WETZLAR ERINNERT e.V.

Der Weg der Erinnerung ist eine Stadtführung durch das Wetzlar von 1933 bis 1945. Eine antifaschistische Stadtführung als Zeitreise zu den damaligen Opfern, den Tätern und den Ereignissen.

Öffentliche Führung am 25.10.2020

Die öffentliche Führung für 2020 sollte ursprünglich am 29. März stattfinden, dem 75. Jahrestag der Befreiung Wetzlars durch die US-Armee. Der Corona bedingte Lockdown erzwang die Verschiebung der Führung auf So., den 27. September 2020. Durch die hohe Nachfrage einerseits und die Corona bedingte Beschränkungen der Teilnehmer*innenzahl hat sich WETZLAR ERINNERT e.V.  entschlossen, eine weitere öffentliche 2020 anzubieten, die am So., den 25.10.2020 stattfand. Nachfolgend Bilder von dieser Führung, die unter Regenwetter und den [...]

Öffentliche Führung am 27.09.2020

Die öffentliche Führung für 2020 sollte ursprünglich am 29. März stattfinden, dem 75. Jahrestag der Befreiung Wetzlars durch die US-Armee. Der Corona-bedingte Lockdown erzwang die Verschiebung der Führung auf die Zeit, in der eine derartige Zusammenkunft wieder möglich wurde mit einem Hygienekonzept, das die Gesundheit der teilnehmenden Menschen schützt. Deshalb fand die Veranstaltung erst am Sonntag, den 27. September 2020 statt. Der große Nachfrage, an der Führung teilzunehmen, erzwang durch die Corona-bedingte Beschränkungen einer [...]

Führung am 23.09.2020 • Fa. Pfeiffer-Vacuum Werksstudenten

Für die Werksstudenten*innen der Pfeiffer-Vacuum GmbH, Aßlar am Mi., 23.09.2020. Diese Führung wurde als Dank an die Fa. Pfeiffer-Vacuum in Aßlar durchgeführt, welche im Rahmen des Projekts »Gedenktafeln zu Ereignissen der NS-Zeit« drei Tafeln mitstiftete. Gedenktafel zur Erinnerung an das Zwangsarbeiterlager Taubenstein Gedenktafel zur Erinnerung an das Zwangsarbeiterlager Umgehungsstraße Gedenktafel zu Ehren des aus Belorussland verschleppten Zwangsarbeiter Tomasz Kiryllow Ausgelobt waren innerhalb der Fa. Pfeiffer-Vacuum die Werksstudenten*innen unter der Leitung von Tom Berger. Nachfolgend [...]

Wieder Führungen ab Herbst

Weg der Erinnerung Regeln unter der Corona-Pandemie Seit Mitte März waren – corona-bedingt – alle Führungen zum »Weg der Erinnerung« ausgesetzt worden. Zwischenzeitlich hat WETZLAR ERINNERT e.V. ein Hygiene-Konzept erarbeitet, unter dem die Führungen wieder angeboten werden sollen. Nachfolgend können Sie die Bedingungen lesen, unter denen die Führungen wieder stattfinden können: Wichtige Informationen zu unseren Stadtführungen aufgrund der Corona-Pandemie: Die maximale Teilnehmer*innenzahl wird auf 25 Personen pro Führung begrenzt. Im Falle von mehr als [...]

Routenplan und Stationsübersicht

Übersicht zu den Stationen Fremdarbeiter und KHD-Maiden: STATION 1 Unterkunftsbaracke Am Kulturzentrum Franzis Franziskanerstaße, Wetzlar Jüdisches Leben und dessen Vernichtung: STATION 2 Alter Jüdischer Friedhof Steighausplatz Eingang: Hinter der Stadtmauer, Wetzlar STATION 3 Ehemalige Synagoge Gedenkort zu den Reichspogromen 1938 Pfannenstielsgasse 8, Wetzlar STATION 4 Schicksal von Salomon Moses Stolpersteine in Wetzlar Pfannenstielsgasse 13, Wetzlar »Arisierung« jüdischen Besitzes STATION 5 Schicksal von Meta Kessler Pferdemetzgerei Kessler Lahnstraße 28, Wetzlar STATION 6 Gaststätte »Zum [...]

Station 01 Leitzbaracken

Ab 1940 Unterkunftsbaracke für »Fremdarbeiter« und von Juni 1943 bis März 1945 für KHD-Maiden NS-Beschäftigungssystem Franziskanerstraße 4 Die Fa. Ernst Leitz GmbH produzierte während des Zweiten Weltkrieges Beobachtungs- und Richtgeräte (darunter auch Bildwandler und automatische optische Steuerungen) für Flugabwehrgeschütze und Einzelteile für fremde Firmen. Bereits im Mai 1941 war auf dem Gelände an der »Weiherwiese« (beim heutigen Parkplatz »Avignon-Anlage«) eine 550 m² große Holzbaracke für italienische Arbeitskräfte (»Fremdarbeiter«) der Leitzwerke errichtet worden. Denn die [...]

Station 02 Alter Jüdischer Friedhof

Schändung durch Nutzung der Grabsteine als Treppenstufen für einen Splitterbunker Jüdisches Leben in Wetzlar Steighausplatz Für die Stadt Wetzlar ist bereits mit der »Kaiserurkunde« vom 9. Juli 1277 belegt, dass es in der Stadt Juden – wenn auch nicht in einem eigenen Viertel – gegeben hat. Spätestens seit dem Ende des 17. Jahrhunderts hatten die Wetzlarer Juden einen eigenen Friedhof. Er lag – bezeichnenderweise am Rande der Stadt – im »Zwinger« inmitten der hier [...]

Station 03 Ehemalige Synagoge

Die Ereignisse zur Reichspogromnacht Jüdisches Leben in Wetzlar Pfannenstielsgasse (Gedenkort für die Synagoge) 1925 hatte die Stadt Wetzlar 16.482 Einwohner davon 13.518 Protestanten 2.500 Katholiken 13 sonstige Christen 148 Juden Die jüdische Gemeinde war relativ homogen und gut integriert. Sie bestand überwiegend aus Händlern und Gewerbetreibenden und ihren Familien. Ihre Beträume befanden sich in Privathäusern, und erst 1755/56 konnte die jüdische Gemeinde nach einem vor dem Reichskammergericht gegen den Magistrat der Stadt [...]

Station 04 Salomon Moses

Verschleppung in das KZ-Buchenwald Verlegung von »Stolpersteinen« in Wetzlar Pfannenstielsgasse 13 »Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.« Dieser Satz stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der seit dem Jahr 2000 »Stolpersteine« vor den Häusern von Nazi-Opfern verlegt. Mehr als 40.000 Steine in über 750 Städten und Gemeinden und über 15 weiteren europäischen Ländern erinnern seitdem an die deportierten und ermordeten Menschen. Dennoch bleiben die »Stolpersteine« umstritten. In München z.B. [...]

Station 05 Meta Kessler

Gewerbeentzug und Berufsverbote Arisierung jüdischen Vermögens Lahnstraße 28 Wer übernahm in den Jahren der Boykottaufrufe und der »Arisierungen« die jüdischen Geschäfte, die nicht mehr weiter existieren konnten? Die Bandbreite der Erwerber war groß, aber nicht jeder war ein skrupelloser Profiteur. Es gab Freunde und Nachbarn, die Geschäftsräume von jüdischen Kaufleuten kauften oder anmieteten, obwohl ihnen eigentlich das Geld fehlte. Andererseits gab es aber auch diejenigen, die Kapital anlegen wollten oder die Notlage ihrer früheren [...]

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