Wer war Margarethe Rabow?
- Margarethe Rabow (geb. Staaden) hatte große Mühe, ihre Wäschestickerei und Plisseebrennerei fortzuführen, nachdem ihr Geschäft bereits seit 1935 boykottiert worden war.
- Nach den NS-Rassegesetzen lebte sie mit ihrem Mann Georg Rabow (einem Juden) in einer »privilegierten Mischehe«. Ihre fünf Söhne wurden alle evangelisch getauft, galten aber nach den NS-Rassegesetzen von 1935 als »Halbjuden«. Ihre Söhne waren:
• Heinrich Georg (* 08.10.1920),
• Oskar Emil (* 26.03.1922),
• Walter Friedrich (* 04.05.1923),
• Hans Joachim (* 04.11.1924) und
• Ernst Ludwig (* 15.12.1926).
Sie und ihre Familie waren den Ausgrenzungen und Erniedrigungen der Nazis gegen Juden ausgesetzt. - Bis weit in die 1950er Jahre musste Margarethe Rabow um eine Entschädigung und um eine kleine Rente kämpfen. Gesundheitlich geschwächt, konnte sie das Geschäft nur mit Hilfe ihrer Söhne weiterführen.
Ihr lediger Sohn Walter, der später die Stickerei übernahm, lebte bei seiner Mutter und versorgte sie bis zu ihrem Ende. Margarethe Rabow verstarb am 22.6.1990. - Inschrift des Stolpersteins:
HIER WOHNTE
MARGARETHE RABOW
GEB. STAADEN
JG. 1895
AUSGEGRENZT
DRANGSALIERT
ÜBERLEBT - Sein letzter freiwilliger Wohnort in Wetzlar:
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar
Standort des Stolpersteins:
in der Gruppe von sieben Steinen:
• der zweite für ihren Mann Georg Rabow,
• der dritte für ihren ältesten Sohn Heinrich Georg Rabow,
• der vierte für ihren Sohn Oskar Emil Rabow,
• der fünfte für ihren Sohn Walter Friedrich Rabow,
• der sechste für ihren Sohn Hans Joachim Rabow und
• der siebte für ihren jüngssten Sohn Ernst Ludwig Rabow,
Lahnstraße 34 | D 35578 Wetzlar - Paten des Stolpersteins:
Margarete Rabow
Angaben zum Bild:
Grafische Nachbildung des Stolpersteins © Wetzlar erinnert e.V.