WETZLAR ERINNERT e.V.

Soldatenfriedhof Büblingshausen

Am Pfingstwäldchen 3 D 35578 Wetzlar-Büblingshausen —› Die Adresse auf Google-Maps Hauptsächlich sind laut Wikipedia auf diesem Friedhof die Leichname von rund 15.000 Russen, Ukrainern und wahrscheinlich auch Gefangenen anderer Nationalitäten vergraben worden. Dass auf diesem Friedhof auch 1943, 1944 und 1945 bei Luftangriffen auf Wetzlar umgekommene bzw. schwer verwundete – bei Röchling-Buderus als Zwangsarbeiter eingesetzte – Kriegsgefangene beigesetzt wurden, wird auf der Wikipedia-Seite und auch allen anderen einschlägigen Quellen im Netz nicht erwähnt. [...]

Mahnmal für die Opfer des NS

Mahnmal für die Wetzlarer Opfer des »Nationalsozialismus« am Rosengärtchen Das Mahnmal – bestehend aus einer abgebrochenen runden Marmorsäule – wurde am 1. September 1987 eingeweiht. Es geht auf die Initiative des damaligen Wetzlarer Denkmalpflegers Walter Ebertz zurück. Das Mahnmal liegt im Rosengärtchen, dem westlichen Teil des Grünanlagenrings um die Wetzlarer Altstadt. Es ist zu Fuß erreichbar entweder vom August-Bebel-Platz über die Fußgängertreppe Richtung Freilichtbühne, oder von der Wöllbachertorstraße durch die Grünanlage, links an der [...]

Stolpersteine in Wetzlar

Insgesamt wurden bisher 25 Stolpersteine in Wetzlar verlegt. Am Donnerstag, 22.10.2009 wurden erstmals sechs Stolpersteine verlegt. In Wetzlar wurden bisher von dem Künstler Gunter Demnig nachfolgende Stolpersteine verlegt: Am 22.10.2009: 6 Stolpersteine an 5 Stellen in der Altstadt, die an verfolgte und ermordete jüdische Mitbürger erinnern sollen. Am 08.09.2015: 19 weitere Steine, hiervon 18 in der Innen- bzw. Altstadt, die an verfolgte und ermordete jüdische Mitbürger erinnern sollen, einer an ein Opfer der NS-Euthanasie [...]

Gräberstätte im Friedhof Niedergirmes

Auf diesem Friedhof wurden Wetzlarer Zwangsarbeiter*innen begraben Dazu gehören die Gräber von Kindern » ›In gebührender Entfernung‹ beerdigte man die Zwangsarbeiter/-innen. In den Boden eingelassene Steinplatten zeugen von den Opfern, die die Zwangsarbeit in Wetzlar nicht überlebten«, beschreibt Klaus Petri in einem Artikel die Gräberstätte auf dem Friedhof in Niedergirmes. Im Juli 1942 wurde auf dem Gelände des Friedhofes Wetzlar-Niedergirmes eine Begräbnisstätte für Ausländer angelegt; hier wurden 276 nach Deutschland dienstverpflichtete, ausländische Arbeiter (also [...]

Gedenktafel im Landratsamt

Gedenktafel zur NS-Zwangsarbeit im Foyer des neuen Kreishauses Am 31.03.2016 wurde im Neubau der Kreisverwaltung eine Tafel zum Gedenken an die Zwangsarbeit enthüllt. Denn das Gebäude steht auf einem Grund, auf dem sich während des NS-Staates von 1939–1945 Zwangsarbeiterbaracken befanden. Auf Anregung von WETZLAR ERINNERT e.V. hatte der Kreistag des Lahn-Dill-Kreis vor einem Jahr einstimmig beschlossen, zu Ehren der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während der NS-Zeit zu Tausenden aus ihrer Heimat in den heutigen [...]

Gedenkstein im neuen jüdischen Friedhof

»Aus der Stadt vertrieben – umgebracht – verschollen«Seit August 1989 erinnert auf dem Friedhof ein Gedenkstein an 55 einstige jüdische Einwohner Wetzlars, die »aus der Stadt vertrieben – umgebracht – verschollen sind«.Der neue Friedhof an der heutigen Bergstraße (früher Wuhlgraben*) wurde 1882 angelegt. Bis 1940 fanden hier 115 Beerdigungen statt (1940 noch Gerson Thalberg, geb. 1861). Auf dem Friedhof liegen auch einige jüdische Kriegsgefangene aus Polen und Russland aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Ebenfalls [...]

Gedenktafel für Henrich Mootz

Gedenktafel am Wohnhaus des Antifaschisten in der Rosengasse 13 »Man sieht nur die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.« Diese Lebensweisheit aus Bert Brechts Mackie Messer-Moritat (Dreigroschenoper, 1930) gilt auch für den bundesdeutschen Umgang mit Gegnern des Hitlerfaschismus. Während der von ranghohen Militärs ausgehende Attentats- und Putschversuch vom 20. Juli 1944 jedem Schulkind bekannt ist, wurde dem Widerstand aus den Reihen der Arbeiterbewegung wenig Aufmerksamkeit und Ehrung zuteil. In Hessen stehen immerhin [...]

Gedenkplatz an der ehemaligen Synagoge

Gedenkplatz in der Pfannenstielsgasse Zusammenstellung vom 28.03.2016 Die Wetzlarer Synagoge wurde in der Reichspogromnacht nicht niedergebrannt, aber geschändet. Der benachbarte Brauereibesitzer Waldschmidt hatte Angst, dass die Flammen übergreifen könnten. Dennoch existiert die Synagoge heute nicht mehr. Die jüdische Gemeinde sah sich gezwungen, das Grundstück zu verkaufen. Das Gebäude wurde anschließend von der Brauerei als Getränkelager benutzt. 1958 wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. Am 31.08.1295 wird erstmals eine Synagoge erwähnt. Sie befand sich im Bereich [...]

Gedenkstein in Nauborn

Gedenkstein für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Nauborn Am 1.10.2016 wurde in der Ortsmitte von Nauborn ein Gedenkstein enthüllt, der an die während der NS-Gewaltherrschaft in Konzentrationslagern ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Nauborn erinnern soll. Bei der Enthüllung des Gedenksteins erklärte OB Manfred Wagner: »Mit diesem Gedenkstein geben wir den Opfern einen Platz in Nauborn, der es ermöglicht, sich vor den Opfern zu verneigen.« Es handelt sich um Berthold Seligmann, Ida Seligmann und [...]

Gedenktafel am Domportal

Gedenktafel zur judenfeindlichen Symbolik am Domportal Der Antisemitismus wurde von den Nazis nicht erfunden, sondern hat eine lange Tradition im christlichen Abendland. Das kann man am Südportal des Wetzlarer Doms betrachten. Über Jahrhunderte wurden Juden von Christen bis in die Neuzeit gedemütigt, herabgesetzt und verfolgt. Viele Pogrome zeugen von einem in der christlichen Bevölkerung fest verankerten Antisemitismus. Hiervon gibt es auch Spuren in Wetzlar. Dies können wir am Südportal des Wetzlarer Doms aus dem [...]

Nach oben