe, mich und meine Mitstreiterinnen treibt die Sorge um, dass viele Menschen die Vorteile der Demokratie, nämlich, Freiheit, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, freie und geheime Wahlen, freie und unabhängige Justiz, Gleichberechtigung, Mitbestimmung und Gestaltungsspielräume, Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen und der Schutz der Würde des Menschen, um nur einige zu nennen, als selbstverständlich nehmen. Demokratie, mit allen Vorteilen, ist nur zu haben und zu erhalten, wenn wir wählen gehen und damit starke, demokratische Mehrheiten ermöglichen.

Wir sollten uns fragen, was können und müssen wir an der Demokratie verbessern? Wie schaffen wir es, dass wieder mehr Menschen zur Wahl gehen? Wie schaffen wir es, dass alle gehört werden und sich wieder mehr Menschen gegenseitig zuhören? Wie schaffen wir es, dass wieder viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen sich für die Demokratie engagieren?

Und so manchen hören wir sagen: »Ja aber, die da oben sollen mal machen, dass es mir weiterhin gut geht.« Und immer häufiger kommt es dazu, dass Kommunalpolitiker und Politikerinnen oft verunglimpft, beschimpft oder sogar bedroht werden. Die Verächtlichmachung der Demokratie und der demokratischen Institutionen gehört in manchen Kreisen schon zum guten Ton. Und dann gibt es da noch eine Partei die mit populistischem Getöse, Verunglimpfungen und Beschimpfungen geradezu anheizt. Sie schürt häufig Unfriede, Hass und Angst, sie versucht z.B. unseren Kreistag, aber auch andere Parlamente, permanent mit unsinnigem Anfragen, faktenfernen Anträgen und sinnentleerenden Diskussionen lahnzulegen, um systematisch die Demokratieverdrossenheit zu befördern.

Wir sind heute auch dafür hier und rufen euch zu: Seid aufmerksam, schweigt nicht, empört euch.

Den Menschen, die für uns in den Parlamenten um Kompromisse und Lösungen ringen, sollten wir mit Respekt und einer großen Wahlbeteiligung den Rücken stärken. Damit ermöglichen wir ihnen, starke demokratische Mehrheiten zu bilden, die dann entsprechende Entscheidungen tre􀆯en können. Zur Verbesserung der derzeitigen Demokratie gehört es sicher auch, dass wir mehr und andere Beteiligungsmöglichkeiten entwickeln, um die Menschen wieder für ihren Raum, ihre Umgebung, das Umfeld, in dem sie/wir leben, zu interessieren. Zur Verbesserung gehört auch mehr Transparenz, O􀆯enheit und gewollte Bürgernähe, zur Verbesserung gehört aber auch mehr Interesse und Beteiligung unsererseits.

Das Wahlrecht ist eines der Eckpfeiler unserer Demokratie. Es ermächtigt jede einzelne Person dazu, an der Entscheidungsfindung mitzuwirken. Wenn wir unser Wahlrecht ausüben, sorgen wir dafür, dass unsere Stimmen gehört werden.

Jeder Stimme zählt, deine Stimme zählt.

Wahlen fördern die Teilhabe. Sie beeinflussen die politische Richtung ihrer/deiner, unserer Kommunen, indem sie/ihr Kandidatinnen oder Kandidaten unterstützt, die eure Werte und Prioritäten teilen. Sie/Ihr könnt mit eurer Stimmabgabe durchaus auch gesellschaftliche Veränderungen einleiten und/oder voranbringen.

Daher unsere Botschaft: geht wählen und wählt demokratisch.

Es ist uns klar, dass es keine einfachen Lösungen zu komplexen Themen gibt. Wir wissen aber auch, dass Desinteresse und Passivität uns nicht weiterbringen und deshalb sind wir heute hier.

Wir sagen nein zu den Kräften, die unsere demokratischen Institutionen untergraben, die sich gegen Inklusivität, Gleichheit, Vielfalt und Menschenrechte wenden. Sie werden niemals eine lebenswerte Alternative sein.

Wir sagen ja zu demokratischen Kräften und allem, was die Demokratie stärkt.

Und noch ein Wort an unsere Mitmenschen mit Migration-Geschichte, nutzen auch sie ihr Wahlrecht für ihre Interessen, für eine solidarische Gesellschaft, in der sie akzeptiert sind und sicher leben können. Jede auch ihre Stimme zählt.

2021 lag die Wahlbeteiligung in Wetzlar bei 43,1 % das waren sogar 7% weniger als der hessische Landesdurchschnitt von 50.4%.

Helft mit, dass es diese Mal mehr, viel mehr wird, sagt es weiter und seid am 15.März an der Wahlurne dabei.

Danke, dass ihr mir zugehört habt. Bleibt noch mit uns hier, denn es gibt noch einiges zu hören und auch zu sehen.

Es gilt das gesprochene Wort

Wir Christinnen und Christen feiern bald Auferstehung.
An Ostern.
Auferstehung – wir stehen auf.

Wir stehen auf für ein christliches Menschenbild!
»Wir stehen auf!«
so das Motto der Initiative christlicher Kirchen für die Teilnahme an demokratischen Wahlen. Weil wir in jedem Menschen das Abbild Gottes sehen, stehen wir auf!

Im 5. Buch Mose (30,19) steht:

»Wählt das Leben!
Und nicht den Tod!»

Und deshalb können wahrhafte Christinnen und Christen keine rechtsextremen Parteien wählen. So die klare Aussage der deutschen Bischöfe und unsere Überzeugung.

Wir stehen auf:

  • für die uneingeschränkte Geltung der universalen Menschenrechte und für Toleranz, Vielfalt und Offenheit.
    Deshalb rufen wir für alle Gläubigen und alle Menschen guten Willens: Steht auf für Demokratie!
  • für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
    Freiheit, Gewaltenteilung, Kontrolle von Macht und gleiche Rechte für alle sind unverzichtbare Grundlagen unseres Gemeinwesens.
    Wir wenden uns entschieden gegen autoritäres Denken und die Verächtlichmachung demokratischer Institutionen.
    So rufen wir: Steht auf für Demokratie!
  • für eine Gesellschaft, die geprägt ist von Verantwortung füreinander, für unser Umfeld, für Europa und für die Welt. Völkisches Denken gehört nicht unmittelbares dazu.
    Deutschland ist Teil eines geeinten Europas und trägt globale Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. So rufen wir: Steht auf für Demokratie!
  • für eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die sich an der christlichen Botschaft orientiert.
    Wir setzen uns ein für soziale Gerechtigkeit, Inklusion und die aktive Gestaltung der Zukunft – gegen Ausgrenzung und soziale Hetze.
    So rufen wir: Steht auf für Demokratie!
  • für einen politischen Stil, der verbindet statt spaltet.
    Angstmacherei und Feindbilder lehnen wir ab.
    Wir wollen ein verantwortungsvolles und demokratisches Miteinander.
    So rufen wir: Steht auf für Demokratie!

Ihr alle seid aufgestanden, ihr alle seit Schritte für die Demokratie heute gegangen.
Ich rufe allen in Wetzlar zu: Steht auf für Demokratie.

Es gilt das gesprochene Wort

Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie,
wir stehen heute hier, weil wir an eine Gesellschaft glauben, in der jeder Mensch zählt. Eine Gesellschaft, in der Vielfalt nicht als Belastung gesehen wird, sondern als Stärke. Eine Gesellschaft, in der Demokratie nicht nur ein Wort ist, sondern ein gelebtes Versprechen: Alle sollen teilhaben können. Und uns vereint, dass Inklusion und Demokratie untrennbar miteinander verbunden sind.

Als Lebenshilfe Wetzlar Weilburg setzen wir uns seit mehr als 60 Jahren dafür ein, dass Menschen mit Behinderung ihr Recht auf selbstbestimmte Teilhabe umsetzen können. Wir setzen uns ein, dass Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen das bekommen, was Ihnen zusteht. Aus den Trümmern des Dritten Reiches entstand eine Gesellschaft, die das Nie wieder ist jetzt in sich tragen muss. Und das gilt es zu bewahren. Und wir erleben von den rechten Rändern eine Diskussion, die diesen Weg wieder umkehren will und dem stellen wir uns mit voller Kraft entgegen. Und ihr könnt das auch.

Warum Inklusion das Fundament einer lebendigen Demokratie ist

Demokratie lebt davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen und Fähigkeiten zusammenkommen, miteinander sprechen und gemeinsam entscheiden. Doch Demokratie kann nur funktionieren, wenn alle Menschen Zugang zu ihr haben – unabhängig von Herkunft, Behinderung, sozialem Status, Geschlecht oder Alter.

Wir wissen:

  • Wenn Menschen ausgeschlossen werden, verliert Demokratie ihre Legitimation.
  • Wenn Barrieren bestehen bleiben, verlieren wir wertvolle Stimmen.
  • Wenn wir Vielfalt nicht ernst nehmen, verlieren wir Zukunft.

Inklusion ist deshalb kein »nice to have«. Sie ist demokratische Pflicht.

Noch immer stoßen Menschen mit Behinderungen auf Barrieren im Alltag. Noch immer erleben sie Ausgrenzung. Noch immer werden Menschen aufgrund ihrer Identität angefeindet. Und noch immer gibt es Stimmen, die behaupten, unsere Gesellschaft sei „überfordert“ von Vielfalt.

Doch wir wissen: Nicht Vielfalt überfordert uns – Ausgrenzung tut es.

Eine inklusive Demokratie entsteht nicht durch Gesetze allein. Sie entsteht durch Haltung, durch Mut und durch tägliches Handeln.

  • Wir können Barrieren abbauen – bauliche, digitale und vor allem in unseren Köpfen.
  • Wir können Räume schaffen, in denen Menschen sich sicher fühlen und sich unvoreingenommen begegnen.
  • Wir können zuhören, bevor wir urteilen.
  • Wir können Menschen stärken, die zu lange übersehen wurden.

Und wir können klar widersprechen, wenn andere versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen.

Und bedenkt immer: Heute kann ich sagen, dass das Thema Behinderung, Teilhabe und Inklusion mich nicht betrifft. Morgen kann es schon schnell anders aussehen, wenn das Schicksal zuschlägt durch Krankheit, Unfall oder anderen Einflüssen. Dann ist jeder froh, dass er sich heute für Inklusion und Demokratie stark gemacht hat.

Lasst uns heute ein Zeichen setzen: Für eine Demokratie, die niemanden zurücklässt. Für eine Gesellschaft, die Vielfalt schützt. Für ein Miteinander, das stärker ist als jede Spaltung.

Inklusion ist kein Sonderweg – sie ist der Weg. Demokratie ist kein Selbstläufer – sie braucht uns alle.

Und ich lass mir nicht von einem dahergelaufenen Ex-Geschichtslehrer aus Thüringen erklären, dass Inklusion ein Ideologieprojekt sei und zu beenden sei. Mein tägliches Erleben zeigt mir etwas anderes, nämlich dass alle von Vielfalt profitieren und dass es nichts Schöneres gibt, als nach einer inklusiven Gesellschaft zu streben. So wie es die Lebenshilfe seit über 60 Jahren tut.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass jede Stimme gehört wird, jede Person sichtbar ist und jeder Mensch die gleichen Chancen hat, unser Land mitzugestalten.

Deswegen beteiligt euch an den Kommunalwahlen und setzt das richtige Kreuz. Und darüber hinaus sprecht mit Freunden, Verwandten und Kollegen und mobilisiert auch diese für die Wahl. Ihr setzt damit ein Zeichen für Demokratie und letztendlich für Inklusion.

Und zum Abschluss: Es schmerzt mich zutiefst, dass eine Partei blau als ihr Parteifarbe trägt. Unser Lebenshilfe-Blau steht für Vielfalt, Inklusion und Demokratie. Und nicht für den Hass und die Zerstörungswut den diese Partei in sich trägt.

Danke, dass ihr heute da seid und mobilisiert so viele Menschen wie ihr könnt, für das Zeichen für Demokratie und Inklusion bei der Kommunalwahl.

Danke an euch allen.

Es gilt das gesprochene Wort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,
wir sind heute hier, weil Demokratie kein Naturgesetz ist. Demokratie fällt nicht vom Himmel – sie muss verteidigt werden. Jeden Tag. Auf der Straße. In den Betrieben. Und an der Wahlurne.

Und gerade jetzt – vor den Kommunalwahlen – entscheidet sich etwas ganz Konkretes: Wie wollen wir in unseren Städten und Gemeinden leben? Werden unsere Kommunen Orte des Zusammenhalts sein – oder Orte der Spaltung und Polarisierung?

Denn eines ist klar: Demokratie ist mehr als ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Demokratie bedeutet, dass Menschen gehört werden. Dass sie mitentscheiden können – im Rathaus genauso wie im Betrieb.

Als Gewerkschaften wissen wir: Demokratie endet nicht am Werkstor. Wo Beschäftigte mitbestimmen können, wo Betriebsräte stark sind, da erleben Menschen Demokratie im Alltag. Und genau deshalb sagen wir: Demokratie und soziale Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen.

Denn was passiert, wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihre Sorgen niemanden interessieren?

Wenn Mieten steigen, Buslinien gestrichen werden, Schwimmbäder schließen und Schulen verfallen? Dann wächst Frust. Dann wächst Misstrauen. Und dann haben diejenigen leichtes Spiel, die unsere Gesellschaft spalten wollen.

Die Wahrheit ist: Rechte Hetze fällt nicht vom Himmel. Sie wächst dort, wo Menschen sozial und politisch ausgeschlossen werden. Deshalb sagen wir als DGB ganz klar: Wer unsere Demokratie schützen will, muss für soziale Sicherheit sorgen.

Soziale Sicherheit – das bedeutet zu investieren, anstatt kaputtzusparen. Das bedeutet faire Arbeitsbedingungen zu fördern, statt prekäre, schlecht entlohnte Niedriglohnjobs. Das bedeutet, sich dafür stark zu machen, dass Wohnraum wieder bezahlbar wird, anstatt den roten Teppich vor den Spekulanten auszurollen.

Und, das kann nicht genug betont werden, soziale Sicherheit bedeutet vor allem auch sichere Arbeitsplätze! Denn wenn Betriebe schließen, wenn Arbeitsplätze wegen einer fehlgeleiteten Politik und aufgrund von Profitgier gestrichen und in andere Länder verlegt werden, dann geht es hier nicht einfach nur um abstrakte Zahlen in der Unternehmensstatistik. Es geht um Existenzen. Es geht um Familien. Und es geht um die Zukunft unserer Heimat. Um die Zukunft von Mittelhessen!

Wir blicken gerade einer schweren Krise entgegen. Der traditionsreiche Stahlstandort Buderus Edelstahl – über Generationen Herzstück unserer Industrie – ist zerschlagen worden. Forschungs- und Entwicklungsstandorte wie Continental oder CSL Innovation schließen – Orte, an denen an technologischen Lösungen für die Zukunft unseres Landes gearbeitet wurde. Allein hier in unserer Region gehen dadurch rund 3.000 gute, tarifgebundene Arbeitsplätze verloren – und weitere stehen auf dem Spiel.

Und während Kolleginnen und Kollegen um ihre Zukunft bangen, hören wir aus Teilen der politischen Debatte plötzlich wieder alte Forderungen.

  1. Der Achtstundentag sei angeblich nicht mehr zeitgemäß.
  2. Arbeitnehmerrechte seien ein Standortnachteil.
  3. Der Sozialstaat sei zu teuer.
  4. Und Arbeitnehmer angeblich zu faul.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist nicht nur sozial falsch.
Das ist eine Beleidigung für Millionen Beschäftigte.
Und das ist vor allem politisch hochgefährlich.

Denn wer den Sozialstaat kaputt spart, wer Kommunen kaputt spart, wer Menschen gegeneinander ausspielt – der legt die Kettensäge nicht nur an den Sozialstaat an, sondern der sägt zugleich auch am Fundament unserer Demokratie.

Wer den Menschen Sicherheit nimmt, darf sich nicht wundern, wenn Unsicherheit, Unzufriedenheit und Polarisierung in der Gesellschaft wachsen.

Und deshalb sagen wir als Gewerkschaften:
Nicht die Beschäftigten sind das Problem – sie sind die Lösung. Wir alle halten dieses Land und unsere Region tagtäglich am Laufen und wir verdienen eine Politik, die Rücksicht auf unsere Interessen nimmt!

Unsere Städte und Gemeinden brauchen keine Sparpolitik. Sie brauchen Zukunftspolitik. Wir brauchen Investitionen in Schulen. In bezahlbaren Wohnraum. In Bus und Bahn. In Krankenhäuser und Pflege. Kurz gesagt: Wir brauchen eine Politik, die das Leben der Menschen spürbar besser macht.

Und noch etwas ist entscheidend: Demokratie lebt davon, dass wir uns einmischen. Dass wir wählen gehen. Dass wir widersprechen, wenn Marktradikale und Rechtspopulisten gezielt versuchen, uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu spalten. Dass wir alle solidarisch sind – miteinander.

Gerade wir als Gewerkschaften wissen: Die größten Fortschritte in diesem Land wurden nie von oben geschenkt. Sie wurden erkämpft.

  1. Der Achtstundentag.
  2. Die Mitbestimmung.
  3. 3. Der Sozialstaat.

All das gibt es nur, weil Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich gemeinsam für ihre Rechte eingesetzt haben.

Deshalb rufe ich heute alle auf: Geht wählen. Mischt euch ein.

Und sorgt dafür, dass unsere Kommunen in Zukunft wieder Orte der Solidarität werden.

Denn Demokratie lebt nicht von schönen Worten.

Sie lebt davon, dass wir sie verteidigen.
Gemeinsam. Solidarisch. Und entschlossen.

Glück auf – und vielen Dank.

Dokumentation:

Aktionstag am 8. Februar 2025:
11:00 bis 13:00 Uhr: DemokratieParcour in der Bahnhofstraße
13:00 bis 14:30 Uhr: Menschenkette bis zur Alten Lahnbrücke

Demokratieparcour und Menschenkette am 08.02.2025 in Wetzlar
Rückblick auf die Autorenlesung mit Michael Kraske:

»Angriff auf Deutschland:
die schleichende Machtergreifung der AfD«

Mo., 13. Januar 2025, 19:00 Uhr
Gertrudishaus | Kirchgasse 4 | 35578 Wetzlar

Von Ernst Richter

Ein voller Erfolg war die Autorenlesung mit Michael Kraske, zu der die Wetzlarer Gruppe »Oms gegen Rechts« am Montagabend (13.01.2025) in das Getrudishaus eingeladen hatte.

Gila Gerz begrüßte die Gäste und stellte den Journalisten und Autor Michael Kraske vor, der zusammen mit Dirk Laabs das Buch »Angriff auf Deutschland – Die schleichende Machtergreifung der AfD« schrieb. Bewusst habe man die Veranstaltung im Vorfeld der Bundestagswahl eingeladen – so Gerz – um damit zu verdeutlichen, »Nie wieder ist Jetzt!« Der DGB-Kreisvorsitzende Arne Beppler warnte in einem Grußwort vor den erschreckenden Parallelen zwischen den 90 Jahre zurückliegenden Ereignissen vor der Machtergreifung der Nazis und heute.

Mehr als 150 Menschen drängten sich in dem großen Saal des Getrudishaus, weitere standen im Foyer, weil sie in dem Raum keinen Platz mehr fanden.

Kraske belegte in seinem 50-minütigen Vortrag zunächst an vielen eispielen, wie in den vergangenen Jahren das völkisch-nationale Menschenbild der Nazis Schritt für Schritt Einzug fand in die Programmatik der AfD und in das Menschen- und Gesellschaftsbild der AfD-Funktionäre. Aber auch der Gewöhnung in unserer Gesellschaft an die Terminologie der AfD-Akteure mit Begriffen wie »Entvolkung«, »Remigration« oder »Biodeutsche«. Die Strategie: Nach der ersten Entrüstung rudere man die Hälfte zurück und mache gleichzeitig die eigene Meinung salonfähig. Krase zeigt auch auf, wie ganze Gruppen von extrem rechten, gewaltbereiten Akteuren der Neonaziszene bei Bundes- und Landtagsabgeordneten der AfD als »wissenschaftliche Mitarbeiter« beschäftigt sind und unter dem Schutz der Mandatsträger ihr rechtsextremes Wirken fortsetzen, finanziert aus Steuergeldern dieser Republik.

Im letzten Teil seiner Rede konzentrierte sich Kraske auf die Frage eines AfD-Verbotes. Nach Art. 21 Abs. 2 des Grundgesetzes sind Parteien verfassungswidrig, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden. Sie können durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden.

Über einhundert Abgeordnete verschiedener Fraktionen haben bei Bundestagspräsidentin Bärbel Bas einen Antrag auf ein AfD-Verbotsverfahren abgegeben. Die fraktionsübergreifende Initiative werfe der AfD unter anderem vor, sich gegen zentrale Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu stellen und damit gegen das Grundgesetz zu verstoßen. Kraske begrüßte die Initiative vor dem Hintergrund seiner zu belegten Entwicklung der AfD in Richtung einer extrem Rechten Partei.

Bilder © Gile Gerz und Ernst Richter

Michael Kraske
ist Journalist und Schriftsteller, Autor von Reportagen und Porträts u. a. für: Stern, Zeit, Spiegel Online.

Der Autor wurde mehrfach für seine publizistische Arbeit ausgezeichnet, wie mit dem Journalistenpreis für die Berichterstattung aus den neuen Ländern und zuletzt mit dem Spezialpreis der Otto-Brenner-Stiftung für kritischen Journalismus. Kraske lebt in Leipzig und berichtet als freier Reporter schwerpunktmäßig aus Ostdeutschland.

In dem Buch zur AfD haben die Autoren Michael Kraske und Dirk Laabs die rechtsextremen Netzwerke rund um die AfD ausgeleuchtet und zeigen auf, wie die Partei zu einer extremistischen Gefahr werden konnte.

Veranstalter:

  • Omas gegen Rechts, Wetzlar
    Initiatiorinnen der Veranstaltung
    Mitveranstalter:
  • Demokratiebündnis Lahn-Dill
  • Deutscher Gewerkschaftsbund, Kreisverband Lahn-Dill
  • VHS – Volkshochschule Wetzlar

Kraske, Michael / Laabs, Dirk

Angriff auf Deutschland

Die schleichende Machtergreifung der AfD.

Deportationsfantasien, Untersuchungshaft wegen Terrorverdacht, Gelder aus Russland und China-Spionage – ganz Deutschland rätselt: Wie gefährlich ist die AfD? Muss die Partei verboten werden, bevor sie an die Macht kommt? Die Autoren Michael Kraske und Dirk Laabs, die seit Jahren im extremistischen Milieu recherchieren, liefern harte Fakten. Sie berichten aus ostdeutschen AfD-Brennpunkten, von AfD-Veranstaltungen, aus geheimen Chatprotokollen und Gesprächen mit Aussteigern. Ihr investigatives Buch zeigt: Die AfD arbeitet systematisch daran, Deutschland in einen autoritären, völkischen Albtraum zu verwandeln.

Buchcover »Angriff auf Deutschland: die schleichende Machtergreifung der AfD«

Wie ist das Demokratiebündnis entstanden:

Gemeinsam wollten wir gegen die »Remigrationspläne« von AfD, Werteunion und Identitärer Bewegung unverkennbare und deutliche Zeichen setzen. Genauso gegen deren Phantasien, die Judikative und Exekutive zu einer schlagkräftigen Vereinigung umzugestalten, die ihre Gegner eliminieren soll. Denn wir sind viele und mussten laut werden, ansonsten bröckelt die Demokratie vor unseren eigenen Augen auseinander.

Wir wollen auch vor der Bundestagswahl am 23. Februar in Wetzlar und dem Lahn-Dill-Kreis deutliche Zeichen setzen für

  • die Grund- und Menschenrechte
  • unser Grundgesetz und die Demokratie

Denn es steht viel auf dem Spiel!

Mit der Demonstration am 3. Februar 2024 hatten wir in Wetzlar einen guten Anfang gemacht.
Fortgesetzt durch das Demokratiefest zum 75. Geburtstages unseres Grundgesetzes Ende Mai 2024.

Auch Sie als Bürger sind gefragt!
Was können viel tun, entschieden für Demokratie und Menschrechte einzutreten. Unterstützen und fördern Sie das »Demokratiebündnis Lahn Dill«, damit auch in unserer Region die bisher schweigende Mehrheit Gehör findet für DEMOKRATIE und MENSCHENRECHTE, gegen RASSISMUS und HETZE.

Nie wieder ist JETZT!

Wählen Sie durch Mausklick:

Aufruf zur Kommunalwahl 2026 »Geht wählen!«

Unterzeichnen Sie unseren Aufruf zur Kommunalwahl Wir mobilisieren für eine hohe Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 und für die Stimmabgabe für demokratische Parteien. Hier können Sie den Aufruf lesen Unterstützen Sie unser Anliegen und tragen Sie sich als Mitaufruf hier ein: AUFRUF ZUR KOMMMUNALWAHL 2026 Unsere Demokratie braucht starke Demokrat*innen Darum geht wählen Die Kommune ist die Keimzelle der Demokratie. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 entscheiden wir alle [...]

Jugend-Comic zum Thema Demokratie

Jugend-Comic zum Thema Demokratie Im Rahmen der Kampagne Die Kommune ist die Keimzelle der Demokratie des Demokratiebündnisses Lahn-Dill soll auch ein Comic erstellt werden, damit sich junge Menschen in einer jugendgerechten Form mit dem auseinandersetzen können, was Demokratie ist. Die nachfolgenden Informationen dienen dazu, Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, an diesem Projekt mitzuwirken. Um was geht es. Eine Gruppe junger Menschen erleidet Schiffbruch und landet auf einer einsamen Insel. Sie stimmen ab, was als [...]

Mahnwachen für Demokratie

Die OMAS GEGEN RECHTS Wetzlar und das Demokratiebündnis Lahn-Dill laden euch ein: Nehmt teil an unseren Mahnwachen in eurem Stadtteil Flagge für die Demokratie zeigen: Jeweils So. zwischen dem 11.01. und 08.03.2026, ab 17:00 Uhr Wann finden die Mahnwachen wo statt? Dutenhofen | So., 11.01.2026 Garbenheim | So., 18.01.2026 Münchholzhausen | So., 25.01.2026 Blasbach | So., 01.02.2026 Steindorf | So., 08.02.2026 Naunheim | So., 22.02.2026 Hermannstein | So., 01.03.2026 Niedergirmes | So., 08.03.2026 [...]

Tausend Menschen folgten dem Aufruf und bildeten eine Brandmauer gegen Rechts

Im Vorfeld der Bundestagwahl war der DemokratieParcour für zivilgesellschaftliche Organisationen und Gruppen die Möglichkeit aufzuzeigen, was sie von der künftigen Bundesregierung erwarten. Unter dem Motto Gemeinsam für eine lebendige Demokratie Für Menschenrechte und ein tolerantes, buntes, friedliches Miteinander trafen sich am Sa., den 8. Februar zwischen 11:00 und 13:00 Uhr in der Wetzlarer Bahnhofstraße Menschen, um miteinander zu diskutieren, wie die demokratischen Grundrechte gegen einen Rechtsruck gesichert werden können Folgende Zivilgesellschaftliche Gruppen brachten sich [...]

Werbematerial für den 08.02.2025

Hier finden Sie unser Werbematerial zum Download Bitte auf die gewünschten Materialien klicken: Flyer des Demokratiebündnisses für die Aktionen am 08.02.2025 (PDF) Flyer für die Menschenkette der »Oma gegen Rechts« (PDF) Aufruf des Demokratiebündnisses Lahn-Dill (PDF) Sharepic für den DemokratieParcour am 08.02.2025 (JPG) Sharepic für die Menschenkette am 08.02.2025 (JPG) QR-Code des Demokratiebündnisses (PNG) Logo Demokratiebündnis Lahn-Dill (JPG) Zurück zum Demokratiebündnis Lahn-Dill

Appell des Demokratiebündnisses Lahn-Dill

Nie wieder ist JETZT! Gemeinsam die Demokratie schützen und Extremisten entgegentreten Wir haben uns Ende Januar 2024 zusammengeschlossen, weil wir unsere Haltung in Handlung verwandeln: Laut gegen Rassismus und Hetze, entschieden für Demokratie und Menschenrechte! Wir verbinden uns mit dem gemeinsamen Ziel, für das es sich lohnt, auf die Straße zu gehen, Gesicht zu zeigen: Wir leben die vielfältige, offene, solidarische Gesellschaft im Rahmen einer verbindlichen demokratischen Ordnung. Dafür haben wir ein Bündnis gebildet, in [...]

Wetzlarer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt

Wetzlarer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt (von 2018) Integration ist auch in Wetzlar ein Prozess, den es kontinuierlich auszuhandeln und zu unterstützen gilt. So kann eine offene und demokratische Gesellschaft Diversität eher als Erfolgsfaktor denn als Hindernis gestalten und somit Integration wirkungsvoll vorantreiben. Diesem Ziel hat sich die „Wetzlarer Erklärung zum Zusammenleben in Vielfalt“ verpflichtet , die im Rahmen der Vielfaltskonferenz am 12.11.2019 vorgestellt und unterzeichnet wurde. Sie lautet: Die Europäische Menschenrechtskonvention, das [...]

Wir sind mit dabei!

Geschäfte, die beim Demokratiefest mitmachen: In Form eines Plakat-Aushangs in ihren Schaufenstern Geschäfte in der Wetzlarer Bahnhofsstraße unterstützen das Demokratiefest am Samstag, 25. Mai 2024 und freuen sich auf Ihren Besuch: Download des Aushangs der Geschäfte als PDF Download des Aushangs der Geschäfte als PDF

Programm in der Stadtbibliothek

Die Bibliothek befindet sich in der Bahnhofstraße 6 Öffnungszeit: 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr Aus einem Leserbrief über die Bibliothek: »Es ist so entspannend Ich habe nun schon einige Monate diesen wunderbaren Platz in der Stadtbibliothek gefunden. Viele junge Leute trifft man dort beim gemeinsamen Lernen, da es dort an Fachliteratur usw. nicht fehlt. Es ist so entspannend für mich, jede Woche sitze ich hier ein bis zwei Stunden und suche mir hauptsächlich Biografien [...]

Begegnung im Tafelladen

bei Kaffee und Kuchen Im Tafelladen Wetzlar, Bahnhofstraße 7, zwischen 14:00 und 16:00 Die Tafel wird einladen zur Begegnung mit Tafelkund*innen beim Tafel-Café »Iss mit«, veranstaltet von der Freien Evangelischen Gemeinde Wetzlar. Im Tafelladen. Erkennbar werden sie sein durch ein großes Banner in ihrem Schaufenster mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes »Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Im Tafelladen wird es zum einen Raum und Zeit zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen geben und zum [...]

Nutze den »Wahl-O-Mat«

Angebot am Stand der Europa-Union Auf der Bahnhofstraße, vor Haus 6 Aufgemerkt: die Partei Deiner Meinung finden Am 9. Juni 2024 finden zur gleichen Zeit die Wahlen zum EU-Parlament und des neuen Landrats im Lahn-Dill-Kreis statt. Europafeindliche Kräfte müssen gestoppt werden, sonst steht für uns viel auf dem Spiel. Der Wahl-O-Mat am Stand der Europa-Union hilft Dir, die Partei Deiner Meinung zu finden. Stand der Europa-Union vor der Stadtbibliothek Bahnhofstraße 6 Übersicht Demokratiefest [...]

»Sternstunde ihres Lebens«

Filmvorführung in der Stadtbibliothek Bahnhofstraße 6, ab 13.00 Uhr: Bonn 1948. Im Übergangsparlament, dem »Parlamentarischen Rat«, kämpft die Abgeordnete und Juristin Elisabeth Selbert (SPD) gegen alle Widerstände für die Aufnahme des Satzes »Männer und Frauen sind gleichberechtigt« in das Grundgesetz der zukünftigen Bundesrepublik. Spannend! Produktionsland: Deutschland Originalsprache: Deutsch Erscheinungsjahr: 2014 Länge 90 Minuten Regie: Erica von Moeller Drehbuch: Ulla Ziemann Produktion: Juliane Thevissen Musik: Andreas Schilling Kamera: Sophie Maintigneux Schnitt: Renata Salazar Ivancan Übersicht Demokratiefest [...]

Vier Zimmer Küche Bad

Live-Musik auf der Bühne beim Demokratiefest am 25.05.2024: Handgemachte Rockmusik und Lieder über die Menschenrechte. Die Rock-Pop-Punker von 4ZKB aus Limburg machen seit Ende 2017 handgemachte  Rockmusik. Auf dem Demokratiefest treten sie als Duo mit Liedern zur Demokratie, zu Menschen- und Grundrechten auf. Die Website von »Vier Zimmer Küche Bad« Übersicht Demokratiefest

Double Stroke

Live-Musik auf der Bühne beim Demokratiefest am 25.05.2024: Acoustic Rock Duo aus Wetzlar. Christian und Oliver Stöhr. Zwei Stimmen, zwei Gitarren und ein gehöriges Maß an Spielfreude & Spontanität. Oder mit den Worten der WNZ: »Akustik-Gitarrenrock der Extraklasse!« Übersicht Demokratiefest

Brandmauer gegen die AfD am 07.05.2024

Hand in Hand für Demokratie – Gegen Spaltung Di., 7. Mai 2024, 16:30 – 18:00 Uhr Neues Rathaus • Wetzlar Bringt Euer Schild zur AfD mit Demokratiebündnis Lahn Dill WETZLAR. 25 Menschen beteiligten sich an der kurzfristig aufgerufenen Brandmauer gegen die AfD – Gegen Hass und Hetze am Di., den 07.05.2024 in den Mittagsstunden vor dem Neuen Rathaus der Stadt Wetzlar. Die Gruppe postierte sich vor dem Rathauseingang und »begrüßte« mit dieser Aktion vor [...]

Brandmauer gegen die AfD am 06.05.2024

Hand in Hand für Demokratie – Gegen Spaltung Mo., 6. Mai 2024, 13:00 – 14:30 Uhr Vor der Kreisverwaltung • Wetzlar brachten 36 Menschen ihre Schilder gegen die AfD mit WETZLAR. 36 Menschen beteiligten sich an der kurzfristig aufgerufenen Brandmauer gegen die AfD – Gegen Hass und Hetze am Mo., den 06.05.2024 in den Mittagsstunden vor dem Kreishaus des Lahn-Dill-Kreises in Wetzlar. Die Gruppe postierte sich vor dem Haupteingang und »begrüßte« mit dieser Aktion [...]

Öffentliche Führungen auf dem »Weg der Erinnerung«

Termine öffentlicher Führungen: 2024: Die Führung in diesem Jahr findet statt: So., den 5. Mai 2024 Beginn: 14:00 Uhr Treffpunkt: FRANZIS Franziskanerstraße 4 - 6 | D 35578 Wetzlar Besonderer Anlass: Im Januar enthüllte das Jouranlist+innennetzwerk Correctiv die Remigrationspläne von Kreisen aus der AfD, der Identitären und Werte-Union. Diese haben zu Recht millionenfach für Empörung gesorgt. Schon einmal gab es derartige Pläne, deren Auswirkungen anhand der Führung zu den Wetzlarer Erignissen zwischen 1933 und [...]

Braunfels: 300 setzten ein Zeichen für die Demokratie

BRAUNFELS, den 20. April 2024: Liebevoll ist der Marktplatz in Braunfels hergerichtet worden, um am Nachmittag eine Kundgebung für Freiheit und Demokratie abhalten zu können. Erst sieht es so aus, dass diese Mühe nicht von Erfolg gekrönt sein wird, denn die Lücken zwischen den versammelten Menschengruppen sind noch recht groß. Aber als die Band »De Luxe« mit dem Lied »Freiheit« von Marius Müller-Westernhagen die Veranstaltung eröffnet wird, füllt sich der Platz sehr schnell auf. [...]

Was kommt nach der Demonstration?

Tipps, was jede*r Einzelne von uns tun kann »Ja ja, die AfD hat bisher nur 2% verloren und ist immer noch stark. Aber 2% bei 50 Millionen Wählenden sind 1.000.000 Menschen! Damit hat fast jede Person, die am Wochenende an einer Demo teilgenommen hat, quasi eine AfD-Stimme vernichtet. Was für ein Erfolg! Weitermachen!« *) *) Zitat von Erik Marquardt, Politiker und Mitglied des Europarlaments Nur ... wie? Seid da, seid sichtbar, seid laut! Der [...]

Demokratie – Respekt – Menschenwürde

DEMONSTRATION & KUNDGEBUNG Sonntag, 25. Februar 2024, 14:00 Uhr in Weilburg Treffpunkt: Bahnhof »Für Demokratie, Respekt und Menschenwürde«, so lautet die Botschaft einer Demonstration und Kundgebung, die am Sonntag, 25. Februar, in Weilburg stattfindet. Start ist um 14 Uhr am Bahnhof und Busbahnhof. Weg der Demonstration: Der Weg der Demonstration führt dann über die Oberlahnbrücke zum König-Konrad-Platz und von dort durch Vorstadt, Mauerstraße und Neugasse zum Marktplatz. Auf dem Marktplatz findet dann eine Kundgebung statt. [...]

Laut gegen Rassismus • Zusammen für Demokratie

DEMOSTRATION & KUNDGEBUNG Samstag, 24. Februar 2024 in Herborn Treffpunkt: Parkplatz Bahnhof Littau Das Bündnis Demokratie Dill lädt ein: START: Am P&R Parkplatz Littaus DEMONSTRATIONSZUG durch die Stadt Herborn ca- 16:00 Uhr KUNDGEBUNG auf dem Schießeplatz mit musikalischer Begleitung durch EVE Sharepic zum Download als JPEG-Datei (1 MB) : —› durch Klick Durch Klick auf das Bild Download des Sharpics der Veranstalter © »Bündnis für Demokratie Dill« Übersicht »Demokratiebündnis Lahn Dill« [...]

Wortlaut des Aufrufs | Unterzeichner*innenliste | Unterschreiben & Spenden

Demokratiebündnis Lahn-Dill NIE WIEDER IST JETZT! Wetzlar hält zusammen: Für Demokratie und Menschenwürde Demonstration & Kundgebung am Sa., 3. Februar 2024 Treffpunkt 15:00 Uhr Bahnhofstraße (am Herkules-Center) Kundgebung ab 16:00 Uhr: Domplatz Sehr geehrte Damen und Herrn, das jüngst bekannt gewordene Geheimtreffen von Rechtsextremisten und die dort diskutierte Deportation von Millionen Menschen aus Deutschland hat uns alle schockiert. Ebenso die dort geschmiedeten Pläne, durch eine Verschmelzung von Exekutive und Judikative politische Gegner ihres Vorhabens [...]

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