Wer war Heinrich Georg (Heinz) Rabow?
- Heinz Rabow wurde am 8. Oktober 1920 in Ehringshausen (Kreis Wetzlar) geboren. Er war evangelisch getauft. Er wuchs in einer nach der NS-Rassenideologie bezeichneten »privilegierten Mischehe« auf. So nannten die Nazis Familien, in den einer der Ehepartner ein Jude/eine Jüdin war und der/die andere als »Arier« galt. Die Kinder aus diesen »Mischehen« bezeichneten die Nazis als »Halbjuden«. Auch sie und die »arischen« Ehepartner waren Diskriminierungen und Verfolgungen ausgesetzt; die Partner*innen wurden aufgefordert, sich von den Juden/Jüdinnen zu trennen.
- Nach der Volksschule besuchte er die Aufbauschule in der Spilburg Wetzlar und arbeitete anschließend als Handelsvertreter.
- Zwangsarbeit:
Am 25. Januar 1945 wurde Heinz Rabow mit seinen Brüdern Walter, Hans und Ernst zur Zwangsarbeit in Clausthal-Zellerfeld verschleppt. Er überlebte diese und kehrte, nachdem ihn die Amerikaner am Ende des Kriegs aus dieser Gefangenschaft befreiten, zunächst nach Wetzlar zurück und betrieb dort ein Geschäft in der Lahnstraße.
1957 erhielt er eine Anstellung bei der Firma Krupp in Essen und zog mit seiner Frau und seiner Tochter dorthin. Seit 1963 lebte er mit seiner Familie in Langenfeld (Rheinland) und arbeitete bis zum Eintritt ins Rentenalter in mehreren Firmen in Düsseldorf als kaufmännischer Angestellter. - Heinz Rabow verstarb am 3. Januar 1998.
- Inschrift des Stolpersteins:
HIER WOHNTE
HEINRICH RABOW
JG. 1920
GEDEMÜTIGT
ENTRECHTET
ZWANGSARBEIT
CLAUSTHAL-ZELLERFELD
ÜBERLEBT - Sein letzter freiwilliger Wohnort in Wetzlar:
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar
Standort des Stolpersteins:
in der Gruppe von sieben Steinen:
• die ersten beiden für seine Eltern Margarathe und Gerog Rabow
• der vierte für seinen jüngeren Bruder Oskar Emil Rabow,
• der fünfte für seinen jüngeren Bruder Walter Friedrich Rabow,
• der sechste für seinen jüngeren Bruder Hans Joachim Rabow und
• der siebte für seinen jüngsten Bruder Ernst Ludwig Rabow,
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar - Paten des Stolpersteins:
Sybille Weißschädel
Angaben zum Bild:
Grafische Nachbildung des Stolpersteins © Wetzlar erinnert e.V.