Wer war Bernhard Rosenthal?

  • Bernhard Rosenthal wurde am 22. Mai 1883 in Wetzlar geboren und wohnte ab seiner Geburt in Wetzlar, Bannstraße 14. Seine Eltern waren Lina (geb. Streng) und Meyer Rosenthal. Er war verheiratet mit Minna Gutheim, ihre Kinder waren
    • Ernst (* 22.10.1923) und
    • Gerda (* 17.01.1930).
  • Bernhard Rosenthal war zusammen mit seinem Bruder Theodor Inhaber der Firma M. Rosenthal, Großhandlung in Eisen und Metallen. Die Lagerplätze der Firma befanden sich zwischen Niedergirmeser Weg und Güterbahnhof/Südseite.
  • Als sein Bruder Theodor nach dessen KZ-Aufenthalt in Buchenwald an den dort zugefügten Leiden gestorben war, hatte Bernhard Rosenthal zusammen mit seiner Familie und seiner Schwägerin, Herta Rosenthal, geb. Landau, 1939 einen Auswanderungsantrag nach Amerika gestellt.
    1941 bot Bernhard Rosenthal zusammen mit seiner Schwägerin das gemeinsame Anwesen in der Bannstraße 14 der Stadt Wetzlar zum Kauf an. Mit dem Erlös wollte er die Auswanderung finanzieren.
    Am 21. April 1942 wurde er jedoch zusammen mit seiner Frau, den Kindern und seiner Schwägerin verhaftet und in das Sammellager in Wetzlar, Jahnstraße 3, eingeliefert. Von dort wurden sie am 11. Juni 1942 nach Majdanek oder Sobibor deportiert und sind seitdem verschollen.
  • Inschrift des Stolpersteins:

    HIER WOHNTE
    BERNHARD ROSENTHAL
    JG. 1883
    DEPORTIERT 1942
    REGION LUBLIN
    ERMORDET

  • Sein letzter freiwilliger Wohnort in Wetzlar:
    Bannstraße 14 | D 35578 Wetzlar
    Standort des Stolpersteins:
    in der Gruppe von sieben Steinen:
    • der erste für seinen Bruder Theodor Rosenthal,
    • der zweite für dessen Ehefrau Hertha Rosenthal (geb. Landau),
    • der dritte für seinen Neffen Erich Rosenthal,
    • der fünfte für seine Frau Minna Rosenthal (geb. Streng),
    • der sechste für seinen Sohn Ernst Rosenthal und
    • der siebte für seine Tochter Gerda Rosenthal,
    Bahnhof/- Ecke Bannstraße 1 | D 35578 Wetzlar
  • Paten des Stolpersteins:
    Goetheschule

Angaben zum Bild:
Grafische Nachbildung des Stolpersteins © Wetzlar erinnert e.V.