Zu Ehren von Christian Wilhelm Mackauer
der von den Nazis als Lehrer aus seiner Schule vertrieben wurde

Am Do., den 29. Februar 2024 werden wir gemeinsam mit den Stiftern diese Tafel enthüllen.

Treffpunkt ist

die Goetheschule Wetzlar
Frankfurter Straße 72 | D 35578 Wetzlar

15:oo Uhr: Gedenkfeier in der Aula der Goetheschule

16:00 Uhr: Tafelenthüllung vor der Schule

Einzelheiten zur Veranstaltung und zum Thema
klicken Sie auf das gewünschte Feld:

15.00 Uhr in der Aula der Schule:
  • Eröffnung und Begrüßung
    durch Annette Kerkemeyer (Schulleiterin der Goetheschule)
  • Warum das Projekt »Gedenktafeln zur NS-Zeit«?
    Ernst Richter (Vorsitzender von Wetzlar erinnert e.V.)
15.10 Uhr Statement der Tafelstifter
  • Landrat Wolfgang Schuster
    (für den Lahn-Dill-Kreis)
  • OB Manfred Wagner
    (für den Magistrat der Stadt Wetzlar)
  • Laura Pauli
    (für die europäische Akademie der Arbeit, Frankfurt)
  • Ein Grußwort per Video aus der University of Chicago
    (USA)
15.35 Uhr Die Akte Mackauer

Präsentation der Forschungsergebnisse der AG Schulgeschichte der Goetheschule Wetzlar

16.00 Uhr Tafelenthüllung

am Fußweg zwischen Bushaltestelle und Schuleingang durch die Tafelstifter

Christian Wilhelm Mackauer (*1897; † 1970) war zwischen 1934 und 1937 Lehrer für Latein, Geschichte und Altgriechisch an der Goetheschule in Wetzlar. Doch dies nicht freiwillig:
Seine Frau selbst war konfessionslos, ihre Eltern jedoch jüdischen Glaubens. Es ist stark davon auszugehen, dass rassenideologische Gründe ausschlaggebend für seine Zwangsversetzung an die Goetheschule waren. Als rechtliche Grundlage hierfür diente dem NS-Staat sein »Reichsgesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums«.

Das Gesetz beinhaltete neben Versetzungen auch zwangsweise Pensionierungen, und so bekam auch Dr. Christian Wilhelm Mackauer nach erfolglosem Kampf um seine Stelle den endgültigen Bescheid, dass er zum 01.10.1937 in den Ruhestand versetzt werde.

Das Ehepaar emigrierte 1940 in die Vereinigten Staaten, wo Mackauer ab 1942 an der Universität von Chicago lehrte. Zu Ehren seiner außerordentlichen Leistungen wurde im Jahr 2017 der Gesellschaftswissenschaftliche Lehrstuhl der Universität nach ihm benannt.

Der Fall Mackauer verdeutlicht, stellvertretend für viele andere Fälle, wie im deutschen Faschismus bewusst gesetzliche Grauzonen geschaffen wurden, um unerwünschte Personen aus Arbeitswelt und Gesellschaft zu entfernen.

Hier können Sie sich zu der Veranstaltung anmelden:
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Tafelansicht • Tafelstandorte • Informationen:

Um beim Ausdruck keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  1. als Kopiervorlage befinden sich in Größe eines DIN A 4 Bogens zwei Einladungskarten.
  2. Der Ausdruck sollte auf weißem Papier bzw. Karton beidseitig erfolgen.
  3. Im Druckermenü bitte auf folgende Einstellungen achten:
    1. automatische Seitenanpassung abwählen, bzw. Originalgröße anwählen;
    2. Querformat auswählen;
    3. Außerdem »an der kurzen Kante spiegeln« auswähle.
  4. Dann lässt sich die Kopie / der Ausdruck exakt in zwei Karten schneiden
    (der Abstand an den Außenseiten garantiert, dass an den Rändern nichts verschluckt wird).
  5. Die Trennlinien rechts und links auf halber Höhe helfen, den exakten Schnitt zu meistern.
  6. Danach die Karte in der Mitte zusammenfalten und die vierseitige Karte im DIN A 6-Format ist fertig.