Wer war Oskar Emil Rabow?
- Oskar Emil Rabow wurde wurde am 26.3.1922 in Wetzlar geboren und evangelisch getauft. Er wuchs in einer nach der NS-Rassenideologie bezeichneten »privilegierten Mischehe« auf. So nannten die Nazis Familien, in denen einer der Ehepartner ein Jude/eine Jüdin war und der/die andere als »Arier« galt. Die Kinder aus diesen »Mischehen« bezeichneten die Nazis als »Halbjuden«. Auch sie und die »arischen« Ehepartner waren Diskriminierungen und Verfolgungen ausgesetzt; die Partner*innen wurden aufgefordert, sich von den Juden/Jüdinnen zu trennen.
- Nach dem Besuch der Volksschule in Wetzlar zog er 1937 nach Gießen, um das Bäckerhandwerk zu erlernen. Zu einem anschließenden Konditorlehrgang in Stuttgart wurde er jedoch wegen seiner »nichtarischen« Abstammung nicht angenommen. Er kehrte wieder nach Wetzlar zurück.
- KZ-Haft:
Am 29. Juni 1944 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt, aus dem er 1945 nach der Befreiung durch die Amerikaner schwer krank mit Magen- und Herzleiden wieder nach Gießen zurückkam. - An einer so genannten »Trinksucht« leidend, indem er unkontrolliert alles trank, was er erreichen konnte – er war kein Alkoholiker –, verfiel seine Gesundheit mehr und mehr. Er starb 1949 in Gießen..
- Inschrift des Stolpersteins:
HIER WOHNTE
OSKAR RABOW
JG. 1922
GEDEMÜTIGT
ENTRECHTET
1944 KZ BUCHENWALD
ÜBERLEBT - Sein letzter freiwilliger Wohnort in Wetzlar:
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar
Standort des Stolpersteins:
in der Gruppe von sieben Steinen:
• die ersten beiden für seine Eltern Margarathe und Gerog Rabow
• der dritte für seinen ältereren Bruder Heinrich Georg Rabow,
• der fünfte für seinen jüngeren Bruder Walter Friedrich Rabow,
• der sechste für seinen jüngeren Bruder Hans Joachim Rabow und
• der siebte für seinen jüngsten Bruder Ernst Ludwig Rabow,
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar - Paten des Stolpersteins:
Kerstin Inga und Prof. Dr. Michael Böcher mit Jan Moritz Böcher und Nick Jari Böcher.
Angaben zum Bild:
Grafische Nachbildung des Stolpersteins © Wetzlar erinnert e.V.