Warum wir die Gedenktafel zu Ereignissen der NS-Zeit in Wetzlar unterstützen
Ein Statement von Arne Beppler

Das Ende der Naziherrschaft ist nicht das Verdienst der Deutschen. Umso mehr ist es unsere Verantwortung, dass ein solches Schreckensregime nie mehr möglich ist. Im Nachkriegsdeutschland gab es eine klare und umfassende Einigkeit:

NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG

Doch schon in den frühen Jahren der jungen Bundesrepublik wurde die Entnazifizierung nur halbherzig betrieben. Der nicht ruhende Zeitgeist des Faschismus ist heute wieder erstarkt. Nicht nur hier – sondern in ganz Europa.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt das Projekt in unserem Lebensmittelpunkt Wetzlar, einer Goethestadt, einer Bebelstadt, unsere Optikstadt – damit an die menschenverachtenden, rassistischen und faschistischen Parolen, Täter und Opfer der damaligen Zeit erinnert wird.

Nie mehr darf es sich wiederholen, dass Bürger dieser Stadt, dieses Landes und Europas wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens eingesperrt und menschenfeindlichen Zwängen unterworfen werden.

Die Kräfte, die Hitler und seine Nazigefolgschaft  unterstützten, kamen nicht aus heiterem Himmel, sondern aus den militärischen, hochschulischen und wirtschaftlichen Eliten. Der Faschismus mit seinem unsäglichen Gedankengut meldet sich heute wieder aus der Mitte der Gesellschaft. Das verpflichtet uns den Ruf zu erneuern:

NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG!

Arne Beppler
DGB-Kreisvorsitzender

Tafelstifter für die Gedenktafel: